Kampfsportzentrum Kinzigtal
: Berhan Keles formt in Hausach Deutsche Meister, Europa- und Weltmeister

Vom einstigen Kampfsportkind zum Headcoach des Hausacher Kampfsportzentrums: Berhan Keles ist sportlicher Leiter des Kampfsportzentrums Kinzigtal.
Von
Claudia Ramsteiner
Hausach
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Berhan Keles ist und bleibt der sportliche Leiter des Kampfsportzentrums Kinzigtal, dessen kaufmännische Leitung seine Mutter Daniela Foltzer übernommen hat.

Berhan Keles ist und bleibt der sportliche Leiter des Kampfsportzentrums Kinzigtal, dessen kaufmännische Leitung seine Mutter Daniela Foltzer übernommen hat.

Claudia Ramsteiner
  • Berhan Keles leitet als Headcoach das Kampfsportzentrum Kinzigtal in Hausach.
  • Er formt Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister – der Fokus liegt auf Disziplin.
  • Seine Mutter Daniela Foltzer führt die kaufmännische Leitung, er bleibt sportlicher Chef.
  • Rund 150 Sportler von vier bis 72 Jahren trainieren dort, viele Kinder gewinnen Selbstvertrauen.
  • Wettkämpfer trainiert er härter – Vorbereitungen auf die nächste Weltmeisterschaft starten nach Sommerpause.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei den Sportlerehrungen der Stadt Hausach war das Kampfsportzentrum Kinzigtal wieder stark vertreten. Deutsche Meister, Europameister und sogar Weltmeister standen auf der Bühne.

Hinter vielen dieser Erfolge steht ein Mann: Berhan Keles. Der 33-Jährige ist sportlicher Leiter und Headcoach des Kampfsportzentrums Kinzigtal. Mehr als 25 Jahre Kampfsporterfahrung bringt er inzwischen mit. Seine eigene Geschichte begann dort, wo heute viele seiner Schüler stehen: als Kind auf der Trainingsmatte. Mit sieben Jahren kam er zu Kampfsportpionier Henri Charlet. Das Hobby entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die sein Leben prägen sollte.

Der Weg führte ihn selbst bis an die internationale Spitze. Europameister im Kickboxen, mehrfacher Deutscher Meister und erst im vergangenen Jahr noch einmal Deutscher Meister im traditionellen Boxen: Keles weiß aus eigener Erfahrung, was nötig ist, um erfolgreich zu sein. Heute steht er allerdings mehr am Ring als darin.

Viele Veränderungen in den vergangenen Jahren

Das Kampfsportzentrum hat in den vergangenen Jahren einige Veränderungen erlebt. Nachdem Henri Charlet seine Schule aus der ehemaligen Zigarrenfabrik ins Streit-Gebäude in der Hausacher Innenstadt verlegt hatte, übertrug er Keles die Verantwortung als Standortleiter.

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Nun gab Charlet den Standort ganz ab an Daniela Foltzer, die Mutter von Berhan Keles. Für ihn selbst änderte sich nichts: Er bleibt der sportliche Chef. Knapp 150 Breiten- und Leistungssportler von vier bis 72 Jahren trainieren inzwischen im Kampfsportzentrum. Während einige einfach fit bleiben oder Stress abbauen wollen, bereiten sich andere auf Deutsche Meisterschaften, Europa- oder gar Weltmeisterschaften vor. Besonders wichtig ist Keles die Arbeit mit Kindern. Viele Eltern kämen mit dem Wunsch, ihren Kindern mehr Selbstvertrauen mitzugeben. „Man muss daran arbeiten, bevor überhaupt ein Mobbingtrauma entsteht“, sagt er. Dabei gehe es vor allem um Respekt, Disziplin und mentale Stärke, die eigentlichen Grundlagen des Sports. Diese Werte wurden ihm selbst vermittelt, und die möchte er heute weitergeben.

Rauer Ton bei den Wettkämpfen

Dabei sieht er durchaus Unterschiede zwischen seiner Generation und den Kindern von heute. Technisch seien die jungen Sportler oft besser ausgebildet. „Wir waren früher mental stärker und leidensfähiger“, findet Keles. Viele Kinder würden heute zu wenig gefordert und seien deshalb weniger belastbar.

Was ist wichtiger, Talent oder Training? „Das Wichtigste sind Disziplin und Willenskraft“, sagt er. Regelmäßiges Training, Ernährung, Gewichtskontrolle und mentale Stärke seien entscheidend. Talent sei lediglich ein Bonus. Im Training macht Keles allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen Hobby- und Wettkampfsportlern. Wer nur zur Fitness kommt, soll motiviert und aufgebaut werden.

Wer dagegen auf nationaler oder internationaler Ebene kämpft, bekommt den ehrgeizigen Coach zu spüren. „Mit den Wettkämpfern bin ich etwas rauer“, gibt er offen zu.Die Erfolge geben ihm recht. Noch sind die meisten Athleten zu jung für den Profisport. Doch die ersten Talente machen bereits auf sich aufmerksam.

Ein Schüler aus Ortenberg darf demnächst bei einer großen Fightnight in Freiburg vor mehr als 4000 Zuschauern antreten. Wie wird man Profi? Keles zieht den Vergleich zum Fußball: Gute Sportler würden beobachtet und entdeckt. Allerdings gehöre auch Glück dazu. „Es gibt viele Gute, die nie gesehen werden.“

Nach zwei Wochen Sommerpause beginnen bald die Vorbereitungen auf die nächste Weltmeisterschaft. Dass die Stadt Hausach die Leistungen seiner Schützlinge regelmäßig bei der Sportlerehrung würdigt, freut Keles besonders. Er ist zuversichtlich, dass dort auch künftig wieder Weltmeister aufgerufen werden. Sein Blick reicht allerdings noch weiter in die Zukunft. Seine Vision ist eine exklusive Kampfsportschule mit Fitnessbereich, Sauna und allem, was ambitionierte Sportler benötigen.

Für Berhan Keles ist Kampfsport ohnehin weit mehr als Wettkämpfe und Medaillen. „Ich würde in den Schulen jede Woche zwei Stunden Kampfsport in den Lehrplan schreiben“, sagt er. Denn wer Disziplin und Respekt lerne, profitiere davon ein Leben lang: „Würde mehr Respekt herrschen, gäbe es mehr Ruhe in der Welt.“ Und vielleicht erklärt dieser Satz, warum so viele Eltern ihre Kinder zu ihm schicken und weshalb auf Hausachs Sportlerbühne jedes Jahr so viele Kampfsportler stehen.