Vandalismus in Wolfach: Wartehäuschen bleibt Sanierungsfall

Wie und wann das Wartehäuschen am Bahnhof instandgesetzt werden soll, steht aktuell nach wie vor nicht fest.
LupferZerstörungswut bescherte Bus- und Bahnfahrern in Wolfach einen wenig komfortablen Start ins Jahr. An den Konsequenzen hat sich seither sichtbar noch nichts verändert. Jugendliche aus einer achtköpfigen Gruppe sollen am 3. Januar fast alle Scheiben des Wartehäuschens eingeschlagen haben. Ein vom Bauhof montiertes Bretter-Provisorium sichert das Häuschen seither in Richtung Gleis ab.
Zuletzt berichteten wir im Februar über den Fall: Zwei 14 und 15 Jahre alte Jugendliche aus dem Kreis Freudenstadt hatte die Bundespolizei damals nach Auswertung von Videoaufnahmen einer Regionalbahn als maßgebliche Tatverdächtige identifiziert. Die provisorische Sicherung hatte die Stadt über den Bauhof übernommen, die Instandsetzung sollte aber Sache der Bahn sein. „Die Bahn ist in der Pflicht“, hatte der stellvertretende Bauamtsleiter Christoph Heizmann betont.
Anfängliche Kontaktversuche liefen ins Leere
Doch blieben die städtischen Kontaktversuche anfangs ungehört. Inzwischen ist man zumindest hinter den Kulissen weiter: „Wir sind in Verhandlungen mit der Stadt“, bestätigte eine Sprecherin der Bahn in Stuttgart am Mittwoch auf Nachfrage, ob und wenn ja, bis wann mit einer Sanierung oder gar dem kompletten Ersatz des betagten Häuschens zu rechnen ist. Bahn und Stadtverwaltung stellten gemeinsam Überlegungen an, wie es vor Ort weitergehe. Konkreter könne sie zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht werden – die Gespräche seien noch nicht abgeschlossen. Doch, so ließ sie durchblicken: „Da geht’s sicher um ein Gesamtbild.“
Vor einigen Jahren hatte die Stadt Wolfach die Reinigung des gesamten Areals übernommen, auch wenn das nach einem im Jahr 1993 geschlossenen gemeinsamen Vertrag eigentlich Sache der Bahn wäre. „Es geht grundsätzlich um die Nutzungsvereinbarung und um die Park-&-Ride-Anlage an sich“, sagte Christoph Heizmann am Mittwoch zu den laufenden Gesprächen mit der Bahn.
„Es geht auch darum: Wie verfährt man mit dem Wartehäuschen?“ Es gebe aber „noch kein finales Ergebnis“, stellte auch Heizmann abschließend fest. Abgesehen von gestalterischen und finanziellen Fragen ist damit auch noch völlig offen, wann sich für die Nutzer des Wartehäuschens konkret etwas ändern wird. Immerhin: Auf dem Abstellgleis steht das Thema rund um die Sanierung des Wartehäuschens trotz einiger ungleich größerer Projekte im Bahnkonzern offenbar nicht.