Tradition lebt in Waldachtal auf: Kinder freuen sich auf den Weihnachtstraktor

Die Lichterfahrt am Nikolaustag 2025 führt Kurt Geiger ab 17 Uhr mit seinem Lichterketten-Traktor an.
Walter Maier„Lichter sollen die Herzen erhellen.“, meint Kurt Geiger. Mit seinem Weihnachtstraktor fährt der frischgebackene 70-jährige Oldtimer-Liebhaber am Samstag, 6. Dezember, ab 17 Uhr bis 20 Uhr durch Salzstetten, um die Einwohner zu erfreuen. An die Kinder möchte er Geschenke verteilen. Wie in den Vorjahren werden diese schon auf den Nikolaus warten, der ja traditionell einmal im Jahr die Kinder beschenkt.
Die Lichterfahrt beginnt in Salzstetten-Süd. Nach 30 bis 40 Minuten führt die Tour weiter über die Ortsmitte, verbunden mit einer Rast im Motorhome des Motorsportvereins Waldachtal um Chef Hans Schmelzle im Erdgeschoss des Rat- und Gemeindehauses. Besucht werden dann Familien im Neubaugebiet Raitäcker, in der Panoramastraße, in der Oberdorfstraße und in der Brühlbachstraße.
Geiger hofft auf Begleitung durch alte Fahrzeuge
Der 14-jährige Enkelsohn Jonas darf bei seinem Opa Kurt mitfahren. Geiger hofft darauf, dass ihn weitere Kameraden von den Freunden alter Fahrzeuge Waldachtal begleiten werden, die ihr Domizil in Salzstetten haben. Halt machen wollen die durch den Ort tuckernden beleuchteten Oldtimer-Traktoren an Häusern, Garagen und in Hofeinfahrten.

Hallo Kinder in Salzstetten: Der Nikolaus kommt.
Foto: Walter MaierAufwendig verziert mit LED-Lichterketten und Schmuck-Utensilien hat Kurt Geiger seinen fast 60 Jahre alten Oldtimer-Traktor Fendt Farmer 3 S, der 1966 gebaut wurde und 45 PS leistet. Ausgestattet mit passender Mütze will er etwas Feeling des hierzulande beliebten Nikolaus-Tages verbreiten. „Mit meiner Lichterfahrt will ich etwas Leben in den Ort bringen“, beschreibt das 70-jährige aktive Mitglied der Freunde alter Fahrzeuge Waldachtal sein Vorhaben. Woher stammt die Idee für seine Nikolaus-Fahrt mit dem Lichter-Traktor?
Einfall stammt von Traktorfreunden im Erzgebirge
Kurt Geiger berichtet: „Dieser Einfall stammt von unseren Traktorfreunden im Erzgebirge, die auch ihre Traktoren mit Lichterketten verzieren.“ Geiger hat seinen Bulldog nach dem Vorbild des Coca-Cola-Trucks weihnachtlich gestaltet, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt.
Selbst zu Hause wieder flott gemacht hat er seinen Steyr-Traktor Type 84 E, Baujahr 1958. „Dieser ist in Österreich als Einkaufstraktor für Damen gelaufen, weil er einen Eilgang für schnelles Fahren hatte.“ Für Aufsehen sorgte Kurt Geiger in der Vergangenheit besonders durch sein motorisiertes Dreirad. Der leutselige Nostalgie-Fan sieht seine Aktion am Nikolaustag als eine kulturelle Bereicherung für seinen Wohnort.
Das ist Kurt Geiger
Kurt Geiger
ist der Sohn des Waldachtaler Originals Manfred Geiger (1926-1985), den alle „Somamale“ gerufen haben, weil er als Gärtner bei der Unternehmensgruppe Fischer arbeitete.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm:
Auch Sohn Kurt ist von heiterem Gemüt: „Ich bin ein original Baden-Württemberger. Meine Mutter Gertrud (1926-1994) ist eine Badenerin aus Seelbach bei Lahr im Ortenaukreis und mein Vater war ein Württemberger aus Lützenhardt.“
Und noch eine unglaubliche Kuriosität:
Seine Eltern hatten am gleichen Tag, im gleichen Monat und im gleichen Jahr gemeinsam Geburtstag.