Das ist auf dem Gärtnerei-Areal geplant: Steinach gibt Startschuss für Wohnbauprojekt

Im ersten Schritt wird der Bebauungsplan geändert, bevor auf dem ehemaligen Gärtnerei-Areal Wohnen ermöglicht werden kann.
Christine Störr- Steinach ändert den Bebauungsplan Kapellenäcker im beschleunigten Verfahren für Wohnbau.
- Auf dem Ex-Gärtnerei-Areal plant Orbau zwei dreigeschossige Häuser mit neun Wohnungen.
- Dahinter sind drei Reihenhäuser vorgesehen – plus betreutes Wohnen mit 13 Einheiten.
- Zusätzlich entsteht ein zweigeschossiger Bau mit acht Wohnungen, Betreuung optional buchbar.
- Rund 40 Stellplätze sind geplant, teils in einer Tiefgarage mit 18 Plätzen und direktem Zugang.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Gemeinderat von Steinach hat sich in seiner Sitzung am Montag erneut mit dem Wohnbauprojekt auf dem ehemaligen Gärtnerei-Areal befasst. Bereits in der Mai-Sitzung war der Grundsatzbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans gefasst worden.
Durch die Firma Orbau sollen zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt neun Zwei- bis Vier-Zimmer-Einheiten entstehen. Auf dem dahinterliegenden Teil des Grundstücks sind drei Reihenhäuser mit drei Etagen und Dachterrasse geplant.
Mehrfamilienhäuser und betreutes Wohnen
Darüber hinaus sollen ein viergeschossiges Haus für betreutes Wohnen mit 13 Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sowie ein zweigeschossiger Bau mit acht Wohnungen entstehen, bei denen die Betreuung wahlweise gebucht werden kann. Die Änderung des Bebauungsplans für die 3760 Quadratmeter große Fläche wird im beschleunigten Verfahren durchgeführt, wie Hauptamtsleiterin Obert-Kempf erklärte.
Bürgermeister Benedikt Eisele verwies darauf, dass die damit in Verbindung stehenden Planungskosten durch die Firma Orbau getragen werden. Das sei bereits in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten, dem der Gemeinderat allerdings noch zustimmen müsse. Der Gemeinderat werde im laufenden Verfahren und bei der Umsetzung des Wohnbauprojekts noch mehrfach einbezogen, erklärte Eisele.
40 Stellplätze für das neue Wohnquartier
Er verwies auf 40 geplante Stellplätze, die zum Teil in einer Tiefgarage mit direktem Zugang ins Gebäude entstehen sollen. Orbau-Geschäftsführer Burkhard Isenmann erklärte dem Gemeinderat dazu: „Wir differenzieren bei den Stellplätzen.“ Bei den Wohnungen werde mit zwei Stellplätzen gerechnet, beim betreuten Wohnen gelte ein reduzierter Anteil und beim Mehrfamilienhaus werde mit der Tiefgarage und Außenstellplätzen gearbeitet.
Zwei Stellplätze pro Wohnung
In der Tiefgarage seien pro Wohnung zwei Stellplätze vorgesehen. Das könne zu Problemen führen, wenn die Eigentümer nur einen Platz kaufen wollten. Deswegen sei es sinnvoll, die Tiefgaragenplätze als Sondereigentum zu betrachten. Damit bleibe die Möglichkeit, freie Plätze anderen Wohnungen zuzuordnen. Auf Nachfrage von Christine Haas-Matt (FWV) erklärte Isenmann, dass die Stellplätze von den Eigentümern theoretisch vermietet werden könnten. Hartmut Schwendemann (Grüne) erklärte mit Blick auf den Entwurf zum städtebaulichen Vertrag, dass man „so früh im Verfahren eigentlich das Ziel noch nicht festlegt“.
Trotzdem stellte er den Antrag, das bauliche Ziel mit Wohnen für Senioren sowie das Mehrgenerationen-Cluster jetzt schon in den Vertrag aufzunehmen. Günter Schmidt (FWV) verwies auf die Abfahrt zur Tiefgarage von der Biberacher Straße aus und erkundigte sich nach der Anzahl der Stellplätze. 18 Parkplätze sollen in der Garage entstehen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Änderungsantrag Schwendemanns, die Änderung des Bebauungsplans Kapellenäcker im beschleunigten Verfahren sowie den städtebaulichen Vertrag zur Kostenübertragung auf die Firma Orbau abzuschließen.
