Unterstützung aus Waldachtal: Städte und Gemeinden zunehmend unter Druck

Annick Grassi, Kreisverbandsvorsitzende des Gemeindetags und Bürgermeisterin in Waldachtal.
GrassiDer Kreisverband Freudenstadt des Gemeindetags Baden-Württemberg unterstützt ausdrücklich den offenen Bürgerbrief von Gemeindetagspräsident Steffen Jäger im Namen der 1065 Mitgliedsstädte und -gemeinden.
„Die kommunalen Haushalte und damit wir 16 Städte und Gemeinden geraten zunehmend unter Druck, während die staatlichen Leistungsversprechen immer weiter steigen. Die Folgen sind in allen Kreisgemeinden spürbar“, scheibt Annick Grassi in ihrer Funktion als Kreisverbandsvorsitzende des Gemeindetags.
Und weiter: „Allein im Jahr 2025 rechnen mehr als 80 Prozent der Kommunen mit einem unausgeglichenen Ergebnishaushalt. Auch die meisten Städte und Gemeinden in unserem Landkreis können ihre Pflichtaufgaben wie den Ausbau der Kinderbetreuung, die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen oder Investitionen in die kommunale Infrastruktur kaum noch aus eigener Kraft stemmen.“
Herausforderungen sind im ganzen Land spürbar
„Wir unterstützen diesen Appell des Gemeindetags ausdrücklich. Die Herausforderungen, die Präsident Jäger beschreibt, sind im ganzen Landkreis spürbar – wir dürfen die kommunale Ebene nicht weiter überfordern“, erklärt Annick Grassi.
„Es braucht einen politischen Kulturwandel. Wir brauchen weniger Ankündigungen in Form von ungedeckten Schecks und mehr Umsetzungsfähigkeit – mit realistischen Standards, auskömmlicher Finanzierung und echtem Vertrauen in die kommunale Verantwortung.“
„Der Bürgerbrief spricht uns aus dem Herzen. Er benennt, worum es geht: um Ehrlichkeit, um Verantwortung, um die Zukunftsfähigkeit unseres Staates. Deshalb unterstützen wir den Brief und wollen geschlossen den Bürgerinnen und Bürgern ‚reinen Wein‘ einschenken.“
Die Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortschreiben
Deutschland ist ein starkes Land und in unserem Kreis Freudenstadt haben wir in den zurückliegenden Jahrzehnten bewiesen, dass wir erfolgreich sein können. Jetzt brauchen wir den Mut, die Kraft und den Willen, diese Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft fortzuschreiben. In der Politik, in den Kommunen aber auch bei jedem Einzelnen. Wir alle müssen bereit sein beizutragen.