Wolfacher Gemeinderat
: Zukunft der Sporthalle ist weiter ungewiss

Eigentlich sollte der Rats beschließen, in welcher Höhe Gelder aus dem Sondervermögen in die Sanierung der Halle fließen sollen. Die Entscheidung wurde vertagt.
Von
Tobias Lupfer
Oberndorf
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Ob und in welcher Höhe Mittel des Sondervermögens in die Sanierung der Realschul-Sporthalle fließen, ist offen.

Stadt Wolfach

Nicht öffentlich hatte sich der Rat schon dafür ausgesprochen, einen Teil des Wolfacher Anteils am Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes in die Realschul-Sporthalle zu stecken. Am Mittwoch sollte es darum gehen, wie viel Sanierung man anstrebt. Doch: Die Frage ist vertagt. Bürgermeister Thomas Geppert hat den Punkt kurzfristig abgesetzt. Vor der Beratung über das eine soll der Rat zusätzliche Informationen über weitere anstehende Projekte erhalten. „Die Vorlage wäre heute Abend entscheidungsreif – egal, in welche Richtung“, resümierte Thomas Geppert. Dennoch habe er sich entschieden, den Punkt abzusetzen. „Es ist nichts im Feuer, was durch den Aufschub etwas verschlechtert.“

Entscheidung wurde kurzfristig vertagt

Der Entschluss sei in den letzten zwei, drei Tagen vor der Sitzung gediehen und „keine Kurzschlussreaktion“, so Geppert. Doch vertrat er die Ansicht, dass der Rat weitere Hintergrundinformationen haben solle, was sich im Haushalt noch anbahnt, ehe man darüber spricht, die 3,68 Millionen Euro aus dem Sondervermögen anzutasten. Wir haben im Haushalt unter anderem eine Planungsrate drin für die Konzeption Feuerwehrgerätehaus Kirnbach. Da waren wir über Monate im Austausch, deshalb ist auch noch nichts auf den Tisch gekommen.“ Jetzt aber sei man an einem Punkt, wo klar sei, was baulich gefordert und in einem vertretbaren Rahmen umsetzbar sei. Der Kostenrahmen dafür gehe „so Richtung 800.000 Euro. Das muss man einfach wissen.“

Zweites im Haushalt verankertes Projekt, das inzwischen planerisch fortgeschritten sei: die neue Halle für den Bauhof. In den „letzten paar Arbeitstagen“ habe man auch dazu „greifbare Rahmenbedingungen, was die Planung angeht“ erhalten.

Die Kosten gingen „in eine ziemlich vergleichbare Richtung“ zum Gerätehaus. Und abseits aller bisher angestoßenen Planung gebe es in der Festhalle erneut Nachholbedarf in Sachen Brandschutz: Die Verwaltung habe bei einer neuerlichen Prüfung neue Auflagen bekommen. „Auch da wird nochmal ein erklecklicher Batzen auf die Stadt zukommen. Das wissen wir seit Ende letzter Woche.“

Hinter jedem Projekt stünden Interessengruppen. „Wir müssen das, was wir haushalterisch vorantreiben, zumindest abbilden“, sagte Geppert. Wünsche gebe es „noch drei, vier weitere aus der Vereinswelt. Die halte ich jetzt mal unterm Deckel, weil wir öffentlich sind – sonst weckt man Begehrlichkeiten.“ Es sei „ein Stück weit sicher, dass wir an der Halle was machen. Aber den Umfang müssen wir unter den richtigen Vorzeichen diskutieren, natürlich auch öffentlich“, so Geppert.

Die Vorzeichen soll das Bauamt möglichst bis zur nächsten öffentlichen Sitzung am 8. Juli in Form einer Auflistung der anstehenden Projekte und der dafür zu erwartenden Kosten liefern. „Aus meiner Perspektive geht’s nicht anders, dass wir schon frühzeitig sagen müssen: 3,68 Millionen Euro – wie teilt man die auf?“

Weitere Projekte

In seiner Sondersitzung am 11. März hatte sich der Rat dem Grunde nach dafür ausgesprochen, einen Teil der bereitgestellten Sondermittel für größere Instandhaltungsarbeiten in der Sporthalle Wolfach einzusetzen, heißt es in der Beratungsvorlage. Darin hatte die Verwaltung zwei Varianten mit Kostenschätzungen skizziert: die reine Sanierung des Bodens, die in der Haushaltsberatung unter anderem von den Handballern der SG Gutach/Wolfach gewünscht wurde, für 314 815 Euro. Oder die Erneuerung des Bodens zusammen mit neuen Geräteraum-Toren sowie einem dann ebenfalls nötigen Prallschutz an den Wänden – 586 570 Euro in der Textil-Version, 643 975 Euro in der Holz-Version. Obendrein sollte entschieden werden, ob zusätzlich ein Zuschuss über die kommunale Sportstättenförderung in Höhe von 30 Prozent beantragt werden soll, über den im Mai/Juni 2027 entschieden wird.

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