Literaturfestival in Hausach
: Mit diesem Programm geht der Leselenz in seine 28. Auflage

Der Hausacher Leselenz startet am Donnerstag in seine 28. Auflage. Das Motto „Poesie jenseits des Buchs“ nimmt Poesie aus Flandern und den Niederlanden in den Blick.
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(red/cr)
Oberndorf
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Es stehen wieder zahlreiche Lesungen auf dem Leselenz-Programm (Archivfoto).

Störr

Treffpunkt von Weltliteratur wird Hausach als Kulturhauptstadt des ländlichen Raums ab Donnerstag, 17. Juli, wieder. Denn dann ist wieder Leselenz – und zwar schon zum 28. Mal. Seit 2021 findet dieser in zwei Teilen statt. Seitdem gibt es einen Sommer- und einen Herbstlenz.

Gastsprache des diesjährigen Sommerlenzes ist Niederländisch. „Die niederländischsprachige Literatur, insbesondere die Poesie aus Flandern und den Niederlanden, entfaltet sich nicht nur zwischen Buchdeckeln oder in traditionellen Lesungsformaten, sondern sucht aktiv den Kontakt zur breiten Öffentlichkeit“, heißt es im Programm.

Dies sei auch der Grund, warum die Poesie dort im öffentlichen Raum präsenter ist als hierzulande. „Poëzie buiten het boek“ (Poesie jenseits des Buchs) habe bei der Auswahl der Autoren als Konzept gedient. Konkret bedeutet das, dass zum Beispiel die Dichterin, Essayistin und Romanautorin Marjolijn van Heemstra – ehemalige Hausdichterin der European Space Agency (ESA) – zu einer Nachtwanderung ein, die sie normalerweise in Amsterdam durchführt.

Poetin führt durch die Nacht

Auch wird die flämische Dichterin Lies Van Gasse bei der Eröffnung des Festivals ein Graphic Poem entstehen lassen. Maud Vanhauwaert gewährt Einblicke in die multilingualen Projekte, die sie während ihrer Zeit als Stadtdichterin in Antwerpen realisiert hat und bringt einen ‚Ableger‘ davon zum Leselenz mit. Aber auch sonst hat der Leselenz einiges zu bieten.

Donnerstag, 17. Juli: Der Leselenz beginnt dieses Mal mit „dusking“, einer literarischen Wanderung zum Fuggishof im Breitrenbach. Die Tour mit Marjolijn van Heemstra startet um 18 Uhr am Schlossberg, Treffpunkt ist die Burgruine Husen. Eine Reservierung ist dringend erforderlich, da für das literarische Entrée zur Begrüßung der Gastsprache ausschließlich 30 Plätze zur Verfügung stehen. Wer teilnehmen möchte, meldet sich per E-Mail an info@leselenz.com.

Freitag, 18. Juli: Die offizielle Eröffnung des 28. Hausacher Leselenzes unter dem Motto „poëzie buiten het boek – „Poesie jenseits des Buchs“ ist am Freitag, 18. Juli, um 20 Uhr in der Stadthalle. Dabei sind Lies Van Gasse, Marjolijn van Heemstra und Maud Vanhauwaert.

Samstag, 19. Juli: Leselenz trifft Stadtkapelle heißt es am Samstag, 19. Juli, von 9.30 bis 10.30 Uhr auf dem Klosterplatz. Besucher erwartet Lyrik und symphonische Blasmusik. „Vom poetischen Wort I und Versopolis“ stehen von 11 bis 14 Uhr in der Hausacher Mediathek auf dem Programm.

Literatur aus Tschechien

Dabei sind bei ersterem Maria Borio, Tom Schulz und Tug˘çe Tekhanlı. Als Gäste für „Versopolis“ sind Iryna Tsilyk und Maud Vanhauwaert eingeladen. Bereits eine Stunde später steht in der Stadthalle „Schreib mal drüber nach“ an, die Werkstattbühne des Leselenzes. Studenten der Universität Tübingen und des Studios für Literatur und Theater präsentieren sich und ihre Werke.

Von 17 bis 18 Uhr ist tschechische Literatur zu Gast im Mostmaierhof. Vratislav Manák „Der Tod der alten Jungfrau“ von Vratislav Manák steht auf dem Programm. „Ins Erzählen eingehört I“ mit Raoul de Jong folgt von 20 bis 21 Uhr in der Stadthalle; „Vom poetischen Wort II ist von 21.30 bis 24 Uhr in der Stadthalle „Die lange Nacht der Poesie“. Wer dann noch Energie hat, kann bei Musik und Tanz ab 24 Uhr seine restliche Power los werden.

Sonntag, 20. Juli: Der Leselenz-Sonntag startet von 11 bis 12.30 Uhr mit der „Matinee – Ins Erzählen eingehört II“ in der Hausacher Stadthalle. Dabei sind Arne Rautenberg und Annelies Verbeke. Am gleiche Ort folgt von 14 bis 15 Uhr „Überseezungen“ mit Annette Wunschel. Um die „Politsache Buch“ geht es im Rathaus von 16 bis 17 Uhr. Die „Weltlese“ steht um 20 Uhr in der Stadthalle an.

Montag, 21. Juli: Österreichische Literatur ist bei „Ins Erzählen eingehört III“ zu Gast, und zwar um 20 Uhr in der Stadthalle. Es liest Sharon Dodua Otoo.

Mittwoch, und Donnerstag, 23. und 24. Juli: „Homo Empathicus“ steht an diesen beiden Tagen jeweils um 20 Uhr in der Stadthalle mit der großen Theater-AG Robert-Gerwig-Gymnasiums auf dem Programm. „Homo Empathicus“ von Rebekka Kricheldorf wurde laut dem Programmheft des Leselenzes 2014 uraufgeführt.

Dieses Schuljahr sind in der AG circa 18 Schüler aus den Klassenstufen acht bis elf vertreten. „Homo Empathicus“ spielt in einer zugunsten des Allgemeinwohls an engen Vorgaben orientierten Gesellschaftsordnung, in der die offen ausgelebte Harmonie aller Bürger im Vordergrund steht. Das eigentlich zeitlose Bühnenstück besticht durch seine hochaktuelle Thematik sowie soziokulturelle Brisanz.

Am 23. Juli beginnt außerdem die neue Reihe „Leselenz unterwegs“. Dabei treffen sich die Teilnehmer außerhalb Hasachs. So kommen sie um 20 Uhr in Waldkirch im Orgelbauersaal zusammen. Einen Tag später ist um 20 Uhr die Orangerie in Lahr Treffpunkt.

Leselenz für Kinder

Von Donnerstag bis Mittwoch, , 17. bis 23. Juli findet an den Schulen in Hausach, dem Kinzigtal und der gesamten Ortenau und darüber hinaus außerdem „kinderleicht und lesejung“ statt. Jugendlichen und Kindern werden Lesungen und literarische Werkstätten geboten.

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