Zu Ehren des heiligen Mauritius: So wurde das Patrozinium in Hausach gefeiert

Bei guter Besucherresonanz fand der Gottesdienst auf dem Hausacher Klosterplatz statt.
RamsteinerDie Katholiken feierten am Sonntag ihr Patrozinium zu Ehren des heiligen Mauritius – und setzten damit ein Zeichen für Gemeinschaft und Frieden in bewegten Zeiten. „Wir feiern das Patrozinium in einer Welt der unruhigen Zeit mit dem Gefühl, dass selbst alte Bande und Gesellschaften auseinanderbrechen“, sagte Pfarrer Jürgen Grabetz zu Beginn des Festgottesdienstes auf dem Klosterplatz. Besonders wolle man deshalb um Zusammenhalt und Frieden beten.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Turmbläsermesse des Hausacher Komponisten Fridolin Limbacher geprägt. Der Kirchenchor, verstärkt durch Sänger aus Niederwasser und geleitet von Dorothea Eberhardt, meisterte die anspruchsvolle Messe mit Unterstützung eines Bläserquartetts der Stadtkapelle Hausach. Eine Verstärkeranlage unterstützte die Akustik unter freiem Himmel.
Die Messe lebt vom Wechselspiel zwischen Chor und Bläserquartett und bot sowohl musikalisch als auch liturgisch ein festliches Erlebnis. Die vier Bläser wechselten dabei immer wieder vom Chor zur Stadtkapelle, die den Festgottesdienst unter der Leitung von Raphael Janz ebenfalls mit Chorälen begleitete.
Das Fest konnte unter freiem Himmel gefeiert werden
Der Spätsommer zeigte sich am Vormittag noch einmal milde gestimmt, sodass das Patrozinium unter freiem Himmel gefeiert werden konnte. Pfarrer Grabetz zog mit Ministranten, Trachtenträgern und den Dorfer Erzbrüdern feierlich ein. In seiner Predigt stellte er den Bezug zum heiligen Mauritius her, einem Soldaten aus dem dritten Jahrhundert, der für seinen Glauben einstand und sich weigerte, Unrecht zu tun.
„Soldat sein, das kommt plötzlich wieder in unser Bewusstsein. Doch Soldaten Kriegstreiber zu nennen, ist falsch und respektlos: Das sind Menschen, die für uns und unsere Sicherheit ihren Kopf hinhalten“, betonte Grabetz. Die Botschaft des Mauritius sei heute aktueller denn je: „Genau hinhören, was Menschen uns weismachen wollen, prüfen, ob das gerecht und gut ist. Und wenn es schädlich ist, zu sagen: Nein, da machen wir nicht mit.“ Zusammenhalt sei wichtiger denn je, so der Pfarrer weiter: „Wo dieser zerstört wird, müssen wir aufstehen und sagen: Nein, so nicht.“
Nach dem feierlichen Gottesdienst leitete die Stadtkapelle mit dem „Badnerlied“ zum geselligen Teil über, bei dem die Gemeinde Gelegenheit hatte, den Zusammenhalt auch im Miteinander zu leben.