Deutsche und Franzosen
: Seit 50 Jahren lebt die Freundschaft zwischen Steinach und Lay-Saint-Christophe

Seit einem halben Jahrhundert sind die Kinzigtalgemeinde und Lay-Saint-Christophe offiziell verbunden. Die Steinacher besuchten nun ihre französischen Freunde und feierten das Jubiläum.
Von
red/mw
Steinach
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Deutsche und Franzosen rätselten gemeinsam.

Deutsche und Franzosen rätselten gemeinsam.

Vögele
  • Steinach und Lay-Saint-Christophe feierten 50 Jahre Gemeindepartnerschaft.
  • Eine 40-köpfige Delegation reiste an, inklusive großem Teil des Kirchenchores.
  • Chorauftritte mit „Allaygro“ und gemeinsame Europahymne – viel Applaus.
  • Festakt würdigte Gründer; Apfelbäumchen und Ginkgo als Freundschaftssymbole.
  • Programm mit Quiz, Sprachspielen und Potée lorraine stärkte den Austausch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten im Juni in Steinach kamen nun auch in der französischen Partnergemeinde Lay-Saint-Christophe Deutsche und Franzosen zusammen, um auf 50 Jahre gelebte Freundschaft zurückzublicken. Der Tag verband laut einer Mitteilung würdige Festlichkeit mit zahlreichen Gelegenheiten für persönliche Begegnungen und einen lebendigen Austausch.

Bereits in den frühen Morgenstunden machte sich eine rund 40-köpfige Delegation aus Steinach auf den Weg nach Frankreich. Neben Mitgliedern des Partnerschaftsausschusses nahmen zahlreiche Bürger sowie ein großer Teil des Kirchenchores teil. Dessen Mitwirkung hatte eine besondere Bedeutung: Der Chor war bereits vor 50 Jahren der erste Verein, der Steinacher Bürger zu den Freunden nach Frankreich begleitete.

Eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte

Bei der Ankunft in der Festhalle erwartete die Besucher eine umfangreiche Dokumentation der gemeinsamen Geschichte. Fotografien, Texte, Präsentationen, Gastgeschenke und Erinnerungsstücke aus gemeinsamen Aktivitäten wie dem Laternenbasteln ließen viele Begegnungen und Erlebnisse der vergangenen fünf Jahrzehnte wieder lebendig werden. Den musikalischen Auftakt gestaltete der Chor „Allaygro“. Gemeinsam mit dem Kirchenchor Steinach präsentierte er ein abwechslungsreiches Programm.

Über die Gestaltung hatten sich der Chorleiter aus Lay, Jean-Claude Riandé und die Dirigentin des Kirchenchores Steinach, Judith Wernet, im Vorfeld ausgetauscht. Während die französischen Sänger Lieder über Liebe, Frieden und Lebensfreude vortrugen, besang der Kirchenchor die Schönheit der Schöpfung und des Kinzigtals. Den Höhepunkt bildete die gemeinsam gesungene Europahymne „Freude, schöner Götterfunken“, die mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde. Im anschließenden Festakt würdigten Bürgermeister Serge Necker und der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Philippe Roy, die Verdienste der Gründer der Gemeindepartnerschaft. Zugleich betonten sie die Bedeutung, die gewachsene Freundschaft auch für kommende Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Für die Übersetzung sorgte Daniela Frank-Le Petit.

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Eine Fotoausstellung dokumentierte die 50-jährige Partnerschaft.

Fotoausstellung dokumentiert die Partnerschaft.

Vögele

Ein besonders bewegender Moment war der Auftritt des ehemaligen Bürgermeisters Gérard Guérineau. Gemeinsam mit Helmut Belli hatte er vor 50 Jahren die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Dem mittlerweile fast Hundertjährigen war die Freude darüber deutlich anzusehen, dieses besondere Jubiläum miterleben zu dürfen.

Für den Partnerschaftsausschuss sprach die Vorsitzende Bärbel Vögele. Dabei überreichte sie als Gastgeschenk ein Apfelbäumchen. Es symbolisiere die Freundschaft zwischen den Gemeinden, die ebenso wie ein Baum guten Boden benötigt, um Wurzeln zu schlagen, und Pflege und Aufmerksamkeit, um langfristig Früchte tragen zu können.

Sohn berichtet von Erinnerungen an Anfänge

Eine persönliche Note verlieh Gemeinderat Klaus Schöner dem Festakt. Er vertrat Bürgermeister Benedikt Eisele und berichtete als Sohn des einzigen noch lebenden Steinacher Gründungsmitglieds, Rudolf Schöner, von den Erinnerungen seines Vaters. So erzählte er unter anderem von einem Fußballspiel zwischen den Gemeinderäten beider Kommunen, bei dem die Steinacher Mannschaft eine Niederlage hinnehmen musste. Zum Abschluss des offiziellen Teils überreichten die französischen Gastgeber den bereits im Juni angekündigten Ginkgo-Baum. Auch er steht symbolisch für die Partnerschaft und verkörpert Stärke, Beständigkeit, Widerstandskraft sowie Freundschaft. Gepflanzt werden soll der Baum auf dem neu geschaffenen Platz der Partnerschaft in Steinach.

Der Chor „Allaygro“ und der Kirchenchor Steinach sangen zusammen.

Der Chor „Allaygro“ und der Kirchenchor Steinach sangen zusammen.

Vögele

Bis zum Mittagessen sorgte eine „Autogrammjagd“ für Unterhaltung. Deutsche und Franzosen beantworteten einander Fragen rund um die beiden Gemeinden und kamen dabei schnell miteinander ins Gespräch. Kulinarisch wurden die Gäste nach Aperitif und Kleingebäck mit einer traditionellen Potée lorraine verwöhnt, einem herzhaften Eintopf aus geräucherter Schweineschulter, lothringischer Wurst, Wurzelgemüse und Kartoffeln. Käse sowie eine lothringische Sahnetorte mit Mirabellenwasser und Bergamotte rundeten das gemeinsame Mittagessen ab.

Programm

Auch am Nachmittag stand der Austausch zwischen den Gemeinden im Mittelpunkt. Mit einem Deutschland-Frankreich-Quiz, einem  Memory-Spiel in deutscher und französischer Sprache und weiteren verschiedenen Sprachspielen hatten die Gastgeber aus Lay-Saint-Christophe zahlreiche kreative Möglichkeiten geschaffen, um leicht miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer wollte, konnte sich seine Fingernägel wahlweise in blau-weiß-rot oder schwarz-rot-gold anmalen lassen, Erinnerungsfotos in einer Fotobox machen oder sich in einem restaurierten Citroën 2CV durch den Ort fahren lassen.