Gemeinderat Oberwolfach
: Brückensanierung soll günstiger werden

Dem Oberwolfacher Gemeinderat wurden die Sanierungsoptionen für die Dohlenbach-Brücke im Schwarzenbruch vorgestellt.
Von
Janina Rossignol
Oberndorf
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Die Oberwolfacher Dohlenbach-Brücke muss dringend saniert werden. Im Gemeinderat wurden bereits zwei Varianten besprochen – eine dritte wurde vorgeschlagen

Isenmann Ingenieur GmbH

Dabei betonte Matthias Fritsch vom Ingenieurbüro Isenmann nochmals, dass die Erneuerung aufgrund von durchfeuchtetem und hohlem Mauerwerk dringend notwendig sei. Für die Sanierung gebe es zwei Möglichkeiten, stellte Fritsch dar – eine klassische und eine Verdolung. Letztere sei schneller durchzuführen und kostengünstiger, weil keine Geländer oder Leitplanken notwendig würden und es im Anschluss keiner Bauwerksprüfung bedürfe.

Anstelle der Brücke würden Betonrohre verlegt, die weiter über den Fahrbahnrand hinaus ragen. So würden keine Geländer und Leitplanken benötigt, was Geld spare. Während des Baus wird der Bach auf einer Seite aufgestaut und das Wasser über provisorische Rohre auf die andere Seite geleitet. Ein Aushub von etwa vier Metern Tiefe ist notwendig. Wenn die Betonrohre von 1,80 Meter Durchmesser verlegt sind, müssten sie zu rund einem Drittel mit Sohl-Material aufgefüllt werden. Das sei Vorschrift, um das natürliche Bachbett wieder herzustellen. Martin Dieterle wunderte sich über einen Kostenpunkt namens E-Befischung. Fritsch erklärte, dass es sich dabei um eine vorgeschriebene Artenschutz-Maßnahme handle.

Dritte Methode wird vom Ingenieurbüro geprüft

Dabei würden Tiere wie Fische und Krebse aus dem Bach entnommen und nach den Arbeiten wieder freigelassen. Für Irritation sorgte die Höhe des Kostenpunkts von 10 000 Euro.

Die gelten aber auch für weitere Artenschutz-Maßnahmen zum Ausgleich für den Eingriff in die Natur, so Fritsch. Das Büro Isenmann veranschlagt für die Sanierung 150 000 Euro, im Haushalt waren für das Projekt 80 000 Euro vorgesehen. Um sicher zu gehen, dass die Kalkulation realistisch ist, wurden Lieferanten kontaktiert.

Ursprünglich wurde eine Förderung über das Landesverkehrs-Finanzierungs-Gesetz in Betracht gezogen. Die sei aber nicht möglich, da die Brücke für die Vorgaben zu klein sei. Roland Haas brachte alternativ ein anderes Vorgehen ein. Dabei würden zunächst Löcher in die Brücke gebohrt, anschließend zur Stabilisierung mit einem speziellen Harz befüllt. Danach werde eine flüssige Betonschicht aufgebracht, gefolgt von einer Betonplatte.

Fritsch bestätigte, dass das eine gängige Methode sei, um Brücken zu reparieren. Sie wurde allerdings gegenüber der Verdolung nicht beachtet, da sie mögliche Folgekosten hätte, etwa Leitplanken und Geländer. Zudem sei der Straßenabschnitt, der hinterher wiederherzustellen sei, länger. Da keine Gitter oder Ähnliches für die Verdolung vorgesehen ist, fragte Martin Welle, wie hoch das Risiko sei, dass sich in den Rohren etwas auftürme.

Fritsch versicherte, dass die Rohre auf die gleiche Tiefe gelegt werden wie das natürliche Bachbett, so dass der Wasserstrom dafür sorgen würde, dass alles durchgespült wird. Christian Sum wollte wissen, wie lange die Baumaßnahme dauern werde. Laut Fritsch seien etwa vier bis sechs Wochen nötig. Auf Nachfrage von Bürgermeister Matthias Bauernfeind erläuterte Fritsch, dass die Variante mit den Bohrungen etwa gleich lang dauere, worauf sich einige Räte für eine Prüfung der dritten Variante aussprachen.

„Wir dürfen aus Naturschutzgründen allerdings nur von Mai bis September in den Bach“, warf Fritsch ein. Wenn bis zur Ausschreibung zu viel Zeit vergehe, werde das Projekt erst im kommenden Jahr realisiert. Bürgermeister Bauernfeind wollte im Zuge eine Förderung durch Landesmittel abklären.

Da sich acht Gemeinderäte für und fünf gegen eine Prüfung der dritten Variante entschieden, wurde das Büro Isenmann mit einer Kosten-Kalkulation für die von Haas angestoßene Bohrungsmethode beauftragt.

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