GHS in Hausach
: Schülerkonzept für neuen Schulhof kommt im Gemeinderat gut an

Wie lässt sich eine graue Betonwüste mit einfachen Mitteln in einen lebendigen Spiel- und Bewegungsraum verwandeln? Dieser Frage gingen Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule nach.
Von
Aline Fischer
Hausach
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Mit zehn Spielen könnte der Schulhof der Hausacher Graf-Heinrich-Schule aufgewertet werden. Die Schüler haben die Spiele selbstausgesucht, sie ausprobiert und demokratisch darüber abgestimmt.

Mit zehn Spielen könnte der Schulhof der Hausacher Graf-Heinrich-Schule aufgewertet werden. Die Schüler haben die Spiele selbstausgesucht, sie ausprobiert und demokratisch darüber abgestimmt.

Schmider
  • Schüler der Graf-Heinrich-Schule entwickelten ein Konzept für einen spielerischen Schulhof.
  • Zehn Spiele werden mit wasserfester Farbe aufgemalt, gewählt per Schülervotum nach Projekttag.
  • Beispiele: „Mensch ärgere dich nicht“, „Himmel und Hölle“, Ein-mal-eins-Krake und ein Fußballfeld.
  • Ziel ist mehr Bewegung und Lernimpulse – inkl. Labyrinth oder Hüpfparcours zu Mülleimern.
  • Gemeinderat stimmte einstimmig zu, Kosten ca. 1000 Euro; Umsetzung mit Eltern und Kindern nach den Sommerferien.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Wie kann unser Schulhof schnell und möglichst kostengünstig schöner werden?“ – eine Antwort auf diese Frage haben die Schüler und Lehrer der Graf-Heinrich-Schule in Hausach gefunden. Herausgekommen sind einige bunte Ideen, die Konrektor Steffen Bach sowie die Lehrerinnen Charlotte Lietzmann und Sarah Binder am Montag in der Sitzung des Gemeinderats vorgestellt haben. „Der Schulhof ist – freundlich gesagt – eine Betonplatte“, leitete Bach die Präsentation ein.

Bei den Grundschulvollversammlungen dürfen Grundschulkinder Anträge und Wünsche stellen, wie man das Schulleben optimieren kann. „Hierbei ist seit einigen Jahren immer wieder der Schulhof als Thema aufgeploppt und die Frage, wie man ihn mit einfachen Mitteln gestalten kann“, erklärte Bach. Die Idee: Mit wasserfesten Markierungsfarben sollen auf dem Schulhof zehn Spiele aufgemalt werden, damit die Schüler dauerhaft eine Art Spielwiese haben. Welche Spiele das sein sollen, durften die Schüler selbst entscheiden. Bei einem Projekttag in diesem Jahr haben die Kinder einige Spiele mit Kreide aufgemalt, über die alle abstimmen durften.

Mobile Tore zum Fußballspielen

Einen Monat später wurden die Gewinnerspiele noch einmal auf den Schulhof gemalt und von allen ausprobiert. Diese zehn Gewinnerspiele wurden nun auch dem Gemeinderat vorgestellt: Von „Mensch ärgere dich nicht“ über „Himmel und Hölle“ als Geschichte-Edition bis zu einer Ein-mal-eins-Krake sind im wahrsten Sinne des Wortes viele bunte Ideen entstanden. Damit soll der gesamte Schulhof von den Tischtennisplatten am Gebäudeteil E bis zum Kanal spielerischer und bewegungsfreundlicher werden. Auch mathematische Fähigkeiten und das Umweltbewusstsein sollen gestärkt werden – Letzteres zum Beispiel mit Mülleimern, zu denen ein Labyrinth aus mehreren Linien oder ein Hüpfparcours führen.

Gegenüber dem Klettergerüst soll zudem ein Fußballfeld aufgezeichnet werden. „Denn Fußball ist so ziemlich das Einzige, das die Schüler gerade an vielen verschiedenen Orten des Schulhofs spielen. Da ist es manchmal schwierig, daran vorbeizulaufen“, erklärte Sarah Binder. So könnten auch die mobilen Tore an einer festen Stelle auf dem Schulhof ihren Platz finden. Für die Spielgeräte wie Pedalos und Stelzen könnte unter der Feuertreppe von Gebäude D eine Holzbox platziert werden, damit die Kinder schneller an die Geräte kommen und sie auch in den kurzen Pausen nutzen können.

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1000 Euro für Schulhoffarbe

Der Höhepunkt der Spielwiese war laut Charlotte Lietzmann das Schere-Stein-Papier-Spiel als Laufedition, bei der zwei Teams gegeneinander antreten. Die Kosten für die Schulhoffarbe würden nach Berechnungen des Lehrerteams rund 1000 Euro betragen, die Spiele sollen mit Eltern und Kindern gemeinsam aufgemalt werden. Die Reaktionen der Hausacher Stadträte fielen durchweg positiv aus, und sie unterstützten die Idee einstimmig, sodass die Spiele bereits nach den Sommerferien den Schulhof verschönern sollen. Weniger positive Nachrichten hatte Bürgermeister Wolfgang Hermann indes eine Etage höher von den kaputten Dächern der Schulen zu berichten (siehe Info).

Kaputtes Dach

Für die Sanierung des Dachs auf dem RGG wartet die Stadt noch auf das Brandschutzgutachten, erklärte Bauamtsleiter Christoph Kühne. Inzwischen wurde festgestellt, dass ein Holzbalken im Dach des Gebäudes A verfault ist und das Dach dringend erneuert werden muss. Hierfür muss nun eine Kostenschätzung eingeholt werden.