Umzug in Grünmettstetten: Kleiner Umzug mit unglaublich viel Pepp begeistert

Klein, aber fein, voller schöner Ideen und mit viel Brauchtum: Der Grünmettstetter Umzug war Fasnet vom Besten.
Lothar SchwarkSpannend wurde der Umzug von Dietmar Singer in der Verkleidung eines Clowns moderiert. Spürbar war, das die Umzugsteilnehmer mit viel Herzblut dabei waren. Das war auch an den bunten und einfallsreichen Kostümierungen spürbar. Nicht fehlen, durften die traditionellen Figuren der Alemannischen Fasnet. Hexen, Bären und Geister mit teils Angsteinflößenden Masken, sorgten bei manchen Zuschauer für Respekt. Auch musste man sich vor plötzlichen Konfetti Regen oder Malstiften in acht nehmen.
Im Gegenzug wurde jedoch auch Süßigkeiten gereicht. Rund 400 Besucher verfolgten einen abwechslungsreichen Umzug, der rund 35 Minuten dauerte. Der Weg führte vom Ortseingang in Richtung Feuerwehrhaus.
Doppelter Umzugsspaß
Damit sich die Zuschauer satt sehen konnten, führte der Umzug, erstmals in seiner Geschichte, wieder zum Ausgangspunkt zurück. Man spürte, hier war der größte Teil der Narren mit Begeisterung dabei. Das Wetter spielte trocken mit. Einzig ein böiger Nordostwind, fegte ab und an durch die Grünmettstetter Hauptstraße. Für die Bewohner ist der traditionelle Umzug, der laut Singer seit den 60er Jahren stattfindet, nahezu Pflicht.
Neue Gruppe trat auf
Alt und jung waren sichtlich mit viel Entzücken dabei. Zum Sehen gab’s allerhand. Nach den Mettstetter Steinach Hexa, reihten sich die „Freien Narren von der Steinach“ im Umzug ein. In schneeweißen Kostümen und mit einem Storch als Kopfschmuck, spielte der Musikverein Grünmettstetten zünftig als echte Augenweide auf. Die „Mettstetter Saibäre“ wurden genauso bestaunt wie die Buttenträger aus Bittelbronn. Die neu gegründete Gruppe aus dem Nachbarort hatte hier ihren ersten Auftritt. Die Figur resultiert aus der Vergangenheit, als es noch keine Wasserleitungen gab. „Bittelbronn hatte keinen Bach, sondern nur drei Ziehbrunnen, die im Sommer manchmal austrockneten.“
So musste Wasser durch Buttenträger von Mettstett oder Dettlingen geholt werden, informierte Singer die gespannte Zuschauerschar. Der „Raben Clan“ (Gruppe um Familie Lehmann) kam genauso an wie der Kindergarten Grünmettstetten, der unter dem Motto „ Der Kindi taucht ab“ die Straße eroberte. Die Narrenzunft Lützenhardt glänzte mit ihren Schafhofhexen, Bürstenmacher Gassenfetzer, Tanzmäusle und Maierhof-Schäfle. Als Cheerleader waren die Step Ladys aus Grünmettstetten dabei.
Vielfalt des Brauchtums
Ebenso ein Blickfang die Golden Ladys. Es folgten die Bellestoa Dämone Wittendorf vor den Schwarzwald Wölfen Lichtental. Aus Simmersfeld waren die Schnaittbach Hexen unterwegs, die Narrenzunft Bad Teinach war ebenso dabei, und mit zünftiger Blasmusik bildete der Musikverein Bittelbronn den Schluss des Umzugs. Nach Ende des Umzugs konnte man es sich an sieben Ständen gemütlich machen. Die Umzugsprämierung folgte um 19.30 Uhr. Die Rede dazu hielten die Lendekreuzbeglespenner. Singers Dank ging auch an die Familie und Baugeschäft Ade, die die umfangreiche Beschilderung für die Straßenabsperrung vorgenommen und Dixis bereitgestellt hatten.