Thema im Gemeinderat
: Darum widersprechen Anwohner in Hornberg der Verkehrsstatistik

Anlieger der Talstraße zeigten sich bei der Ratssitzung in Hornberg nicht einverstanden mit den Ergebnissen der Verkehrsschau. Sie fordern unter anderem ein Überholverbot.
Von
Eveline Kern
Oberndorf
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Im Knotenbereich Viadukt wechselt der Gehweg in Richtung Bahnhof die Straßenseite – die 30er-Zone von der Kita her soll die Sicherheit erhöhen.

Kern

Anlieger der Talstraße im Hornberger Ortsteil Reichenbach setzen sich zur Wehr gegen das Ergebnis der im Juli abgewickelten Verkehrsschau. Sie übergaben in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch an Bürgermeister Marc Winzer ein Schreiben zur Weiterleitung an die Behörden.

Darin formulieren die Bürger ihr Unverständnis über die Ablehnung ihres Antrags. Die Anwohner hatten auf die Ausweisung eines Überholverbots und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer für den Streckenabschnitt vom Abzweig Schembach bis zur Spedition Lehmann gedrängt.

„Sind die Erfahrungen der Anwohner nicht so wichtig wie Statistiken?“, kritisierte die junge Mutter die in der Begründung unter anderem aufgeführte „unauffällige Unfalllage“. Es habe keinerlei Kontaktaufnahme zu ihnen gegeben.

Die Kreisstraße werde stark frequentiert und leide zudem stark unter dem Schwerlastverkehr und der damit verbundenen Lärmproblematik, wie Anlieger Hans Wöhrle auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte: „Die fahren halt nach dem Navi.“ Seiner Ansicht nach muss die Kreisstraße für den Durchgangsverkehr weniger attraktiv werden.

Bürgermeister Marc Winzer konnte die Sorgen der Bürger nachvollziehen und fand es ebenfalls nicht sehr glücklich, die Anwohner nicht angehört zu haben. Reichenbachs Ortsvorsteher Hermann Lehmann (CDU) sagte bei der Sitzung, dass der Schwerlastverkehr das Problem sei und die Bürger sich derzeit sammeln, um die Bedenken zu formulieren.

Bürger sammeln sich, um Bedenken zu formulieren

Weitere Ergebnisse der Verkehrsschau waren laut Winzer gemäß dem Protokoll des Landratsamts: Im Zuge der L 108 wird auf einer Strecke von etwa 900 Metern Länge von der Kita Don Bosco, Reichenbacher Straße 9, bis zum Fußgängerüberweg beim Bahnhof eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer ausgeschildert. Die Anordnung erfolgt zum Schutz von Fußgängern, insbesondere Kindern.

Berücksichtigt wurde die fehlende Fußgängerüberführung im Knotenbereich Viadukt, wo der Gehweg in Richtung Bahnhof die Straßenseite wechselt. Weiterhin wird im Bereich der B 33 von Landstraße 68 bis Bushaltestelle Abzweig Obergieß eine 70-Stundenkilometer-Zone ausgeschildert. Entlang der B 33 bis zur Bushaltestelle ist weder Fußweg noch Fußgängerüberführung vorhanden und dafür soll der Fußverkehrsbeauftragte des Regierungspräsidiums beauftragt werden, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Im Bereich Feiertaghof, Unterfall, Niedergießstraße wird ein Gefahrzeichen „Kurve“ angeordnet. Im Eingangsbereich der Sporthalle und hinter der Umfahrung in Richtung katholisches Kirchenzentrum wird eine Halteverbotsbeschilderung angebracht, um die Feuerwehrzufahrt zu sichern. Außerdem wird auf dem Wendehammer in der Speichermatte eine Parkverbotszone eingerichtet. Die dahinterliegenden drei Parkplätze werden ausgeschildert.

Fußgängerüberweg

Bürgermeister Marc Winzer informierte darüber, dass die Stadt Hornberg beim Landratsamt Ortenaukreis beantragt, die Einrichtung eines Fußgängerüberweges im Zuge der Reichenbacher Straße L 108, zwischen Straßerhof und Unterer Postwiese, zu prüfen. Im dortigen Bereich wechselt der Gehweg die Straßenseite.

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