Temperaturen im Hitzesommer: August verfehlte den Wetter-Rekord von 2003 nur knapp

Dank des prächtigen Sonnenwetters, war am 12. August die partielle Sonnenfinsternis für viele Bewohner und Gäste des Schwarzwaldes ein echter Höhepunkt.
FS-Foto- Der August 2026 war 3,8 Grad wärmer als der Mittelwert 1991–2020 und lag knapp unter 2003.
- Eine lange Hitzephase mit bis über 35 Grad prägte den Monat – ab dem 9. besonders stark.
- Am 28. kam es zu Starkregen, Gewitterböen und Hagel, vor allem in Südbaden und am Bodensee.
- Wolfach meldete 21,6 Grad Monatsmittel, 17 Hitzetage und 6 Extremtage bei 216,6 Sonnenstunden.
- Die Niederschläge summierten sich auf 78,4 Liter pro Quadratmeter und erreichten 73 Prozent des Solls.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit einer deutlich zu hohen Temperaturabweichung vom langjährigen Durchschnitt, einem vor allem in der ersten Monatshälfte weiter extremen Niederschlagsdefizit und einer erneut überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer, gehört der August 2026 zu den Spitzenmonaten der letzten Jahrzehnte. Bislang nur übertroffen vom August 2003.
Aus der Hitzewelle in den letzten Julitagen ging es Anfang August nahezu unverändert weiter, immer wieder zeigte das Thermometer Höchstwerte von mehr als 35 Grad an, nur kurzfristig senkte ab dem 4. August ein Gewittertief die Temperaturen auf knapp unter die 30-Grad-Marke. Der längste heiße Abschnitt folgte dann ab dem 9. mit einer Reihe von sehr heißen Tagen, erst am 17. August sorgte leichte Unbeständigkeit für einen Temperaturrückgang auf 25 Grad. Die folgenden Tage waren nun teilweise etwas wolkenreicher und seit Monatsbeginn auch mit mehr Niederschlag durchsetzt, was die extreme Trockenheit leicht abschwächte.
Beträchtliche Schäden in Südbaden und am Bodensee
Ausbleibender Regen erhöhte Waldbrandgefahr in der Region erheblich. In den Tagen zuvor stieg die Waldbrandgefahr ziemlich stark an, was die in der Region – insbesondere im mittleren Kinzigtal – ausgebrochenen Waldbrände unter Beweis stellten. Das letzte Augustdrittel war mit zwei Hitzetagen nun nicht mehr so heiß und brachte der hitzegeplagten Bevölkerung doch eine leichte Entlastung. Unterschiedlich heftig entlud sich am Vormittag des 28. August eine durchziehende Gewitterfront. Örtlicher Starkregen – in Wolfach 23 Liter pro Quadratmeter – und auch starke Gewitterböen und Hagelschlag, vor allem in Südbaden und in der Bodenseeregion, sorgten dort für beträchtliche Schäden.
Die Mitteltemperatur betrug im August in Wolfach für den gesamten August 21,6 Grad und lag damit um 3,8 Grad über dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020, erreichte aber letztlich nicht die Rekordabweichung von 2003, die damals noch um 0,4 Grad höher lag. In der Zahl der sogenannten Wüstentage, also mit Temperaturen von mindestens 35 Grad, wurde der August mit sechs Tagen ebenfalls vom noch extremeren August 2003 mit zehn Tagen auf den zweiten Platz verwiesen.

Zu heißt und zu trocken: Mit einer deutlich zu hohen Temperatur gehört der August dieses Jahres zu den Spitzenmonaten der vergangenen Jahrzehnte.
SchmalzFast zwei Drittel des Augusts waren mit einer Regenmenge von knapp 25 Liter pro Quadratmeter sehr niederschlagsarm, erst im letzten Monatsdrittel kam es zu zwei Niederschlagstagen mit Mengen um 20 Liter pro Quadratmeter.
Nicht ganz so regenarm wie erwartet
Dadurch war der August am Ende mit einer Gesamtmenge von 78,4 Liter pro Quadratmeter – was dann doch 73 Prozent des Regensolls entsprach – nicht mehr ganz so regenarm, wie zuerst noch erwartet wurde, und damit nasser als der Vergleichsmonat August 2003, in dem nur 28 Liter pro Quadratmeter gemessen worden waren. Durch etwas häufigere Wolkenfelder im letzten Augustdrittel wurde die Sonnenscheindauer etwas eingebremst, war aber mit 216,6 Stunden dennoch überdurchschnittlich.
Statistik für August
Monatsmittel: +21,6 Grad Abweichung: +3,8 Grad (Mittel 61-90 +5,0 Grad) Maximum: +37,8 Grad am 14. Minimum: +8,1 Grad am 23. Sommertage: 27 Tage (+11 Tage) Hitzetage: 17 Tage (+12 Tage) Extremtage: 6 Tage (+5 Tage) Niederschlagssumme: 78,4 Liter/qm (73 %) Größte Tagesmenge: 19,3 Liter/qm am 4.. Niederschlagstage: 13( -1 Tag) Sonnenscheindauer: 216,6 Stunden (104 %) Heitere Tage: 8 ( +3 Tage) Trübe Tage: 4 ( -6 Tage) Gewittertage: 2 Tage ( -1 Tage).