Literaturtage in Gutacher Museum: Begegnungen mit Wort und Ton

Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof veranstaltet am 28. Juni einen besonderen Literaturtag.
HaasZum besonderen Literaturtag lädt das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof am Sonntag, 28. Juni, ein. Unter dem Motto „Begegnungen: Der Schwarzwald, wie er im Buche steht“ dreht sich alles um regionale Geschichten, Dialekt und die Vielfalt literarischer Stimmen aus dem Schwarzwald.
Den Auftakt bildet laut einer Mitteilung ab 11 Uhr ein literarisch-musikalisches Programm mit der Autorin Carola Horstmann und der Liedermacherin Elena Seeger auf dem Dachboden des Falkenhofs. Horstmann, die sich für die Muettersproch-Gsellschaft im Gutach-, Wolf- und Kinzigtal engagiert, präsentiert alemannische Texte und Gedichte. Ihr gegenüber steht die freischaffende Liedermacherin und Künstlerin Elena Seeger, die mit ihren Liedern und Texten in schwäbischer Mundart begeistert. Im Wechsel von Wort und Musik entsteht ein lebendiger Dialog zwischen zwei südwestdeutschen Sprachwelten.
Der Fokus liegt auf regionalen Literaten
Regionale Autorinnen und Autoren laden im Anschluss an verschiedenen Orten im Museum zu Begegnungen mit ihren Werken ein. Carola Horstmann präsentiert ab 13 Uhr in der Stube des Falkenhofs Poetisches auf Alemannisch. Michael Paul ist ab 14 Uhr in der Stube des Lorenzenhofs zu Gast. In seinem Roman „Rauch überm Land“ erzählt er die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen dem jüdischen Unternehmer Ernest Feist, Gründer der Roth-Händle-Zigarettenfabrik in Lahr, und dem Tabakunternehmer Philipp F. Reemtsma. Vor dem Hintergrund der bewegten deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts entfaltet sich ein ebenso spannendes wie berührendes Panorama über Freundschaft, Loyalität und Menschlichkeit.
Mit seinem Roman „Katharinas Schwarzwald Sommer“ entführt Elmar Langenbacher die Besucher ab 15 Uhr in der Stube des Vogtsbauernhofs in die faszinierende Landschaft des Schwarzwalds. Im Mittelpunkt steht Katharina, die nach Jahren in der Ferne in ihre Heimat am Fuße des Feldbergs zurückblickt und zwischen Fernweh und Heimweh ihren eigenen Lebensweg neu hinterfragt. Die berührende Erzählung verbindet persönliche Schicksale mit den Schönheiten des Schwarzwalds und ist weit mehr als eine klassische Liebesgeschichte. Eine neue Stimme der Schwarzwälder Literaturszene stellt sich mit Andreas Hör ab 16 Uhr in der Stube des Hippenseppenhofs vor. In seinem Roman „Was ich sehen kann“ erzählt er die Geschichte des jungen Matti, der auf einem Schwarzwaldhof aufwächst und über eine besondere Gabe verfügt: Er kann spüren, was in anderen Menschen vorgeht, und Ereignisse vorausahnen. Als er versucht, seiner Jugendfreundin Leni beizustehen, wird ihm diese Fähigkeit schließlich zum Verhängnis. In der Offenen Werkstatt können Familien von 11 bis 16 Uhr ihre eigene Kuckuckspfeife bauen.
Abschluss mit Andacht
Den Abschluss des Literaturtags bildet ab 17 Uhr die „Stille Zeit“ zum Thema „verbunden – getragen – zum Ziel“. Museumspfarrer Hans-Michael Uhl und Diakonin Susanne Bühler gestalten die Andacht gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen der Kaufmännischen Schulen Hausach. Im Mittelpunkt stehen Gedanken darüber, wie Menschen im „Strom des Lebens“ Orientierung finden und Herausforderungen bewältigen können.