Projekt des Försters: Der Waldbestand wird in Hornberg umgebaut, um Gefahren zu vermeiden

Hier sind einige Bäume gefällt worden,so dass die darunter liegenden Häuser sicher sind.
Landratsamt- Hornberg baut seit mehr als 15 Jahren Waldbestände nahe Bebauung schrittweise um.
- Ziel ist Schutz vor Sturmschäden und mehr Licht in Wohnbereichen im engen Gutachtal.
- Hohe Nadelbäume weichen niedrigeren Laubwäldern als Niederwald – bisher über 60 Hektar.
- Anwohner reagieren überwiegend positiv, Pflege ist jedoch kostenintensiv.
- Trotz Kosten schreibt der Stadtwald dank stabiler Holzpreise Gewinne bei rund 7.860 Festmetern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Höhe und dichte Nadelwaldbestände prägen vielerorts das Bild des Schwarzwalds. Reichen sie bis unmittelbar an Ortschaften heran, können sie bei Sturm, Trockenheit und anderen Extremwetterereignissen zum Risiko werden.
„Im Stadtwald Hornberg gibt es solche Situationen an mehreren Stellen“, berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung. „Deshalb werden Waldbestände in der Nähe von Wohnhäusern, Straßen und Talsohlen seit mehr als 15 Jahren schrittweise umgebaut. Hohe Nadelbaumbestände werden dabei in niedrigere, stärker von Laubbäumen geprägte Waldbereiche überführt.“
Förster Martin Flach hat das Projekt im Stadtwald Hornberg initiiert. Der Wald bleibt dabei Wald, wird in den Bereichen nahe der Bebauung, an Straßen und in Talsohlen aber als sogenannter Niederwald anders bewirtschaftet. Wo früher bis zu 50 Meter hohe Tannen oder Douglasien standen, wachsen künftig überwiegend Laubbäume auf 15 bis 20 Meter Höhe heran.
Der Forst wirkt auch optisch weniger bedrohlich
Das verringert die Risiken durch umstürzende oder abbrechende Bäume und verbessert zugleich die Belichtung angrenzender Wohnbereiche, insbesondere in den Wintermonaten im engen Gutachtal. Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Mittlerweile umfassen die Flächen im Stadtwald Hornberg mehr als 60 Hektar. Bei jedem Eingriff wird der Anteil an Laubholz erhöht und der Bestand damit strukturreicher und anpassungsfähiger.
„Insgesamt wirkt der Wald dadurch weniger dunkel und bedrohlich, das Tal geöffneter“, erzählt Flach. Nach seinen Erfahrungen stehen die Anwohner den Maßnahmen größtenteils sehr positiv gegenüber. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Herstellung und Pflege der Niederwälder sehr kostenintensiv ist, da in regelmäßigen Abständen ein Eingriff notwendig wird“, erläutert Mario Herz, Leiter des Forstbezirks Wolfach.
Dennoch konnte im Stadtwald bislang jedes Jahr ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet werden, sodass Stadtverwaltung und Gemeinderat die notwendigen Pflegekosten stets mitgetragen haben. Die Maßnahmen sind eine langfristige Investition in einen klimastabileren und anpassungsfähigeren Wald, betont das Landratsamt.
Wald wirft Gewinn ab
Der Hornberger Stadtwald wirtschaftet trotz hoher Kosten für den Waldumbau lukrativ. Aufgrund stabiler Holzpreise verzeichnete der Kommunalwald zuletzt ein deutliches Plus bei einem jährlichen Holzeinschlag von rund 7.860 Festmetern.