Schulentwicklung Wolfach
: So starten die ersten Schüler in den neuen Container-Klassenzimmern

Für den Zeitraum der Sanierung der Realschule muss unter anderem in zwei Container ausgewichen und unterrichtet werden.
Von
Tobias Lupfer
Oberndorf
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Schulleitung und Verwaltung stellten Einzelheiten zu den Containern am Montag vor.

Lupfer

Knapp sechs Monate sind seit der Auftragsvergabe des Wolfacher Gemeinderats für die Lieferung vergangen, nun wurde in den neuen Container-Klassenzimmern der Realschule erstmals unterrichtet. „Für die Schulentwicklung Wolfach ist es ein wichtiger Baustein“, sagte Bürgermeister Thomas Geppert bei der Vorstellung. Bis zum Ziel einer sanierten Schule ist es aber noch ein weiter Weg.

Das alles in allem rund 400 000 Euro teure Projekt sei ein Bekenntnis zur Realschule und ihrer Vierzügigkeit, betonte Geppert. Jugendliche aus dem gesamten Mittleren Kinzigtal besuchen die Wolfacher Schule. „Der Name bürgt für was.“

Die Außenarbeiten lägen in den letzten Zügen

Die beiden Modul-Klassenräume, die die Stadt auf Beschluss des Gemeinderats gekauft hat, seien parallel zur laufenden Sanierung der Herlinsbachschule ein klares Signal in Richtung Realschule. Auch wenn es noch acht bis zehn Jahre dauern werde, bis auch an der Realschule baulich etwas vorangehen könne.

„Die Lieferung war eine Punktlandung“, sagte Geppert. Die Außenarbeiten lägen in den letzten Zügen. Dass die Klassenzimmer nun zum Start in die dritte Woche des Schuljahrs einsatzbereit seien sei „ein tolles Ergebnis“.

Mit dem Bau der Fundamente und der Lieferung der Container allein sei es nicht getan gewesen, resümierte Bauamtsleiter Josef Vetterer: „Es gibt dann immer gleich einen Wust an Technik.“ Die nötigen Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom hätten sich am Standort in nächster Nähe zum Hauptgebäude aber relativ einfach realisieren lassen. Beheizt – und im Sommer gekühlt – werden die Container über Wärmepumpen.

Im Zuge der Sanierung fielen unter anderem die Küchen weg

„Es sind zwei angenehme Räumlichkeiten geworden“, so Vetterer. Auch Schulleiter Steffen Stötzel freute sich über die modernen, hellen Räume, die „in einem sportlichen Zeitraum“ realisiert worden seien. „Ein großer erster Schritt. Aber ich fürchte, es müssen noch weitere folgen.“

Im Zug der Sanierung der Herlinsbachschule fielen unter anderem die Küchen weg, die es für den Unterricht brauche. An Sanierung und Erweiterung der Realschule im zweiten Schritt des Schulentwicklungskonzepts führen für Stötzel auch darum weiter kein Weg vorbei: „Ich freue mich, wenn allen klar ist, dass das ansteht.“

Die Räumlichkeiten werden ausgereizt

Die zwei Außenklassenzimmer, wie die Container schulintern genannt werden, werden von zwei neunten Klassen genutzt. „Wir waren jetzt völlig ausgereizt, was die Räumlichkeiten angeht“, hob Stötzel hervor. Im vergangenen Schuljahr sei man in zwei Stufen dreizügig gewesen, mit Start des neuen Schuljahrs sei die fünfte Klasse wieder vierzügig.

Im Hinblick auf die angedachte Sanierung der Realschule sei die Vierzügigkeit der Schule von Vorteil, weil auch ein entsprechendes Raumprogramm gefördert werde. „Das ist dann immer noch nicht überdimensioniert“, so Geppert.

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