Sommerferien in Waldachtal
: Kinderstadt wird drei Wochen lang zur Welt in Kinderhand

Drei Wochen lang hat sich das Gelände der Grundschule Waldachtal in eine Stadt in Kinderhand verwandelt.
Von
red/pm
Waldachtal
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Drei Wochen lang gehörte die Kinderstadt in Waldachtal den Sechs- bis Zwölfjährigen. Unter dem Motto „Leben im Stamm“ konnten sie Gemeinschaft, Mitbestimmung und Verantwortung spielerisch erleben.

Drei Wochen lang gehörte die Kinderstadt in Waldachtal den Sechs- bis Zwölfjährigen. Unter dem Motto „Leben im Stamm“ konnten sie Gemeinschaft, Mitbestimmung und Verantwortung spielerisch erleben.

Offene Jugendarbeit
  • Grundschule Waldachtal wurde drei Wochen lang zur „Kinderstadt“ für Sechs- bis Zwölfjährige.
  • Motto „Leben im Stamm“: Kinder erlebten Gemeinschaft, Mitbestimmung und Verantwortung.
  • Arbeitswelt mit Kindertaler: Jobs in Küche, Bauhof, Werkstatt – eigener kleiner Wirtschaftskreislauf.
  • Eigene Zeitung „Stammesbote“ informierte Eltern, Kreativwerkstätten lieferten Werke und Schmuck.
  • Nach Talerdiebstahl richteten Kinder eine Notfallkasse ein – Bürgermeisterin lobte die Gemeinschaftsleistung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Arbeiten, eigenes Geld verdienen, wählen, Entscheidungen treffen und füreinander Verantwortung übernehmen: Insgesamt 157 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren nahmen vom 24. August bis 11. September an der Kinderstadt 2026 unter dem Motto „Leben im Stamm“ teil.

Veranstaltet wurde das Sommerferienprogramm vom Hort im Himmelreich, der Schulsozialarbeit Schopfloch/Waldachtal und der Offenen Jugendarbeit Waldachtal in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. In der dritten Woche steuerte Diakonin Manuela Gouget von der Evangelischen Kirchengemeinde Waldachtal zudem mehrere biblische Impulse bei.

Zum Konzept gehörte auch eine eigene kleine Arbeitswelt

Jeder Tag begann im Einwohnermeldeamt. Dort erhielten die Kinder ihren persönlichen Stammesausweis und ihre Kindertaler. Anschließend starteten alle gemeinsam mit Liedern, Tanz und dem Ruf „Hey Ho, Hey Ho – alle Stämme gemeinsam stark!“ in den Tag. Die Kinder schlossen sich zu verschiedenen Stämmen zusammen, gaben ihnen Namen, gestalteten eigene Wappen und wählten zu Beginn jeder Woche einen Stammeshäuptling.

Zum Konzept gehörte auch eine eigene kleine Arbeitswelt. In Küche, Bauhof, Wellnessbereich, Kreativwerkstatt oder Schreinerei konnten die Kinder verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und dafür Kindertaler verdienen. Was sie mit ihrem Lohn machten, entschieden sie selbst. Damit konnten sie beispielsweise einkaufen oder Eintritt für besondere Aktionen bezahlen. So entstand ein eigener kleiner Wirtschaftskreislauf, in dem die Kinder spielerisch den Zusammenhang zwischen Arbeit, Verdienst und eigenen Entscheidungen kennenlernten.

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Auch eine eigene Zeitung gab es. Als „Rasende Reporter“ führten Kinder Interviews, sammelten Geschichten und fotografierten das Geschehen. Daraus entstand täglich der „Stammesbote“, den die Eltern online lesen konnten. In der Kreativwerkstatt und Schreinerei wiederum entstanden Kunstwerke, Schmuck und andere Werkstücke, die entweder mit nach Hause genommen oder gegen Kindertaler angeboten wurden.

Kreativität gehörte fest zum Programm der Kinderstadt: In verschiedenen Werkstätten konnten die Kinder eigene Ideen umsetzen und selbst gestaltete Werke anfertigen.

Kreativität gehörte fest zum Programm der Kinderstadt: In verschiedenen Werkstätten konnten die Kinder eigene Ideen umsetzen und selbst gestaltete Werke anfertigen.

Offene Jugendarbeit

Dass es in der Kinderstadt nicht nur um Spiel und Beschäftigung ging, zeigte eine Begebenheit in der zweiten Woche. Nachdem einem Kind seine Taler gestohlen worden waren, überlegten die Kinder gemeinsam, wie sie helfen könnten. Sie beschlossen, von ihrem eigenen Geld etwas abzugeben. Dabei kam sogar mehr zusammen als benötigt. Für den Überschuss fanden die Kinder ebenfalls eine Lösung: Sie richteten eine Notfallkasse ein, aus der künftig Kindern geholfen werden kann, denen vorübergehend das Geld etwa für etwas zu essen fehlt.

Grassi zieht zum Abschluss ein positives Fazit

Möglich wurde das umfangreiche Programm durch zahlreiche Vereine, Organisationen, Einrichtungen, Betriebe und ehrenamtliche Helfer aus Waldachtal und der Umgebung, die eigene Aktionen, Materialien und Wissen beisteuerten.

Bürgermeisterin Annick Grassi zog zum Abschluss ein positives Fazit. Die Kinder hätten nicht nur Eigenverantwortung und Selbstständigkeit erlebt, sondern auch gelernt, miteinander umzugehen, neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Besonders würdigte sie das Engagement des Organisationsteams, des pädagogischen Fachpersonals, der freiwilligen Helfer sowie der beteiligten Vereine und Partner. Gemeinsam hätten sie eine „wahnsinnige Gemeinschaftsleistung“ zum Wohl der Kinder erbracht.