Blick über den Schwarzwald
: Das sind die schönsten Aussichtspunkte im Kinzigtal

Wer die Schwarzwald-Landschaft von oben erleben will, hat viele Möglichkeiten. Wir haben eine Auswahl an Aussichtspunkten zusammengestellt, die zum Verweilen einladen.
Von
Annika Kron
Oberndorf
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Der Spitzfelsen liegt zwischen Wolfach und Hausach und bietet in beide Richtungen einen weiten Ausblick über das Tal und den Schwarzwald.

Schwarzwald Tourismus Kinzigtal

Das Kinzigtal bietet viele Plätze, von denen aus sich eindrucksvolle Ausblicke genießen lassen.

Ob markante Felsen, geschichtsträchtige Burgen oder eigens errichtete Türme – jeder Ort eröffnet eine besondere Perspektive auf die Region.

Im Folgenden stellen wir die schönsten Aussichtspunkte vor.

Stoßburg: Der Rastplatz Stoßburg befindet sich im Nordwesten von Steinach. Auf „Komoot“ – einer Art sozialem Netzwerk für Outdoor-Aktivitäten – schreibt ein Nutzer, dass Besucher dort eine mit allerlei Kuriositäten liebevoll hergerichtete Hütte mit weitem Blick ins Kinzigtal und auf die Berge rund um Steinach erwartet. Dort stehen zahlreiche Sitzgelegenheiten, ein Kühlschrank mit Getränken sowie Snacks mit einer Kasse des Vertrauens bereit.

Kreuzbühl-Pavillon: Vom Kreuzbühl, dem Hausberg Steinachs, reicht der Blick ins Kinzigtal und über Welschensteinach. Am Pavillon und auf Himmelsliegen finden Wanderer einen Platz zum Ausruhen.

Galgenbühl: Ein „Komoot“-Nutzer beschreibt den Galgenbühl nahe Haslach als kleinen Pavillon an der Stelle einer ehemaligen hochmittelalterlichen Burg. Im 18. Jahrhundert befand sich dort der Galgen des Amtes Haslach, schreibt er. Heute ist der Platz schattig und lädt zur kurzen Rast ein.

Wilhelmshütte: Der Aussichtspunkt Wilhelmshütte östlich von Fischerbach bietet einen Blick über die Gemeinde. Dort gibt es eine Bank, ein angelegtes Blumenbeet sowie eine kleine offene Hütte mit Sitzgelegenheiten.

Willy-Kern-Hütte: Am höchsten Punkt des Wald- und Erlebnispfades Bächlewald zwischen Haslach, Hofstetten und Mühlenbach liegt die Willy-Kern-Hütte. Direkt daneben befindet sich der Aussichtspunkt mit Himmelsliege und Sicht auf Urenkopf und Kinzigtal.

Vom Uhrenkopf reicht der Blick über Haslach bis zu den Vogesen

Urenkopfturm: Der Verein Schwarzwald Tourismus Kinzigtal beschreibt den Urenkopfturm bei Haslach als „schlanke Schönheit“ mit 183 Stufen, die zur 33 Meter hohen Aussichtsplattform führen. Von dort reicht der Blick über Haslach und das mittlere Kinzigtal bis zu den Vogesen, dem Schauinsland und der Schwäbischen Alb. Der Turm ist nur zu Fuß erreichbar und im Winter bei Eis geschlossen. Sitzgelegenheiten sowie die KZ-Gedenkstätte Vulkan liegen ganz in der Nähe.

Der Haslacher Urenkopfturm im Sommer

Foto: Tourist-Info Haslach/HS-FOTO

Teufelskanzel: „Ein markanter Felsblock, der wie eine Kanzel aus dem Wald herausragt“, beschreibt das Unternehmen Schwarzwald Tourismus die Teufelskanzel. Sie markierte einst die Grenze zwischen den Bistümern Straßburg und Konstanz. Mit der Teufelskanzel ist eine Sage verbunden, in der ein Fuhrmann den Teufel überlistete, der seine Seele fordern wollte. Der Aussichtspunkt befindet sich im Wald zwischen Haslach und Hausach.

