Voller Terminkalender: Deshalb planen Oberwolfachs Narren schon für 2028

Die Narren hätten die kleine Grünfläche neben der Festhalle gern befestigt.
Müller- Oberwolfachs Vereine planen den Veranstaltungskalender 2027 – Treffen im „Hirschen“.
- Narren bereiten Narrentreffen 2028 vor und bitten alle Vereine um Unterstützung.
- Geplant sind 4000 Besucher, da Sicherheitsauflagen nach Besucherzahl Kosten erhöhen.
- Narren wollen Grünfläche an der Festhalle pflastern, um Zelt dort aufzubauen.
- Gemeinderat vertagt Entscheidung: Bestandsschutz bis 31. Dezember 2026, Meinungen gehen auseinander.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Feste, Sport, Glauben und Konzerte – Vereinsvertreter und Gemeindeverwaltung schnürten am Mittwoch im „Hirschen“ den Veranstaltungskalender 2027. Dabei gab’s auch schon einen ersten Ausblick auf eine Großveranstaltung 2028 sowie eine grundsätzliche Frage, die am Vorabend auch schon im Gemeinderat aufgeschlagen war.
77 Jahre Narrenvereinigung Oberwolfach sollen am 22. und 23. Januar 2028 gefeiert werden. „Da wollte ich alle Vereine ansprechen, weil die Narrenvereinigung das alleine nicht stemmen kann“, sagte Narrenmutter Martina Unger am Mittwoch. Zuletzt hatten die Narren 2017 zum 66-jährigen Bestehen Oberwolfach zum Narrennest gemacht. Damals hätten die Oberwolfacher Vereine Helfer gestellt, die Narrenvereinigung habe zentral den Einkauf übernommen, der Gewinn sei anschließend entsprechend den geleisteten Helferstunden aufgeteilt worden. „So stellen wir es uns vor, dass es wieder klappt“, so Unger. Wenngleich die Fete „ein bisschen kleiner als letztes Mal“ ausfallen soll: 2017 habe man mit 5000 Besuchern kalkuliert, am Ende seien es knapp 6000 geworden. „Jetzt wollen wir es mit 4000 machen.“ Grund seien die nach Besucherzahl gestaffelten Sicherheitsauflagen. „Das sind alles Kosten.“
Platz steht unter Bestandsschutz
Auch, aber längst nicht nur fürs Narrentreffen, brachte Unger am Mittwoch ein weiteres Anliegen vor, das die Grünfläche neben der Festhalle betrifft. „Die Narrenvereinigung hätte gern, dass dieser Platz gepflastert wird“, sagte Unger. Übernehmen würden die Narren das in Eigenregie. „Der Platz hätte mehr Wert, wenn er gepflastert wäre“, ergänzte die Narrenmutter. Zur Fasnet sei die Rasenfläche entweder von Schnee bedeckt oder so aufgeweicht, dass sie als Veranstaltungsfläche kaum nutzbar sei. „Es ist ein wahnsinniger Aufwand.“ Wäre der Platz gepflastert, könne das bisher vor der Sparkassen-Filiale aufgebaute Zelt, das unter anderem für den Wölfleball genutzt werde, künftig neben der Festhalle aufgebaut werden. Bis zum 31. Dezember 2026 habe der Platz ohnehin Bestandsschutz, betonte Bürgermeister Jürgen Nowak. Die Fläche sei im Zug des Sanierungsgebiets umgestaltet worden, eine Umgestaltung sei frühestens möglich, nachdem die entsprechende Satzung aufgehoben sei.
Unabhängig davon steht die Frage, ob man die Rasenfläche überhaupt pflastern sollte. Nowak: „Wir waren mit dem Gemeinderat draußen, da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Es ist ein erheblicher Eingriff.“ Der Rat habe das Thema am Dienstag vertagt, um zunächst ein Stimmungsbild der Vereinsvertreter einzuholen. „Grün ist immer schöner“, befand Wolfgang Welle, Vorsitzender des Angelvereins. „Ich gehe davon aus: Im Sommer muss man so einen Platz beschatten.“ Der Lindenplatz vor der Festhalle sei bereits komplett gepflastert. Welle sprach sich darum dafür aus, den Platz neben der Halle als Rasenfläche zu belassen. „Persönlich sehe ich’s ähnlich“, sagte Patrick Santos, Vorsitzender des SV Oberwolfach. Aus Vereinssicht, die Nowak aus der Runde erbat, tangiere die Platzgestaltung den SVO nicht. Annerose Dieterle, stellvertretende Vorsitzende der Landfrauen Wolfach/Oberwolfach, verwies auf die Stufe zum Platz, die eine Stolperfalle darstelle. Die würden die Narren beseitigen, so Unger: Werde gepflastert, solle eine ebene Fläche entstehen. Verständnis für das Anliegen der Narren, aber ebenso Unterstützung für Wolfgang Welles Standpunkt, gab es von den Vertretern des Zirkus Kaiser.
Ansprechpartnerin
Bürgermeister Nowak stellte Svenja Allgaier als „Ansprechpartnerin im Rathaus für alle Themen, die Vereine betreffen“, vor. Erreichbar ist sie telefonisch vormittags unter 07834/838323 sowie per E-Mail an sallgaier@oberwolfach.de. Den Reigen der Veranstaltungen wird am 6. Januar der SVO mit dem Dreikönigsturnier eröffnen. Gesetzt sind auch der „Zirkus Kaiser Spring Break“ am 16. Mai, das Jahreskonzert der „Wolftalspatzen“ am 25. Juni und das Jahreskonzert der Trachtenkapelle am 4. Dezember.
