Gemeinderat Oberwolfach
: Das Kapitel Pflegeheim ist endgültig geschlossen

Der Oberwolfacher Rat hat die Jahresabschlüsse zweier Eigenbetriebe festgestellt. Während die Versorgung 2023 leicht im Plus abschloss, wurde der Bereich Pflegeheim beendet.
Von
Stefanie Müller
Oberwolfacher
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Das Pflegeheim St. Luitgard im Jahr 2018

Das Pflegeheim St. Luitgard im Jahr 2018

Agüera
  • Oberwolfachs Rat stellt zwei Jahresabschlüsse fest – Versorgung 2023 mit leichtem Plus.
  • Wasser- und Energieversorgung erzielte 2023 einen Überschuss von 3180 Euro statt geplantem Minus.
  • Wassersparte belastet durch Unterhalt und Rohrbruch; Windpark-Ausschüttung brachte rund 35.200 Euro.
  • Breitbandnetz: steigender Verwaltungsaufwand, ab 2027 erste Pachteinnahmen erwartet.
  • Pflegeheim St. Luitgard: Eigenbetrieb aufgehoben, letzter Abschluss mit Verlust nach Abriss.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Jahresabschlüsse zweier Eigenbetriebe hat der Gemeinderat Oberwolfach festgestellt. Dabei ging es zum einen um den Eigenbetrieb Wasser- und Energieversorgung für das Jahr 2023, zum anderen um den letzten noch ausstehenden Abschluss des inzwischen aufgelösten Eigenbetriebs Pflegeheim St. Luitgard. Wie Rechnungsamtsleiter Thomas Springmann erläuterte, schloss der Eigenbetrieb Wasser- und Energieversorgung das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 3180 Euro ab. Geplant war ursprünglich ein Verlust von 2100 Euro. Das Defizit der Wasserversorgung fiel mit rund 29.200 Euro höher aus als erwartet. Ursache waren Unterhaltungsarbeiten und ein größerer Rohrbruch. Positiv wirkte sich dagegen die Beteiligung am Windpark Hohenlochen aus. Aufgrund einer außerordentlichen Ausschüttung brachte dieser Bereich ein Ergebnis von rund 35.200 Euro.

Mit Blick auf das Breitbandnetz verwies Springmann auf den steigenden Verwaltungsaufwand und den zunehmenden Kapitalbedarf. Ab 2027 seien jedoch erste Pachteinnahmen zu erwarten, wodurch sich die Ertragsseite verbessern werde.

Ebenfalls einstimmig verabschiedete das Gremium den letzten Jahresabschluss des Eigenbetriebs Pflegeheim St. Luitgard. Der Eigenbetrieb war bereits zum 1. Januar 2023 aufgehoben worden, da die Caritas das Heim übernommen hat. Springmann berichtete, dass der Abschluss durch den Abbruch des ehemaligen Pflegeheims einen deutlichen Verlust ausweise. Die Fördermittel seien dabei nicht in die Ergebnisrechnung eingeflossen. Eine sogenannte Substanzentscheidung in Höhe von rund 240.000 Euro sei im Ergebnishaushalt des Kernhaushalts verbucht worden. In der Bilanz hätten zuletzt noch Forderungen von rund 38.000 Euro sowie Verbindlichkeiten von rund 23.000 Euro gestanden, die inzwischen beglichen worden seien. Springmann sprach von einer erfolgreichen Ära. Das Pflegeheim sei die „Keimzelle von dem gewesen, was man jetzt hat“.