Schule in Empfingen: Warum ein ausgestopfter Storch aus Moskau zu sehen ist

Altbürgermeister Albert Schindler (rechts) kennt sich mit der Geschichte der Störche in Empfingen aus.
GrundschuleDie 45 Schüler und Schülerinnen der zwei ersten Klassen hatten Polet eingeladen. Grund war ein Sachtext über Störche, der noch zahlreiche Fragen der Kinder offen ließ, die auch die Lehrkräfte nicht beantworten konnten. Ganz begeistert waren die Kinder, da Polet ihnen gleich antwortete und seinen Besuch ankündigte.
Am vorletzten Schultag war es dann soweit: Polet hatte einen Fachvortrag für die Empfinger Schule vorbereitet. Die Mühlheimer Störche sind auch auf der Empfinger Gemarkung auf Futtersuche. Bei früheren Begegnungen hatte sich Polet auch für den ausgestopften Weißstorch aus Moskau, der in der Schule betrachtet werden kann, interessiert.
Deshalb hatte er auch Altbürgermeister Albert Schindler zum Vortrag eingeladen. Er erzählte den Kindern seine Erlebnisse, als zwei Schüler in der Schule 1962 den Absturz des Storchs in Empfingen meldeten. Besonders interessant war, dass der tote Storch in einer Wanne den Schülern in der Schule gezeigt wurde. Lorenz Störk aus Empfingen ließ dann den Storch präparieren. Schindler wurde von den Schülern auch dazu befragt.

Albert Schindler erzählte den Kindern seine Erlebnisse mit einem Storch.
Foto: GrundschuleDas Leben der Störche
Die Kindler sahen Filme zur Beringung in Mühlheim und auch vom Beringen in Isny. Die Schüler wurden über das Leben der Störche, vom Schlüpfen bis zum Abflug nach Afrika informiert. Die Schüler stellten an den Storchenbetreuer Fragen, die sehr sachliche Erklärungen erforderten. Die Bedeutung des Storchenringes wurde ausführlich erläutert.
Ganz neu ist nun auch, dass die Störche über einen Storchenring mit SIM-Karte und GPS-Sender auf ihren Flügen weltweit beobachtet werden können. In Mühlheim sind aktuell fünf Störche auf dem Kirchturm zu sehen. Die Rektorin Susanne Kökert bedankte sich bei Polet und Schindler für ihren gewinnbringenden Besuch an der Empfinger Grundschule.