Hauptversammlung des Forum Hausach
: „Die Innenstadtentwicklung braucht alle“

Bei der Mitgliederversammlung des Forums Hausach im „Pippo’s Fifty“ gab es einen Rückblick, Ausblick und klare Worte zur Innenstadtentwicklung.
Von
Claudia Ramsteiner
Oberndorf
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Dem guten Beispiel Blumenschmuck am Hausacher Rathaus sollten die Anwohner der Innenstadt folgen, fand Innenstadtberater Thomas Kaiser.

Ramsteiner

Ein volles Haus konnte Stefan Keller am Donnerstagabend im „Pippo’s Fifty“ zur Mitgliederversammlung des Forums Hausach begrüßen. Vor genau einem Jahr hatte er gemeinsam mit Lisa Mohr und Erwin Moser den Vorsitz übernommen. Besonders lobte er die Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsstelle im Kultur- und Tourismusbüro: „Melanie Axmann und Lea Wurster sind für uns fachlich und persönlich eine große Bereicherung.“ Auch das Verhältnis zur Stadtverwaltung sei hervorragend.

„Es gibt noch viel zu tun“, betonte Bürgermeister Wolfgang Hermann. Bereits am Montag werde der Gemeinderat über die Vergabe des neuen Kreisverkehrs im Westen entscheiden. Das Haus Kraenzmer stehe kurz vor der Übergabe, der Abriss solle jedoch erst erfolgen, wenn das Areal in ein Sanierungsgebiet aufgenommen wurde. „Nach den vielen Baustellen wird es richtig schön in unserem Städtle“, zeigte sich Hermann optimistisch. Ein offener Punkt bleibe die Einigung mit dem Regierungspräsidium über den Schadensausgleich der beschädigten Durchfahrt – hier lägen die Gutachtermeinungen noch weit auseinander. Dennoch sei er nach einem Gespräch mit dem Regierungspräsidenten zuversichtlich, dass bald eine Lösung gefunden werde.

Thomas Kaiser von der IHK Südlicher Oberrhein stellte die Ergebnisse der Ortsmittenberatung vor. Innenstadtentwicklung sei keine alleinige Aufgabe der Stadtverwaltung. Positiv überrascht zeigte sich die Versammlung über die Zahl von 64 Gewerbebetrieben in Erdgeschosslage. Dennoch gebe es Leerstände mit „Broken-Windows-Effekt“. Auch das Identitätsgefühl müsse gestärkt werden. Ein zentrales Problem sei die geringe Verweildauer: Besucher steuern im Schnitt nur 1,5 Ziele an. Besonders bei der Aufenthaltsqualität und Angebotsvielfalt bestehe Nachholbedarf. Die jüngere Generation bewerte die Stadt dabei deutlich positiver als die ältere, die „vor allem Verluste beklagen“.

Kaiser betonte die Bedeutung professionellen Marketings, warnte aber davor, das Ehrenamt zu vernachlässigen. Ziel müsse es sein, das Bestehende zu erhalten und gezielt weiterzuentwickeln. Die Marketingstrategie „Hausach überrascht“ solle weiter ausgebaut werden. „Sie müssen aber mitziehen“, appellierte er an die Gewerbetreibenden. Kaiser schlug unter anderem einen Gestaltungsleitfaden für Betriebe vor, die Reaktivierung von Blumenkästen, Lichtinszenierungen, digitales Empfehlungsmarketing, einen Flyer zur sehr guten Parksituation, ein Gutscheinheft sowie QR-Codes mit Innenstadt-Angeboten. Auch eine stärkere Verknüpfung von „Heimatkärtle“ und „Heimatshoppen“ sei denkbar. „Ich komme in zwei Jahren wieder – und würde dann gern viele grüne Haken setzen“, motivierte er die Anwesenden.

Rückblick

 Melanie Axmann ließ das vergangene Jahr Revue passieren: Die Nikolausaktion mit 240 gefüllten Stiefeln, der Weihnachtsmarkt samt Weihnachtswald und Afterwork-Veranstaltungen sowie der Muttertagsmarkt seien durchweg Erfolgsgeschichten. Der Weihnachtswald finanziere sich vor allem über Baumpatenschaften, ein kleiner Überschuss werde direkt reinvestiert. Das Forum habe neue Mitglieder gewonnen. Die Social-Media-Kanäle auf Instagram und Facebook seien gut angelaufen. Axmann rief die Mitglieder auf, Inhalte wie Bilder, Videos und Neuigkeiten beizusteuern. Für die Zukunft seien Betriebsbesichtigungen und weitere Infoveranstaltungen geplant. „Wir sind für euch da“, betonte sie.

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