100 neue Pflanzen gesetzt: So brachte die Stadt Ettenheim ihre Bäume durch den Sommer

Am Kirchberg in Münchweier hatte der Bauhof einen Wassersack zur Bewässerung des Baumes eingesetzt.
Stadt- Ettenheim pflanzte im Frühjahr rund 100 neue Bäume und setzt auf klimaresistente Arten.
- Auswahl nach Standort und Belastung: Hitze, Trockenheit, Streusalz und Krankheiten.
- Schulen, Kitas, Friedhöfe und Ortsteile erhielten diverse Bäume – teils auch Sträucher.
- Bewässerungssäcke versorgen Jung- und Altbäume bei Trockenheit mit Wasser.
- Forst pflanzt im Stadtwald jährlich rund 5000 Bäume, um Mischwälder zu fördern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Heiße und trockene Sommer stellen Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Bäume und Grünflächen gewinnen deshalb für die Klimaanpassung immer mehr an Bedeutung. Die Stadt Ettenheim setzt auf eine klimaangepasste und trockenheitsverträgliche Bepflanzung und hat im Frühjahr bereits rund 100 neue Bäume im Stadtgebiet und in den Ortschaften gepflanzt, heißt es in einer Mitteilung.
Um den Bäumen auch unter veränderten klimatischen Bedingungen gute Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten, kommt der Auswahl der Baumarten und der Gestaltung des jeweiligen Standorts eine besondere Bedeutung zu. „Der richtige Baum am richtigen Standort – danach richten wir uns bei jeder Pflanzung“, erklärt Bauhofleiter Markus Ohnemus. Denn Straßen- und Stadtbäume sind besonderen Belastungen ausgesetzt: Hitze, Trockenheit, verdichtete Böden, Streusalz und Luftschadstoffe können ihnen zusetzen. Gleichzeitig können neue Krankheiten und Schadorganismen die Bäume zusätzlich schwächen. Bei der Auswahl werden deshalb unter anderem Klimaresistenz, Krankheits- und Streusalzverträglichkeit, Früchte- und Samenbildung sowie die konkreten Standortbedingungen berücksichtigt. Je nach Standort kommen dabei neben heimischen auch Baumarten zum Einsatz, die mit den künftig zu erwartenden klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen.
Bäume sollen bei Schulen und Kitas künftig kühlen Schatten spenden
In Ettenheim wurden unter anderem auf dem Heuberg Ebereschen, Mehlbeeren, eine Winterlinde und eine rotblühende Kastanie gesetzt. Auf der Broßmerhöhe ergänzt ein Walnussbaum den Baumbestand, erklärt die Stadt. Auch an Schulen und Kindertagesstätten wurden neue Bäume gepflanzt: So stehen nun unter anderem Winterlinden bei der Grundschule, dem Städtischen Gymnasium, der Kita Wunderfitz und der Kita St. Bartholomäus. Die Kita Wunderfitz erhielt darüber hinaus Kastanien und eine Kugelplatane. Im Außenbereich der Kita St. Bartholomäus wurden unter anderem drei Zierkirschen, zwei gelbe Rosskastanien, rotblühende Kastanien und Mehlbeeren gepflanzt. Auch die Kita Pusteblume wurde mit neuen Bäumen bereichert: Dort wurden eine Linde, eine Maien-Eberesche, eine Blasenesche und eine Mehlbeere gesetzt. Auf dem Friedhof ergänzen ein Amberbaum und eine Blasenesche den vorhandenen Baumbestand. Das Schwimmbad erhielt einen Amerikanischen Zürgelbaum.
In Ettenheimmünster wurden entlang der Münstertalstraße unter anderem Säulenkirschen, Winterlinden, Mehlbeeren und Zierbirnen gepflanzt. Auf dem Friedhof und dem Friedhofsparkplatz kamen Felsenbirnen, Silberlinden, Ebereschen und eine Krim-Linde hinzu. Entlang des Ettenbachs wurden Walnussbäume und eine Mehlbeere gesetzt.
Im gesamten Stadtgebiet wurden Bäume gepflanzt
Auch in Münchweier wurde an verschiedenen Stellen Bäume gepflanzt: In der Pappelallee wurden ein Walnussbaum, eine Traubenkirsche und eine Mehlbeere gesetzt. Entlang des neuen Radwegs kam eine rotblühende Kastanie hinzu und auf der Verkehrsinsel wurden zwei Säulenahorne gepflanzt, heißt es weiter.
In Altdorf wurden bei der Grundschule zwei Amerikanische Zürgelbäume gepflanzt. Entlang des Fußwegs in der Römerstraße kamen vier Traubenkirschen und drei Stadtbirnen hinzu. Der Friedhof wurde um eine Winterlinde, eine Zierbirne und eine Mehlbeere ergänzt. In Ettenheimweiler wurde der Bereich beim Fischweiher um einen Walnussbaum und eine rotblühende Kastanie bereichert. Vor der Kita Wirbelwind steht nun ebenfalls ein Amerikanischer Zürgelbaum. In Wallburg erhielt der Friedhof sechs Zierkirschen, zwei Mehlbeeren, eine Silberlinde und 2 Baummagnolien, die im Frühjahr wunderschön blühen werden.
Neben den genannten Standorten wurden weitere Bäume durch den städtischen Bauhof gepflanzt. Hinzu kommen mehr als 100 Sträucher, betont die Stadt. Auch im Ettenheimer Stadtwald wird jedes Jahr für neues Grün gesorgt. Die Forstwirte pflanzen dort rund 5000 Bäume. Durch den Aufbau von Mischwäldern soll die natürliche Verjüngung der Waldbestände unterstützt und die Artenvielfalt von Flora und Fauna gefördert werden, heißt es weiter.
Spezielle Wassersäcke helfen bei Trockenheit bei der Bewässerung
Gerade in den ersten Jahren nach der Pflanzung benötigen junge Bäume besondere Aufmerksamkeit. Damit sie auch bei längeren Trockenperioden ausreichend mit Wasser versorgt werden, setzt der städtische Bauhof bei zahlreichen Neupflanzungen auf Bewässerungssäcke. Die mit Wasser befüllten Säcke geben die Feuchtigkeit langsam und kontinuierlich an den Wurzelbereich ab. So wird das Wasser gezielt und über einen längeren Zeitraum an den jungen Baum abgegeben, erklärt die Verwaltung weiter. Ebenfalls Alt- und Großbäume erhalten nach Bedarf Wassersäcke mit einem Volumen von 1000 bis 1500 Liter Wasser.
So geht es weiter
„Eine fachgerechte Pflanzung ist nur der erste Schritt. Gerade in der Anwuchsphase müssen die jungen Bäume regelmäßig mit ausreichend Wasser versorgt werden“, erklärt Max Brandstetter, Fachagrarwirt für Baumpflege. Das Bauhofteam kontrolliert die Neupflanzungen und bewässert sie insbesondere während längerer Trockenperioden. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die jungen Bäume gut anwachsen und sich langfristig entwickeln können, erklärt die Stadt abschließend.