Meisterschaft in Österreich
: Kegelteam mit Wolfacher Trainer holt Gold bei der WM

Axel Schondelmaier aus Kirnbach hat die deutsche U23-Nationalmannschaft der Sportkegler bei den Weltmeisterschaften in Österreich zum Titel geführt.
Von
red/ld
Oberndorf
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Axel Schondelmaier (rechts) trainert die U23-Nationalmannschaft.

DKB

Der Kirnbacher Axel Schondelmaier wird als Cheftrainer der deutschen U23-Nationalmannschaft Weltmeister in Schwaz. Für Axel Schondelmaier aus Kirnbach wurde bei den U23-Weltmeisterschaften der Sportkegler im österreichischen Schwaz ein Traum Wirklichkeit. Als Cheftrainer führte er die deutsche U23-Nationalmannschaft der Männer zum Gewinn der Goldmedaille – und schloss damit einen ganz besonderen Kreis.

Vor 25 Jahren krönte sich Axel Schondelmaier als Spieler der deutschen U23-Nationalmannschaft selbst zum Weltmeister. Ein Vierteljahrhundert später durfte er diesen Erfolg erneut erleben – diesmal als Cheftrainer. Mit viel Fachwissen, Erfahrung und Leidenschaft formte er eine Mannschaft, die in Schwaz über sich hinauswuchs.

Mannschaftswettbewerb als Höhepunkt des Turniers

Die Voraussetzungen waren alles andere als einfach. Mit Tim Radina, Raven Michel, Alex Karl, Fabian Zimmermann, Jonas Bähr, Justin Moshacke und Silvan Meinunger schickte Deutschland ein talentiertes Team ins Rennen. Gleichzeitig war der Druck groß, schließlich galt es, den Weltmeistertitel aus dem Jahr 2024 zu verteidigen. Unter der Führung von Axel Schondelmaier und Co-Trainer Manuel Hopfe entwickelte sich die Mannschaft während des Turniers zu einer geschlossenen Einheit, die in den entscheidenden Momenten ihre ganze Stärke zeigte.

Der Höhepunkt folgte im Mannschaftswettbewerb. In einem spannenden Finale entwickelte sich ein packendes Duell zwischen Deutschland und der Slowakei. Lange Zeit schien das Pendel zugunsten der Slowaken auszuschlagen. Die Goldmedaille rückte für das deutsche Team in weite Ferne.

Doch dann kam der große Auftritt von Schlussspieler Raven Michel. Im letzten Abräumen bewies der Wernburger außergewöhnliche Nervenstärke. Bahn um Bahn kämpfte er sich heran, machte entscheidende Kegel gut und brachte Deutschland zurück ins Rennen. Als es darauf ankam, drehte er das Duell gegen seinen slowakischen Kontrahenten und riss das Ruder noch einmal herum. In einem packenden Wettbewerb sicherte er der deutschen Mannschaft die Goldmedaille – denkbar knapp vor der Slowakei.

Mannschaft wuchs durch das Turnier zusammen

Als der letzte Wurf gefallen war, lag sich die gesamte Mannschaft in den Armen. Für Axel Schondelmaier war es ein ganz besonderer Moment. Der ehemalige Weltklassespieler, der selbst zahlreiche internationale Erfolge feiern durfte, erlebte nun einen der emotionalsten Triumphe seiner sportlichen Laufbahn.

Dieser Titel bedeute für ihn weit mehr als nur eine weitere Goldmedaille. Er sei die Bestätigung jahrelanger Arbeit und zugleich der Beweis, dass Erfahrung, Leidenschaft und Vertrauen junge Talente zu Höchstleistungen führen können, heißt es weiter. Die Bilder aus Schwaz zeigten eindrucksvoll, wie eng die Mannschaft zusammengewachsen war und wie groß die Freude über den gemeinsamen Erfolg ausfiel.

Die deutsche U23-Nationalmannschaft habe bei dieser Weltmeisterschaft bewiesen, welches Potenzial im deutschen Kegelsport steckt. Für den Wolfacher Axel Schondelmaier aber war dieser Erfolg noch etwas mehr: die Erfüllung eines lang gehegten Traums. Vor 25 Jahren stand er selbst als junger Spieler ganz oben auf dem Siegerpodest, nun führte er die nächste Generation Sportkegler zum Weltmeister-Gold.

Axel Schondelmaier

1988 begann Schondelmaier seine Karriere bei seinem Ausbildungsverein SKC Wolfach. 2000 wechselte er zum damaligen Zweitligisten SKC Unterharmersbach. 2002 ging es für ihn weiter beim SKC Stolzer Kranz Walldorf, der damals auch in der zweiten Bundesliga spielte. Er gewann insgesamt sieben WM-Medaillen bei den Männern.

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