Traditionsfest in Betra
: Herzblut, Schweiß und Zwiebelbeeda

Trotz einer drückenden Sommerhitze zog es bereits zur Eröffnung zahlreiche Besucher auf das Festgelände im historischen Ortskern nahe der historischen Backküche.
Von
Andreas Wagner
Horb-Betra
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Zwiebelbeedafest

Das Zwiebelbeedafest in Betra lockte viele Besucher.

Andreas Wagner
  • Zwiebelbeedafest in Betra zieht trotz Hitze viele Besucher an – zentral am historischen Backofen.
  • Ortsvorsteher Stefan Schäfer dankt Helfern und betont Bedeutung des Fests für die Dorfgemeinschaft.
  • Fassanstich mit Hochdorfer-Bier gelingt nach drei Schlägen; Stadtkapelle Binsdorf spielt „Ein Prosit“.
  • Zwiebelbeeda kommen aus dem bis zu 300 Grad heißen Holzbackofen, der eine Woche vorgeheizt wird.
  • Rahmenprogramm: Schweizer Tell Symphoniker als Gäste, abends „Schwarzwald-Buam“ und Frühschoppen am Sonntag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ortsvorsteher Stefan Schäfer lobte in seiner Ansprache vor allem den unermüdlichen Einsatz der Helferinnen und Helfer, die seit den frühen Morgenstunden in brütender Hitze für den Aufbau gesorgt hatten. „Heute Morgen um sieben Uhr hat noch niemand was von dem Fest gesehen“, verdeutlichte Schäfer den reibungslosen Ablauf. Dies sei angesichts der „dackelig warmen“ Temperaturen dennoch kein Spaziergang gewesen.

In seiner Rede hieß der Ortsvorsteher neben den Vertretern des Ortschaftsrats auch den Geschäftsführer der Hochdorfer Kronenbrauerei, Eberhard Haizmann, willkommen. Ein ganz besonderer Gruß galt den weit angereisten Gästen aus der Schweiz: Die Tell Symphoniker aus dem Kanton Uri, kommen mittlerweile nicht nur während der Fasnets-Saison nach Betra, sondern haben seit dem letzten Jahr auch das Zwiebelbeedafest für sich entdeckt.

Ein symbolkräftiges Essen

Schäfer betonte die immense Bedeutung des Festes, das längst als wichtiges Aushängeschild für Betra gilt. „Betra wird draußen mit den Zwiebelbeeda assoziiert, darauf dürfen wir stolz sein“, so der Ortsvorsteher. Das Fundament für solche erfolgreichen Feste bilde die außergewöhnlich gute Dorfgemeinschaft und starke Vereinslandschaft. Bei gerade einmal 1000 Einwohnern zählt der Ort stolze 17 Vereine, die das dörfliche Zusammenleben auf beeindruckende Weise prägen und unterstützen. „Jeder Verein gibt das Beste für die Dorfgemeinschaft und dafür danke ich“, betonte Schäfer.

  • Zwiebelbeedafest Betra

    Ortsvorsteher Stefan Schäfer, assistiert von Brauereichef Eberhard Haizmann,  hatte keine Mühe mit dem Fassanstich.

    Andreas Wagner
  • Zwiebelbeedafest Betra

    Drei Hämmer hatte die Brauerei vorsorglich für den Fassanstich zur Verfügung gestellt. Ortsvorsteher Schäfer genügte einer.

    Andreas Wagner
  • Zwiebelbeedafest Betra

    Die Stadtkapelle Binsdorf sorgte für schwungvolle Unterhaltung.

    Andreas Wagner
  • Zwiebelbeedafest Betra

    Die beliebten Zwiebelbeeda wurden mit Liebe und Sorgfalt zubereitet.

    Andreas Wagner
  • Zwiebelbeedafest Betra

    Am Backofen, in dem es rund 300 Grad heiß war, wurde in der sommerlichen Wärme hart gearbeitet.

