Prägende Pädagogen in Wolfach
: Sechs Abschiede aus dem Kollegium auf einmal

„Like Ice in the Sunshine – das Kollegium schmilzt“, sang der Lehrerchor der Beruflichen Schulen Wolfach in der Aula. Tatsächlich bricht für das Kollegium  fast ein komplettes Jahrhundert Erfahrung weg.
Von
Tobias Lupfer
Wolfach
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„Like Ice in the Sunshine – das Kollegium schmilzt“, sang der Lehrerchor der Beruflichen Schulen  Wolfach in der Aula.   Tatsächlich  bricht für das Kollegium mit  sechs Abgängern fast ein komplettes Jahrhundert Erfahrung weg.

„Like Ice in the Sunshine – das Kollegium schmilzt“, sang der Lehrerchor der Beruflichen Schulen Wolfach in der Aula. Tatsächlich bricht für das Kollegium mit sechs Abgängern fast ein komplettes Jahrhundert Erfahrung weg.

Lupfer
  • Sechs Lehrkräfte verabschiedet – fast ein Jahrhundert Erfahrung geht dem Kollegium verloren.
  • Holger Mai (22 Jahre) und Bernd Bühler (25 Jahre) gehen in den Ruhestand, Mai zuvor ins Sabbatjahr.
  • Barbara Baumann beendet nach 35 Jahren in Wolfach ihre Arbeit als stellvertretende Schulleiterin.
  • Reden betonen Einsatz, Geduld und Kooperationen; Baumann erhält Standing Ovations.
  • Hinweis für Bewerber: Am Beruflichen Gymnasium, Berufskolleg und der Berufsfachschule gibt es Plätze.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf insgesamt 99 Jahre an den Beruflichen Schulen Wolfach brachten es die sechs verabschiedeten Lehrerinnen und Lehrer – die Spitzenreiter Holger Mai (22 Jahre), Bernd Bühler (25 Jahre) und Barbara Baumann (35 Jahre) machten davon allein 82 Jahre aus. Für Bühler und Baumann beginnen mit den Sommerferien der Ruhestand. Mai nimmt zunächst ein Sabbatjahr, bevor er in den Ruhestand geht.

Ein bisschen feierliche Stimmung sei in den vergangenen Wochen in den Schulbetrieb eingekehrt, bilanzierte Schulleiterin Anke Weinmann. Ihren „krönenden Abschluss“ finde sie in der Abschiedsfeier. Zu den Beruflichen Schulen hatte der ausgebildete Bauzeichner Holger Mai schon mit 20 Jahren eine besondere Beziehung. „Als Bauleiter für unseren sogenannten Neubau – ist schon eine Weile her.“

Ein Wirtschaftsingenieurstudium, einige Jahre als Ingenieur und weitere Jahre in der Selbstständigkeit folgten. Schließlich bewarb er sich 2004 auf eine Stelle an den Beruflichen Schulen. Aus Mais „wilder Zeit“ als Selbstständiger, in der er mit vielen Firmen zu tun hatte, seien viele Kooperationen entstanden. „Von all diesen Kontakten haben wir als Schule profitiert.“ Der zweite Metaller, den das „Heavy-Metal-Team“ ziehen lassen musste, ist Bernd Bühler. Als 15-Jähriger absolvierte er eine Ausbildung zum Stahlformenbauer bei Hansgrohe.

Leidenschaft, Flexibilität und menschliche Größe machten sie aus

Von 1977 bis 2000 war er dort tätig und legte in den 1980er-Jahren die Meisterprüfung ab. Im Januar 2001 trat er in den Schuldienst ein. Abteilungsleiter Alexander Haas lobte Bühlers „absolute Zuverlässigkeit“ und betonte: „Die Geduld, die du mit den Schülern, aber auch uns Kollegen an den Tag gelegt hast, war immer kennzeichnend.“ Personalratsvorsitzende Vera Vollmer ergänzte: „Mit euch beiden verliert unsere Schule einen riesigen Erfahrungsschatz. Zwei Kollegen, die man immer gern um sich hatte.“ Mai blickte zufrieden auf „22 Jahre, die ich nicht nur ausgehalten habe, sondern die tatsächlich auch Spaß gemacht haben“.

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Und auch Bühler betonte: „Die 25 Jahre waren für mich viel mehr als ein Job.“ Es sei stets um die Schüler gegangen und darum, nach einem Fehlstart neu zu starten: „Nicht locker lassen, das Ganze durchziehen, auch wenn’s mal anstrengend wird.“ „Was als temporäre Lösung begann, wurde für Sie zur Lebensaufgabe“, sagte Alfred Hansen, Regionalreferent des Regierungspräsidiums Freiburg für die Beruflichen Schulen, mit Blick auf Barbara Baumanns 35 Jahre in Wolfach. „Hier an Ihrer Schule setzten Sie Maßstäbe für Einsatzbereitschaft.“ Hansen dankte der stellvertretenden Schulleiterin für ihre Leidenschaft, Flexibilität, menschliche Größe „und dafür, dass Sie den Beruflichen Schulen Wolfach ein Gesicht gegeben haben“ und versicherte: „Ihre Spuren bleiben.“

„Dieser Abschied ist mit großer Dankbarkeit, aber auch mit viel Freude auf das Kommende verbunden“, sagte Baumann. Kein Tag habe dem anderen geglichen, jeder Schülerjahrgang habe eine eigene Dynamik gehabt. „Schule besteht nicht nur aus Gebäuden, Stundenplänen und Verordnungen – Schule lebt von den Menschen, die sie gestalten.“ Sie dankte den Kollegen: „Gemeinsam haben wir viele Herausforderungen gemeistert.“ Mit Standing Ovations verabschiedeten ihre Wegbegleiter Barbara Baumann. Sie gehe mit dem Gefühl, dass aus der guten gemeinsamen Arbeit etwas bleibe: „Denn Schule ist immer Zukunft – und genau das macht sie besonders.“

Es gibt noch freie Plätze

Die Beruflichen Schulen Wolfach bieten das Berufliche Gymnasium (mit den Profilen Sozialwissenschaften und Technik/Mechatronik), das Berufskolleg sowie die Berufsfachschule an. Für das kommende Schuljahr sind laut der Homepage noch Anmeldungen möglich.