Autorin aus Oberwolfach
: Das bedeutet die Nominierung ihres Buches für Astrid Lehmann

Der Roman „Nur ein kurzer Sommer“ der Oberwolfacherin Astrid Lehmann ist in der engeren Auswahl für den Delia-Literaturpreis 2026.
Von
Steffanie Müller
Oberndorf
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Astrid Lehmann mit ihrem Roman, der im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde.

Rossignol (Archivfoto)

Schon im Herbst war Astrid Lehmanns Roman „Nur ein kurzer Sommer“ für den Lovelybook Community Award 2025 in der Kategorie „Historische Romane“ nominiert. Nun darf sich die Autorin aus Oberwolfach über eine weitere Anerkennung freuen: Ihr zweiter Roman steht auf der Shortlist für den Delia-Literaturpreis 2026, der jährlich anspruchsvolle Liebesromane würdigt.

Insgesamt 330 Titel wurden von seriösen, deutschsprachigen Verlagen eingereicht, zehn schafften es in die engere Auswahl – darunter Lehmanns Werk, das im Gmeiner-Verlag erschien. Hinter dem Preis steht die Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autorinnen und -Autoren, die seit 2003 besteht. Eine fünfköpfige Jury aus diesem Kreis entscheidet über die Aufnahme in die Shortlist und den Gewinner.

Von der Nominierung über Soziale Medien erfahren

„Die Nominierung war eine riesige Überraschung“, sagt Lehmann. Erfahren habe sie davon eher zufällig über die Sozialen Medien. „Die Shortlist wurde am Valentinstag veröffentlicht. Wegen der gleichzeitigen Fasnet und urlaubsbedingter Abwesenheiten im Verlag habe ich es auf diesem Weg entdeckt“, erzählt sie.

Dass ihr Roman zwar ursprünglich der Kategorie Historische Romane zugeordnet wurde, nun aber als Liebesroman gelistet ist, empfindet sie als passend. „Es ist eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs“, erklärt Lehmann. Die Handlung spielt sowohl in der Bretagne als auch im Schwarzwald – und verarbeitet Teile ihrer eigenen Familiengeschichte. Klassische Liebesgeschichten, in denen am Ende alles glatt ausgeht, seien ohnehin nicht ihr Stil: „Ich erzähle lieber Geschichten, die alle Facetten des Lebens zeigen.“

Mit einem Sieg rechnet die Autorin allerdings nicht. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert, doch viele der nominierten Kolleginnen seien deutlich bekannter als sie. „Die Nominierung an sich ist schon eine Auszeichnung“, sagt sie. Freude bereite die Anerkennung nicht nur ihr: „Auch wenn ich allein im stillen Kämmerlein schreibe, ist ein Buch immer Teamarbeit.“ Besonders für ihren Lektor sei die Nominierung eine große Motivation.

Ihr nächster Roman soll im Juni erscheinen

Unabhängig von Auszeichnungen läuft es für das Buch bereits gut: Rund 25 Lesungen hat Lehmann bislang absolviert, darunter auch einen Auftritt auf der Leipziger Buchmesse. Eigentlich wollte sie die Messe in diesem Jahr auslassen – doch da die Preisverleihung am 21. März dort stattfindet, überlegt sie nun, doch noch einmal hinzufahren.

Währenddessen arbeitet Lehmann schon an ihrem nächsten Roman, der im Juni erscheinen soll. Wieder handelt es sich um eine deutschfranzösische Geschichte, die sowohl in Frankreich als auch im Schwarzwald spielt – diesmal jedoch in einer späteren Epoche. Details darf sie aber noch nicht verraten.

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