Auch Privatgrundstücke kommen infrage
: Steinach ist weiterhin auf der Suche nach einem Funkmaststandort

Der Gemeinderat von Steinach hat in seiner Sitzung am Montag über den Antrag der Deutschen Telekom zur Errichtung eines weiteren Funkmasts beraten. Die Entscheidung wurde am Ende vertagt.
Von
Christine Störr
Steinach
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Seitens der Telekom wird ein Standort im interkommunalen Gewerbegebiet bevorzugt. Der Gemeinderat hat andere Vorstellungen. Jetzt sollen Alternativen geprüft werden, bevor im November neu beraten wird.

Seitens der Telekom wird ein Standort im interkommunalen Gewerbegebiet bevorzugt. Der Gemeinderat hat andere Vorstellungen. Jetzt sollen Alternativen geprüft werden, bevor im November neu beraten wird.

Christian Kornmeier
  • Steinach prüft weiter einen Standort für einen neuen 25-Meter-Mobilfunkmast.
  • Telekom bevorzugt das interkommunale Gewerbegebiet, der Gemeinderat will Alternativen.
  • Drei Flächen wurden geprüft; beim Festplatz stehen Naturdenkmäler im Weg, eine scheidet aus.
  • Ratsmitglieder streiten über Sichtbarkeit und Strahlung, beide diskutierten Orte liegen nahe Wohnbebauung.
  • Entscheidung vertagt, im November erneute Beratung – auch Privatgrundstücke sind gefragt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Deutsche Telekom und die Deutsche Funkturm GmbH haben bei der Gemeinde Steinach und dem Zweckverband Interkom die Anfrage zum Bau eines Funkmasts im Gewerbegebiet gestellt. Darüber informierte Bürgermeister Benedikt Eisele den Gemeinderat in der Sitzung am Montag. „Für den geplanten Standort wird eine Fläche von zehn mal zehn Metern für die Errichtung des 25 Meter hohen Mobilfunkmasts benötigt“, umriss er die Anforderung.

Drei Flächen seien angefragt und geprüft worden, die Bürgermeister der Raumschaft seien in der Verbandsversammlung mit dem Standort Interkom einverstanden gewesen. Die untersuchte Fläche beim Festplatz würde zwar reichen, allerdings gebe es dort zwei Bäume, die als Naturdenkmal kategorisiert seien, und eine Fläche zur Renaturierung grenze an. Die dritte Fläche scheide aufgrund der benötigten Fundamentfläche aus.

Einige Bürger sind skeptisch wegen Stahlung

Xaver Rockenstein (FWV) sprach sich für das Grundstück beim Festplatz aus: „Uns entgehen Mieteinnahmen, wenn der Funkmast im Interkom steht.“ Nach dem Telekommunikationsgesetz sei fast alles an Standorten möglich, es sei aber kein Freibrief. Er plädierte dafür, die Gemeindeflächen westlich des Festplatzes und westlich des Zweckverbandsgebiets zu prüfen, um die Mieteinnahmen zu sichern.

Hartmut Schwendemann (Grüne) hielt den Festplatz aufgrund der Lage für geeignet. „Wenn man auf der B 33 fährt, sieht man sonst das Industriegebiet und den 25 Meter hohen Mast, der mitten im Tal steht“, begründete er. Dass der Funkmast benötigt werde, stehe außer Frage. Klaus Schöner (CDU) gab zu bedenken: „Es gibt auch Bürger, die skeptisch sind bezüglich der Strahlung.“ Ob diese nun gesundheitsgefährdend sei oder nicht, könne er nicht beurteilen. Aber beide Standorte würden nah an der Wohnbebauung liegen. „Mit einem Standort weiter weg würden sich die Leute wohler fühlen“, argumentierte er.

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Bürgermeister Benedikt Eisele erklärte: „Wir sind nicht dazu verpflichtet, dem Antrag zuzustimmen. Wir können die Anregungen noch einmal mitnehmen und in der November-Sitzung den Tagesordnungspunkt noch einmal einbringen.“ Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Vertagung aus.

Privatgrundstücke

Eisele rief dazu auf, sich auch als Privatperson bei der Gemeinde zu melden, falls man über geeignete Flächen für einen Funkmast verfügt.