Beim Adventsfenster
: So lief die Einweihung des neuen Schafstalls in Kirnbach

91 Tiere sind in den Stall eingezogen, die Einweihung wurde im Rahmen des Kirnbacher Adventsfensters mit vielen Besuchern gefeiert.
Von
Hannah Schmid
Oberndorf
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Dalschäfer-Vorsitzende Sandy Fleig und ihr Mann Marc Berger hießen die Schafe am Montag nach nur sieben Monaten Bauzeit im neuen Stall willkommen.

Schmid

Nach gut sieben Monaten Bauzeit inklusive Abriss des Vorgänger-Gebäudes konnten die 91 Tiere der Dalschäfer in ihren neuen Stall einziehen. Eingeweiht wurde der Unterschlupf am Tag nach dem Einzug im Rahmen der Kirnbacher Adventsfenster-Aktion, an der sich der Verein bereits in den Vorjahren beteiligt hatte.

Das Interesse der Bürger am Projekt zeigte sich schnell: In und vor dem neuen Stall wimmelte es bald vor neugierigen Besuchern, die den Weihnachtsvorabend in gemütlicher Atmosphäre genossen.

Vereinsvorsitzende Sandy Fleig und ihr Mann Marc Berger bedankten sich bei dieser Gelegenheit bei allen rund 30 ehrenamtlichen Helfern, die seit Oktober unermüdlich daran gearbeitet hatten, das damals rohe Holzgerüst bezugsfertig zu machen. Insgesamt rund 1200 Arbeitsstunden seien dabei eingebracht worden. Auch an die involvierten Handwerksfirmen und die Stadt Wolfach sprachen die beiden ein „riesiges Dankeschön“ aus. Der Umbau habe viel Kraft und Nerven sowie eine lange Planung gekostet, doch nun sei das Großprojekt endlich fertig.

Bei der Einweihung gab es auch vieles über den Verein zu erfahren

Zu einer besinnlichen Einstimmung auf die Feiertage wurde die Einweihung im Anschluss mit dem gemeinsamen Singen bekannter Weihnachtslieder, begleitet von Matthias Stelzer am Waldhorn. Daneben konnten die Besucher den Verein näher kennenlernen: Zum Kauf angeboten wurden Schaffelle, Filzsets und Rohwolle, zusammen mit einer kleinen Demonstration am Spinnrad. Auch kulinarisch gab es Verschiedenes vom Schaf. Kostproben genossen die Gäste beim Grillstand vor dem Stall – neben der obligatorischen Tasse Glühwein oder Punsch.

Erst kurz vor dem Fest wurden die Arbeiten am Stall beendet. In den Wochen nach dem Stallbaufest Ende November musste noch einiges fertiggestellt werden, berichtet Fleig. Dazu gehörten unter anderem Wasserleitungen samt Isolierung sowie der Futtertisch in der Stallmitte, der erst in den vergangenen Wochen ergänzt wurde. Außerdem brachten die Schäfer Horden – also einzäunende Gitter – an und bedeckten den Boden mit Stroh. „Es war am Ende doch recht stressig, den Termin für die Einweihung einzuhalten“, räumt Fleig ein.

55 Tiere sind hochträchtig – rund 70 Lämmer werden im Januar erwartet

Größere Probleme seien jedoch nicht aufgetreten. Man merke eben oft erst beim Arbeiten, dass manches nicht so schnell oder exakt funktioniert wie geplant. Hinzu kam, dass der gesamte Bau in ehrenamtlicher Arbeit erfolgte. Die mehr als 30 freiwilligen Helfer – Vereinsmitglieder und externe Unterstützer – konnten nur abends und neben ihrem Beruf auf der Baustelle sein. Die frühe Dunkelheit im Winter erschwerte die Arbeiten zusätzlich.

Umso größer war die Erleichterung, als die Elektriker schließlich den Stromanschluss für den Stall fertigstellten. Die Fertigstellung kommt genau zur richtigen Zeit, freut sich Fleig.

Mit Hornbegleitung von Matthias Stelzer wurde es bei der Einweihung besinnlich.

Foto: Schmid

55 der 91 Tiere sind derzeit hochträchtig, rund 70 Lämmer werden im Januar erwartet. Ein sicherer Rückzugsort, in dem sich die Schafe bis dahin eingewöhnen können, ist daher besonders wichtig. Zudem soll es im neuen Jahr kälter werden. „Bleibender Schnee direkt zu Beginn des Winters wäre sehr herausfordernd gewesen“, merkt Fleig an. Umso besser, dass der neue Stall nun steht – komplett mit allen nötigen Ergänzungen. Die Entscheidung, den Bau um ein Jahr zu verschieben, habe sich im Nachhinein als goldrichtig erwiesen. Sonst hätten die Arbeiten erst im Sommer begonnen, was eine Fertigstellung vor dem Winter deutlich erschwert hätte.

Von der Idee zur Fertigstellung

Die Idee für den kommunalen Schafstall entstand bereits im Dezember 2021. Damals wurde der Plan für einen ehrenamtlichen Verein der Dalschäfer als Nachfolger von Robert Pachollek entwickelt, der den alten Stall bewirtschaftet hatte. In den bisherigen, schwierigen Räumlichkeiten hätte der Verein diese Aufgabe nicht übernommen. Von Anfang an waren Stallbau und Vereinsgründung eng miteinander verknüpft. Auch die Stadt Wolfach habe den Verein von Beginn an unterstützt, betont Dalschäfer-Vorsitzende Sandy Fleig. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verein und Handwerkern sei stets gut gewesen.Seit dem Bollenhutfeschd im Mai, bei dem die Schafe noch im alten Stall geschoren wurden, liefen die Arbeiten auf Hochtouren. Im Juli begannen die Erdarbeiten, im September folgten nach kleineren Lieferschwierigkeiten die Zimmerarbeiten. Ab Oktober legte der Verein selbst Hand an: Wände, Windschutznetze, Elektroinstallationen, eine kleine Werkzeugkammer und vieles mehr wurden in Eigenleistung umgesetzt.

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