Schüler in Horb üben: Katastrophenschutz – was tun bei Flut oder Stromausfall?

Die Feuerwehr brachte einiges an Ausrüstung mit
Torsten Tok/MGGDurch Extremwetterereignisse oder durch Menschen verursachte Katastrophen rücken zunehmend ins Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig fehlen bei vielen Menschen Grundkenntnisse über Vorsorgemaßnahmen und das richtige Verhalten im Katastrophenfall.
Im Rahmen eines Katastrophenschutztages vermittelten die Lehrkräfte Ralf Heckner und Matthias Weniger zusammen mit der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz den Sechstklässlern des Martin-Gerbert-Gymnasiums in Horb, was zum Beispiel bei Überflutungen, Waldbrand oder einem längeren Stromausfall zu tun ist. „Neben der Vermittlung von Fachwissen nimmt die offene Thematisierung von Katastrophenfällen den Schülern aber auch Ängste und stärkt ihre Resilienz“, sind die beiden Geographielehrer überzeugt.
Flutkatastrophe vom Ahrtal im Theorieblock
Im Theorieblock nahm die Flutkatastrophe im Ahrtal besonderen Raum ein. Anhand eines Videos konnten die Klassen eindrucksvoll sehen, wie Wasser zunächst harmlos langsam ansteigt, im Laufe der Nacht dann aber Bäume und Häuser mit sich reißt und Bereiche überflutet, die niemand für möglich gehalten hätte.

Die Schüler durften die Ausrüstung testen.
Foto: Torsten Tok/MGGAnschließend ging es, ausgestattet mit einer Karte der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, ins Gelände. Auf der Karte waren die Überflutungsflächen bei einem Jahrhunderthochwasser in Horb verzeichnet.
Die Schüler mussten die fest installierten und die bei einer Flut schnell aufzubauenden Hochwasserschutzmaßnahmen finden und sich überlegen, inwieweit diese einer Flutkatastrophe wie im Ahrtal standhalten könnten.
Schüler von Ausstattungbeeindruckt
Nach der Theorie wartete auf dem Schulhof die Praxis: Bernhard Hinger, Sicherheitsbeauftragter des MGG, hatte die Feuerwehr und die Abteilung Bevölkerungsschutz des DRK eingeladen. Bei der Jugendfeuerwehr engagierte, ältere Schüler demonstrierten den Sechstklässlern Einsatzmaterial. Ausrüstungsgegenstände konnten auch selbst ausprobiert werden.

Ein Teil der Ausstattung der Rettungskräfte
Foto: Torsten Tok/MGGBeeindruckt waren die Schüler auch von den Gerätschaften und Erklärungen der DRK-Mitarbeiter. Insbesondere die aufgebauten Feldküchen und die für die Kinder unvorstellbar großen Mengen an Lebensmitteln, die luftdicht verpackt ständig vorgehalten werden, sorgten für große Augen. Abschließend blieb die Frage, ob das MGG gegen eine Ahrtalflut ausreichend geschützt wäre? Leider nein!