Bilanz FBG: So geht es dem Hofstetter Wald

Bürgermeister Martin Aßmuth (von links), Bernd Wöhrle, Bernhard Heid, Stefan Schwendemann, Mario Herz und Nicolai Doll informierten über aktuelle Forst-Themen.
Aberle„Hinter uns liegt ein positives Wirtschaftsjahr.“ Mit diesen guten Nachrichten begann die Hauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hofstetten im Gasthaus „Linde“. Vorsitzender Stefan Schwendemann ging auf die vielen Aktionen im vergangenen Jahr ein. Dabei ging es nicht nur um fachspezifische Kurse wie das Fällen mit mechanischem Fällkeil oder den Umgang mit der Motorsäge. Gerade für den Vorstand gab es einige Termine mit verschiedenen Institutionen, um besser miteinander vernetzt und im Gespräch zu sein. „Wir müssen Präsenz zeigen, um am Ball zu bleiben“, sagte Schwendemann.
Förster Nicolai Doll vermeldete: „Wir hatten nur sechs Prozent Kalamität. 2025 war für den Wald ein gutes Jahr.“ Auch die Ergebnisse hätten im letzten Jahr einen Sprung nach oben gemacht.
Nadelstammholhz hat höchsten Verkaufsanteil
Das Nadelstammholz habe mit 80 Prozent den höchsten Anteil an verkauften Sorten, das waren 7666 Festmeter mit einem Durchschnittspreis von 100,56 Euro. Mit Nadel-Palette,Erdstammabschnitten, Hackrohholz und anderen Sorten gab es zusammen 9840 Festmeter zu einem Nettoerlös von 897.590 Euro. Dies ergibt einen Durchschnittspreis aller verkauften Sorten von rund 91 Euro (2024: rund 77 Euro). Doll verlas auch den Kassenbericht, die Zahlungseingänge überstiegen die Ausgänge um gut 1000 Euro. „Ich nehme wahr, dass es ein sehr vertrauensvolles Miteinander bei euch und auch mit der Gemeinde gibt“, sagte Bürgermeister Martin Aßmuth. Er zeigte sich dankbar, mit dem Vorsitzenden eine kompetente Stimme am Ratstisch zu haben, was den Wald und seine Belange angehe. Er ging auch noch kurz auf die kommunale Wärmeplanung ein. Laut Prognose soll das Potenzial von Holzheizungen von derzeit 39 auf 50 Prozent in Hofstetten steigen.
Mario Herz, Leiter des Forstbezirks Wolfach, berichtete, dass es mit Förderungen nicht mehr so rosig aussehe wie noch vor Jahren. Für Wiederaufforstung und Jungbestandspflege sowie für Kultursicherung und Habitatbaumgruppen sei es noch möglich. Ihm persönlich sei die Jungbestandspflege ein besonderes Anliegen, denn Wald bedeute Generationenvertrag. In Bezug auf die entwaldungsfreie Lieferkette (EUDR) gebe es Vereinfachungen, es müsse nur noch eine einmalige und vereinfachte Erklärung abgegeben werden. Er erwartet aber noch weitere Änderungen: „Es ist noch ganz viel Musik im Orchester.“ Zum Thema Verkehrssicherung meinte Herz, dass es in Bezug zum Klimawandel neue Herausforderungen gebe. Der Waldbesitzer habe die Verkehrssicherungspflicht, vonseiten der Waldbesucher gebe es eine Sicherungserwartung. Wichtig sei die Dokumentation, am besten mit Foto, falls etwas sein sollte. „Lieber einmal mehr absperren als einmal zu wenig“, so Herz.