Tragödie in Waldachtal
: Mann tötet seine Frau und einen Säugling

Ein 37-Jähriger hat am Sonntag in Waldachtal seine Frau getötet. Im Anschluss tötete er nach ersten Erkenntnissen sich und einen Säugling bei einem Autounfall. Ein Kind überlebt.
Von
Daniel Begemann
Oberndorf
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Mehrere Tote bestätigt die Polizei nach einer Familientragödie in Waldachtal. (Symbolfoto)

© oconairekat - stock.adobe.com

Entsetzen macht sich am Sonntagabend in Waldachtal breit, als bekannt wird, dass ein Mann in Salzstetten seine Frau und anschließend eines seiner beiden Kinder und sich selbst getötet hat.

Die Polizei bestätigt am Montag das Verbrechen: Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kam es am Sonntagabend gegen 20 Uhr zwischen einem 37-jährigen Mann und dessen 34 Jahre alten Lebensgefährtin aus noch ungeklärter Ursache zu einem Streit in der gemeinsamen Wohnung. In dessen Verlauf verletzte der 37-Jährige das Opfer mittels scharfer Gewalt tödlich. Der Tatverdächtige verließ unmittelbar nach der Tat mit dem gemeinsamen knapp drei Monate alten Säugling und dem 22 Monate alten Kleinkind die Wohnung und fuhr mit seinem Auto auf der Kreisstraße 4721 in Richtung Pfalzgrafenweiler.

Dort steuerte er vermutlich bewusst sein Fahrzeug in den Gegenverkehr und prallte frontal mit einer 29-jährigen Fahrerin eines VW zusammen. Der Mann und der Säugling erlagen noch an der Unfallstelle ihren lebensgefährlichen Verletzungen.

Das Kleinkind und die VW-Fahrerin wurden mit schweren, aber derzeit nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Hubschrauber im Einsatz

Zur abschließenden Klärung der Unfallursache wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Rottweil ein Gutachter eingebunden. Beide Fahrzeuge wurden sichergestellt. Die Kreisstraße 4721 war für mehrere Stunden gesperrt. Im Einsatz war neben der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und der Polizei auch ein Rettungshubschrauber.

Noch in der Nacht wurden durch die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Pforzheim die weiteren Ermittlungen bezüglich der Hintergründe und Zusammenhänge der Ereignisse und dem Tatmotiv aufgenommen. Gesondert wurde hierzu die Rechtsmedizin Tübingen eingebunden, um insbesondere die Todesursache des Opfers zu klären.

Leser äußern sich am Montag gegenüber unserer Redaktion schockiert.

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