    Andreas Wagner
  • Zwiebelbeedafest Betra

    Gemütliche Stimmung am Zwiebelbeedafest in Betra

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  • Zwiebelbeedafest Betra

    In den Abendstunden waren an den Festgarnituren fast keine Plätze mehr frei.

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  • Zwiebelbeedafest Betra

    Das Zwiebelbeedafest in Betra lockt Gäste aus nah und fern an.

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  • Zwiebelbeedafest Betra

    In der Betraer Dorfmitte lässt es sich schön feiern.

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  • Zwiebelbeedafest Betra

    Die Schwarzwald Buam sorgten für beste Unterhaltung.

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  • Zwiebelbeedafest Betra

    Das Zwiebelbeedafest Betra war gut besucht.

    Andreas Wagner
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Erstmals wurde heuer ein Hochdorfer-Fass angestochen, was Schäfer als wichtiges Zeichen für die Unterstützung des regionalen Handwerks und der Tradition hervorhob. Insbesondere vor dem Hintergrund des jüngsten Insolvenzschocks der 170 Jahre alten Schussenrieder Brauerei Ott, den er bedauernd erwähnte.

Drei Hämmer liegen parat

Damit das Bier anschließend auch fließen konnte, legte Haizmann dem Ortsvorsteher gleich drei Hämmer für den Anstich parat. „Scheinbar haben die Angst, ich könnte einen Hammer zerstören“, stellte Schäfer leicht amüsiert fest.

Tatsächlich kam ein solches Malheur in dieser Region schon vor. Rexingens Ortsvorsteher Mario Kamphoff schaffte es beim Fassanstich des Lochbrunnenfests 2024 nicht nur, dass der Hammer komplett hinüber war. Auch der Zapfhahn fiel Kamphoff zum Opfer. Schäfer blieb von einem solchen Unglück verschont und konnte nach drei Schlägen seine Besucher mit dem Gerstensaft verköstigen. Prompt stimmte die Stadtkapelle Binsdorf nach dem gelungenen Fassanstich „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ an und durfte sich ebenfalls an der kühlen Erfrischung aus dem Fass erfreuen.

300 Grad heißer Backofen

Währenddessen ging es sprichwörtlich heiß her in der Backstube, wo die begehrten Zwiebelbeeda in dem bis zu 300 Grad heißen Holzbackofen zubereitet wurden. Bis zu 25 Zwiebelbeeda passen rein in den restaurierten Holzbackofen, der seit Jahrzehnten - ursprünglich als Gemeindebackofen – in Betrieb ist. Während die Temperaturen im Außenbereich nahe an 40 Grad in der Sonne kletterten, hielt das tapfere Backpersonal sprichwörtlich saunaähnliche Temperaturen aus.

Damit der historische Ofen zum Event bereits die benötigte Temperatur hat, wird dieser bereits eine Woche zuvor angefeuert. In sechs bis sieben Schichten muss täglich über die ganze Woche hinweg Holz nachgelegt werden, damit die Backtemperatur erreicht werden kann.

Küchenhelfer sind motiviert

Hoch motiviert und ebenso routiniert arbeiteten die fleißigen Helfer Hand in Hand und sorgten bestens für ein kulinarisches Erlebnis auf dem Fest. Und neben der begehrten Leibspeise fuhr der Musikverein auch mit Grillwürsten, Steak, Pommes, Burger sowie Speckbrot und Rettich mit Holzofenbrot auf. Am späten Abend sorgten dann die „Schwarzwald-Buam“ für beste musikalische Unterhaltung, während die Besucher gemütlich einen Drink an der Weinlaube nehmen konnten, oder vor der Bühne das Tanzbein schwangen. Am Sonntag eröffnete der Musikverein „Harmonie“ Unterjesingen das Fest mit dem Frühschoppen, während am Nachmittag die Musikvereine Römlinsdorf und Trichtingen die Feierlichkeiten umrahmten.

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