Zunftball in Bierlingen
: In „Aladins magischer Nacht“ gehen Wünsche in Erfüllung

Nach dem Rosenmontagsumzug sind die Bierlinger Narren noch einmal richtig in Fahrt gekommen. Beim Zunftball gab es ein ein abendfüllendes närrisches Programm.
Von
Marzell Steinmetz
Oberndorf
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Die Showtanzgruppe der Narrenzunft beschert eine magische Nacht.

Steinmetz

Das Publikum durfte sich zur Einstimmung mit der Band Caro erst einmal warmschunkeln. Wie schön es ist, barfuß im Regen zu tanzen, zeigten dann die Minis der Narrenzunft. Mit ihrem Regenbogentanz begeisterten sie die Zuschauer.

Die Cowgirls des Musikvereins Bierlingen machten den Wilden Westen unsicher, schwangen Lassos, fingen Kühe ein und genehmigten sich noch einen Drink im Saloon. Da war jede Menge Action geboten, so wie die immer lächelnden Tänzerinnen über die Bühne wirbelten.

Aber jeder wird mal älter, auch die Narrenräte, die sich nun im Altenheim wiederfinden. Leider sind gerade Sparmaßnahmen angesagt, und die Senioren müssen bei der Morgentoilette vom Waschwasser bis zum Handtuch alles miteinander teilen. In der Dauerschleife läuft derweil Heintjes „Oma so lieb, Oma so nett“. Am Ende wird der Inhalt des Nachttopfs über den Köpfen der Zuschauer ausgeleert, zum Glück sind nur Bonbons drin.

Gitarrenbegleitung wird lautstark gesungen

Eine recht fidele Gruppe sind die Moofanger. Zuerst erledigen sie noch schnell den Haushalt, anschließend geht es zum Vollmond-Stammtisch. Mit Gitarrenbegleitung wird lautstark „Sapperlott“ gesungen, über den Zunftmeister getratscht oder über die „Staus“ im Supermarkt gelästert. Den eingängigen Refrain konnte bald jeder mitsingen.

Am Vollmond-Stammtisch gibt es viel zu erzählen.

Foto: Steinmetz

Danach kündigte Zunftmeister Michael Baur einen besonderen Kinoabend an. Die Kinobesucher in der ersten Stuhlreihe beschäftigen sich jedoch weniger mit dem Film, als vielmehr mit der Popcorn-Tüte und dem Nachbarn. Bald bandeln alle miteinander an, bis nur noch zwei übrig sind – eine witzige Pantomime.

Die Kinobesucher in der ersten Reihe

Foto: Steinmetz

Die Showtanzgruppe der Narrenzunft hatte in diesem Jahr einen Abstecher in den Orient gemacht. Die Mädchen ließen in „Aladins magischer Nacht“ Wünsche in Erfüllung gehen. Ihr gelungener Tanz löste Begeisterungsstürme aus. Aber danach wurde es gruselig. Die Eulentalhexen trieben im Wald zwischen Bierlingen und Sulzau mit ihrem wilden Tanz ihr Unwesen. Den Schlusspunkt des Programms setzte der Zunftmeister mit der obligatorischen Narrenpredigt. Danach war die Bühne endgültig frei zum Tanz.

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