Wallfahrtskirche in Heiligenbronn
: Kunstvoll gestalteter Blumenteppich imponiert

Schmucker Erntedank-Altar in der katholischen Wallfahrtskirche in Heiligenbronn/Waldachtal lädt ein, entdeckt zu werden.
Von
Walter Maier
Oberndorf
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Eindrucksvoll: Besucher lassen sich vom Hochaltar und dem Erntedankaltar faszinieren.

Walter Maier

In Heiligenbronn ist nicht nur die katholische Dekanatswallfahrt ein Besuchermagnet. Täglich pilgern Menschen, die Zuspruch und Hilfe suchen in den Nöten des Lebens, zur Wallfahrtskirche.

Im Monat Oktober steht der Blumenteppich des Erntealtars im Fokus, den jedes Jahr Magdalena Störzer aus Lützenhardt kunstvoll gestaltet. Heuer wurde sie von ihrer Tochter Verena unterstützt.

„Zum Erntedankfest sind wir wieder beschenkt mit einem wunderbaren Körnerbild vor dem Altar.“, freut sich Schwester Martina Küting. Ein Bild der Dreifaltigkeit aus der Kirche in Ochsenhausen ist dieses Jahr das Motiv des Kunstwerkes.

Barocke Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1747

Die Wallfahrtsseelsorgerin meint: „Wunderbare Erntegaben sowie ein Brot-Altar ergänzen das Gesamtbild des Erntedankes und laden dazu ein, Gott zu loben und zu danken.“ Und die Ordensfrau fügt hinzu: „Denn nichts ist selbstverständlich. Alles ist Geschenk!“

Früchte zieren den Altarraum in Heiligenbronn.

Foto: Walter Maier

Es ist Gelegenheit, sich in der barocken Wallfahrtskirche von 1747 umzuschauen und zu beten. Die Brot-Gaben spendete die Bäckerei Norbert Rupp in Lützenhardt. Soll heißen: Wir Menschen sollten dankbar sein für das tägliche Brot, das weltweit betrachtet, keine Selbstverständlichkeit ist.

Aufgefahren in den Himmel: Das Motiv des Blumenteppichs 2025 stammt aus einem Fresken-Zyklus.

Foto: Walter Maier

Die 73-jährige Blumenteppich-Gestalterin Magdalena Störzer, die früher lange Zeit als Pfarramtssekretärin im katholischen Pfarrbüro ihrer Heimatgemeinde Lützenhardt arbeitete, hat 2025 die Heilige Dreifaltigkeit aus einem Zyklus der katholischen St. Georg Barockkirche in Ochsenhausen ausgewählt.

Für den Brot-Altar spendete Bäcker Norbert Rupp aus Lützenhardt die Gaben.

Foto: Walter Maier

Das Bild stellt den Inhalt des Dreieinigkeits-Festes dar. Gott Vater als Schöpfer der Welt mit goldenem Zepter, Gottes Sohn und der Heilige Geist bilden zusammen eine geheimnisvolle Einheit. Die Himmelfahrt Christi ist angedeutet. Der theologische Gedanke der Trinität findet hier eine bildliche Darstellung.

Um 1784 entstandener zwölfteiliger Freskenzyklus

Der Credo-Zyklus im Gotteshaus in Ochsenhausen in Oberschwaben ist ein um 1784 entstandener zwölfteiliger Freskenzyklus des Malers Johann Joseph Anton Huber in den Seitenschiffen von St. Georg, der früheren Stiftskirche der ehemaligen Reichsabtei.

Fallback Image SB

Schwarzwälder Bote

Im Stil des Frühklassizismus ist es eine der wenigen Darstellungen der zwölf Glaubensartikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses in der christlichen Malerei. Der sechste Artikel, der in der Wallfahrtskirche in Heiligenbronn/Waldachtal zu sehen ist, beschreibt „Aufgefahren in den Himmel“.

Heiliger Bronnen

Der historische Wallfahrtsort Heiligenbronn
ist bekannt durch seine Wallfahrtskirche und ihre heilende Quelle. Die Wallfahrt hat ihren Ursprung im Jahr 1350, als ein Hirte bemerkte, dass das Wasser einer Quelle heilende Eigenschaften hatte. Die als „Heiliger Bronnen“ bekannte Quelle zog viele Menschen an, die dort Trost und Heilung suchten.

Als Kleinod
in der Gemeinde Waldachtal nahe Salzstetten und Lützenhardt gilt die barocke katholische Wallfahrtskirche zur „Schmerzhaften Muttergottes“ von 1747. Besonders verehrt wird das Gnadenbild, eine um 1500 entstandene Pieta, welche den Hochaltar ziert. Der schmucke Altar mit seinen vielen Details lädt ein, von Besuchern und Wallfahrern entdeckt zu werden. Das spirituelle Zentrum des katholischen Dekanats Freudenstadt zieht Menschen aus der Region und darüber hinaus an.

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