Hodelstein-Hütte: „Eine offene Hütte mit Tisch und Bänken, die eine schöne Aussicht bietet“, beschreibt ein Nutzer die Hodelstein-Hütte auf „Komoot“. Sie liegt etwa 1,5 Kilometer südlich von Hausach.

Spitzfelsen: Der Spitzfelsen liegt direkt am Westweg. Der Aussichtspunkt bietet einen weiten Blick über Hausach und das Kinzigtal sowie in das Wolfacher Kirnbachtal – denn er liegt genau zwischen den beiden Orten. Eine Schutzhütte lädt dort zur Rast ein.

Mittelalterliche Burg Husen hoch über Hausach

Käpflefelsen: Der Käpflefelsen ist eine freistehende Felsnadel mit Aussichtsplattform. Nach Angaben des Unternehmens Schwarzwald Tourismus wurde er Ende des 19. Jahrhunderts für den Tourismus erschlossen. Eine Aussicht bietet der Punkt über Wolfach, das Wolftal und Oberwolfach.

Elmle: Der Aussichtspunkt „Elmle“ bei Oberwolfach bietet einen Blick auf das Wolf- und das Kinzigtal bis zum Farrenkopf. Die Siedlergemeinschaft errichtete dort eine überdachte Sitzgelegenheit.

Burg Husen: Von der Ruine der mittelalterlichen Burg oberhalb von Hausach bietet sich ein weiter Blick ins Tal.

Über Hausach thront die Burg Husen.

Foto: Stadt Hausach

Pavillon am Reutherberg: Der erste Pavillon am Reutherberg bei Wolfach entstand bereits 1881, schreibt der Verein Schwarzwald Tourismus Kinzigtal. Nach dem Sturm Lothar wurde 2003 ein neuer Bau eingeweiht. Von dort reicht der Blick über Wolfach, die Stadtkirche und ins Wolftal.

Sonnenliegen am Vorstadtberg: Die Stadt Wolfach beschreibt die beiden Sonnenliegen als besonders sonnige Plätze mit Aussicht über die Stadt. Selbst im Winter sei dort ein Hauch von Wärme zu spüren.

Schloss Hornberg wurde in den vergangenen Jahrhunderten mehrfach zerstört

Schlossberg Hornberg: Die Stadt Hornberg erklärt, dass vom Schlossberg mit rund 20 Meter hohem Schlossturm, dem fast quadratischen Pulverturm und dem Aussichtsrondell ein weiter Blick ins Gutachtal möglich ist. Die Burg erlebte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach Zerstörungen, heute gehört das Ensemble mit Hotel Schloss Hornberg zu den prägenden Punkten der Stadt.

Huberfelsen: Der Huberfelsen oberhalb von Hornberg ist ein markanter Granitblock, der sich am Zwei-Täler-Steig erhebt. Wegen seiner Form trägt er im Volksmund den Spitznamen „U-Boot“. Von der kleinen Plattform öffnet sich der Blick ins obere Elztal und über den Mittleren Schwarzwald. Seinen Namen erhielt der Felsen 1902 zu Ehren des ehemaligen Obervogts Theodor Huber. Eine Hinweistafel erinnert bis heute an ihn.

Brandenkopf: Der Brandenkopf gilt als einer der schönsten Aussichtsberge des Schwarzwalds. Mit 945 Metern Höhe ragt er über den Tälern von Kinzig, Wolf, Rench und Harmersbach auf. Schon von weitem ist der steinerne Aussichtsturm zu erkennen. Wer die Stufen erklimmt, wird mit einem Panorama belohnt, das bei klarer Sicht bis zu den Alpen, den Vogesen und der Schwäbischen Alb reicht. Bei dem Gipfel gibt es eine Berggaststätte mit Biergarten, Spielplatz und Übernachtungsmöglichkeiten.

Karlstein: Im Hornberger Ortsteil Niederwasser erhebt sich auf fast 1000 Metern Höhe der Karlstein, eine markante Granitformation mit weiter Aussicht nach Osten, Norden und Süden. Bis ins frühe 19. Jahrhundert markierte der Fels ein Vierländereck, an dem Baden, Württemberg, die Fürstenberger und Vorderösterreich zusammentrafen.

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