Weihnachtsmarkt Ergenzingen: Menschen strömten durch Marktmeile

Ortsvorsteher Timo Wachendorfer und Rottenburgs Bürgermeisterin Annette Schwieren eröffneten den Ergenzinger Weihnachtsmarkt.
RanftDort hatten sich bereits viele Menschen versammelt und Ortsvorsteher Timo Wachendorfer oblag es, nach dem letzten Glockenschlag und den Klängen des Posaunenchores der evangelischen Verbundkirchengemeinde Eckenweiler/Ergenzingen, sein Grußwort an die Besucher zu richten.
Darunter befanden sich auch Rottenburgs Bürgermeisterin Annette Schwieren, der katholische Geistliche Jens Brückner und die evangelische Pfarrerin Els Dieterich. Die Letzteren Beiden hatten für den kirchlichen Impuls an diesem Tage gesorgt und die erste Kerze am Adventsgesteck angezündet. Als gute Nachbarn hatten sich auch die beiden Ortsvorsteher der Nachbargemeinden Philipp Küfer (Baisingen) und Ralf Essigke (Eckenweiler) nicht nehmen lassen, ihre Gemeinden zu vertreten und auch eine kleine Delegation aus der burgenländischen Partnergemeinde Gols war vor Ort.
Ideenreiche und vorweihnachtlich geprägte Vielfalt
Passende Worte zum 31.Weihnachtsmarkt fand Bürgermeisterin Annette Schwieren. Die besondere Attraktivität des Marktes bestehe darin, dass dieser nicht auf reinen Kommerz ausgerichtet sei, sagte sie. Unter den Marktbeschickern seien viele Hobbykünstler, Vereine und Institutionen, die in Sachen „Hand Made“ unterwegs seien und für eine bunte, ideenreiche und vorweihnachtlich geprägte Vielfalt sorgten. Davon konnten sich die Besucher anschließend bei einem Rundgang überzeugen. Allerdings wurde es schon am frühen Samstagabend immer schwieriger, sich zwischen den Marktständen zu bewegen. Da wurden Parkplätze zur Mangelware und die Menschen strömten dicht an dicht durch die Marktmeile.

Unmittelbar nach der Eröffnung strömten die Besucher.
Foto: RanftAn den 40 Marktständen gab es ein umfangreiches, der Jahreszeit entsprechendes Angebot, angefangen mit weihnachtlichen Accessoires, über Kerzen, Christbaum – und Modeschmuck, bis hin zu kunstvoll selbstgebasteltem aus Holz, vorweihnachtlichen Leckereien und Geschenkartikeln.
Auch die örtlichen Vereine und Institutionen waren stark vertreten. Die Gemeinschaftsschule bot von den Kindern selbst Gebasteltes und auch Gebäck aus der Schulküche an, der Arbeitskreis Senioren Wollsocken und der Musikverein den traditionellen weißen Golser Glühwein nebst Winzerwurst. Für weitere Gaumenfreuden sorgten der Turn- und Sportverein, das örtliche DRK, die Narrenzunft und die Kolpingfamilie. Silke und Martin Baur warteten einmal mehr mit ihrer vom Weihnachtsmarkt nicht mehr wegzudenkenden „heiße Zwetschge“ auf und die evangelische Verbundkirchengemeinde bewirtete im Adolph -Kolping-Saal mit Kaffee und Kuchen.

Vielseitig war das Angebot auf der Marktmeile.
Foto: RanftWer den Samstag besinnlich und abseits des Markttrubels ausklingen lassen wollte, konnte dieses am Abend bei einem Gospelkonzert in der Heilig – Geist – Kirche tun.
Fein und mit wechselnden Marktbeschickern
Die musikalische Umrahmung auf der Marktmeile zeigten an beiden Tagen Andreas Braun auf seiner Mundharmonika, sowie die Fleckenhuper (Samstag) und der Musikverein (Sonntag) zuständig. Bei den kleinen Gästen sorgte ein Kinderkarussell für Kurzweil, außerdem gab es am beiden Tagen von 14 Uhr bis 17 Uhr Spiel und Bastelmöglichkeiten im Vinzenz-Härle- Saal.
Im Gegensatz zu den Frühjahr- und Herbstmärken, die in den letzten Jahren in Ergenzingen zunehmend an Bedeutung verloren, konnte sich der Weihnachtsmarkt weiter etablieren. Mit der Devise nicht zu klein, aber fein und auch wechselnden Marktbeschickern scheint man den richtigen Weg beschritten zu haben und der samstägliche Rekordbesuch dürfte wohl auch seinen Platz in der nunmehr 236 Jahre alten Ergenzinger Marktgeschichte finden.