Reichenbacher Straße: Darum sorgt die Sperrung in Hornberg für Verwirrung

Bis voraussichtlich Montag bleibt die Straße gesperrt.
KernIn Hornberg ist bis voraussichtlich Montag die Reichenbacher Straße ab Viadukt bis zur Terrassenwohnanlage komplett gesperrt. Eine Umleitung führt über die Post- und Rebbergstraße sowie Mühlenpeterweg. Die notwendige Sperrung hat die Stadt kalt erwischt. Die ausführende Firma beendet eine Baumaßnahme, ohne dies zuvor mit der Stadt abgesprochen zu haben.
Die Öffentlichkeit wird laut Bürgermeister Marc Winzer mit den zu Gebote stehenden Mitteln wie unter anderem den sozialen Medien und der Homepage auf dem Laufenden gehalten.
„Das ist eine ungute Geschichte“, kommentierte Winzer die Situation, auch im Hinblick auf die monatelange Planung. In Absprache mit dem Landratsamt wurde als Ausweichstrecke die oben genannte Umleitung geöffnet. Bei der Sondersitzung des Gemeinderates am Mittwochabend hatte Jessica Wälde (FW) das Thema angesprochen, weil ihr ratlose Autofahrer am Kriegerdenkmal aufgefallen waren. „Sie wussten nicht, wohin“, so Wälde. Die ausgeschilderte Umleitung sei unzureichend.
Mangelnde Kommunikation seitens der Baufirma
Die überörtliche Umleitung sei Sache des Landratsamtes und von dort angeordnet, informierte Stadtbaumeisterin Pia Moser. Die mangelnde Kommunikation seitens der ausführenden Firma, aufgrund deren Arbeiten am Viadukt die Reichenbacher Straße gesperrt werden musste, sorgte für Unmut bei den Gemeinderäten. „Wir bekommen den Frust der Bürger ab und es wird auch heißen: ‚typisch Rathaus‘“, merkte Fritz Wöhrle (FW) verärgert an.
Ratskollege Bernd Laages (SPD) kritisierte die unzureichende Absprache ebenfalls. Zudem sei die Verkehrslage in der Rebbergstraße chaotisch, weil etliche Autofahrer viel zu schnell unterwegs sind. Das sei sehr gefährlich für die dort wohnenden Kinder, bestätigte ein in der Sitzung anwesender Anwohner.
Fahrzeuge sollen aus dem öffentlichen Verkehrsraum entfernt werden
Insbesondere der Abschnitt bei Hausnummer 20 soll mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer entschärft werden. Es wird an die Anlieger appelliert, aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens die Fahrzeuge aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen, um Beschädigungen zu vermeiden. Auch bei dem weiteren Fortgang der Sanierungsarbeiten wird Kommunikation besonders wichtig sein, betonte Winzer. „Die innerörtliche Baustelle wird wandern“, so der Bürgermeister.
Diffizil werde für die Anwohner im Schondelgrund unter anderem der Abschnitt Postwiese. Die Stadt bitte um Geduld und Toleranz für die Einschränkungen, die belasten und mit Ärger verbunden sind. Der Lohn wird die anschließende geringere Lärmbelästigung sein, meinte Winzer. Klar sei indes bereits, dass die Arbeitskolonne der Firma ergänzt werden muss, um im Zeitplan zu bleiben. Das bestätigte Stadtbaumeisterin Pia Moser auf Anfrage von Hermann Lehmann (CDU), der die Einhaltung des Zeitrahmens von drei Wochen anzweifelte.
Perspektivisch soll klargestellt werden, dass die Rebbergstraße eine Anliegerstraße ist. Dazu empfahl Jessica Wälde (FW), nach der Baumaßnahme das zuständige Polizeirevier um Anliegerkontrollen zu bitten.
So geht es weiter
Anfang kommender Woche soll wie geplant im Zuge des zweiten Bauabschnitts der Sanierung der L 108 eine Vollsperrung zwischen Kriegerdenkmal und Postwiese erfolgen. In diesem Bereich wird die Reichenbacher Straße in einigen Bereichen ausgekoffert und im Anschluss wieder befahrbar hergestellt. Eine Zufahrt zur Postwiese, Speichermatte, und Schondelgrund sowie Oberbergklinik ist in dieser Zeit nur von Westen her aus Hornberg möglich. Dazu wird eine Behelfszufahrt über die Postwiese eingerichtet. Eine überörtliche Umleitung des Verkehrs ist vom Landratsamt veranlasst.