Narrengilde Göttelfingen: Heizfässer bringen kurze Aufwärmung

So viele treue Mitglieder ehrte die Narrengilde Göttelfingen bei der Abstaubede mit Fasnetsauftakt.
FeinlerDanach leiteten sie gemeinsam mit der Luschdigen Bruat beim Rathaus das Abstauben und damit die Fasnetssaison ein. Seit einigen Jahren staubt die Narrengilde ihr Häs und ihre Masken am katholischen Gemeindezentrum in Göttelfingen ab. Da aber die Kirche saniert wird und ein Teil des Inventars im Gemeindezentrum weilt, musste die Narrengilde neu planen.
Der Baum wurde bei der Bushaltestelle aufgestellt und auch die Guggenmusik Luschdige Bruat mit Tambour Andy Musch spielte. Die Besucher am Straßenrand tanzten zu „Another Brick In The Wall” und „Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein)“ mit, bevor ein kleiner Umzug zum Rathaus-Platz startete. In der wärmenden Sonne machten die Guggen mit ihrer Musik dann nochmals Werbung für ihren Guggenball am Samstag, 7. Februar, Einlass ab 19 Uhr, in der Korntalhalle.
Traditionell gereimte Maskenabstaubede-Rede
Bevor alle in die Fasnetssaison starten konnten, hielten das Vorstands-Duo Stephan Wolfersperger und Sandra Pejic die traditionell gereimte Maskenabstaubede-Rede: „Liebe Narra es isch wieder soweit, wieder einmal beginnt dia 5. Jahreszeit.“ Für jede Gruppe, ob Clowns, Mohopser, Garde, Hopfazopfler, Narrenrat und auch Guggenmusik hielten sie ein paar Verse bereit.

Die Flohhopser gaben bei der Abstaubede im Schulhof in Göttelfingen alles, trotz starker Kälte.
Foto: FeinlerNicht nur das Häs wurde vom Staub befreit, auch neuere Mitglieder durften sich Maske, Tuch und weiteres vorne holen. Aufgrund der klirrenden Kälte zogen sich alle schnell an, selbst Stephan Wolfersperger überlegte, ob er die Gardehandschuhe schnell überstreifen sollte. Doch er kam kurz danach dran und erhielt von Sandra Pejic seine abgestaubte Jacke hingehalten.
Mit den folgenden Worten war dann die Fasnet in Göttelfingen eröffnet: „Aber lassat uns no eins genießa, wenn mir vor euch jetzt saga könnat, jetzt gohts wieder los, jetzt gohts wieder dagegen und des Liebe Narra mit nem jenseits Narri …. Narro.“ Nach der kurzweiligen Rede stärkten sich die Zuhörenden mit wärmenden Getränken wie Punsch und Glühwein und auch die Nachfrage nach Roter Wurst und Steak war bei der Kälte groß.
Die Heizfässer brachten eine kurze Aufwärmung, bevor das Programm weiterging. Für die kleinen und größeren Tänzerinnen hieß es dann aushalten, denn für ihre Marsch-Tänze mussten sie die Jacken ablegen. Im blau-weißen Gardehäs mit den „Paletten um den Ranza“, wie Stephan Wolfersperger zuvor gesagt hatte, tanzten sie über den Schulhof. Den Marschtanz der Flohhopser hatten Petra Kern, Nicole Müller und Anja Frank einstudiert. Die große Garde konnte ihre Spagate und Räder nicht zeigen und daher hielten Tänzerinnen wie Ida Plakate mit diesen Begriffen hoch.
Volles Programm über die närrischen Tage
Interessierte dürfen gespannt sein, denn bei der Brauchtumsparty am Freitag, 23. Januar, ab 20 Uhr in der Korntalhalle wird die NGG ihr Programm aufführen. Neben dem Barzelt und Unterhaltung durch Amazonas Duo und DJ Dän gibt es wieder einiges zu sehen.
Am Kindernachmittag, am Samstag, 24. Januar, ab 13.30 Uhr sind beim Kinderprogramm auch die Flohhopser dabei. Die Dorffasnet der Vereinsgemeinschaft und dem Kindergarten wird die NGG am Samstag, 7. Februar, bereichern. Programmbeginn in der Korntalhalle ist gegen 13.30 Uhr. Am Schmotzige ist auf dem Schulhof unter dem Motto „Es lebe der Sport“ ab 19 Uhr einiges los, worauf sich die NGG-Mitglieder jetzt schon freuen.
Die Ehrungen
Dieses Jahr
ist ein besonderes Jahr, immerhin wurden bei der Abstaubede viele Mitglieder geehrt.
Für fünf Jahre Garde
erhielten Anni Schwarz, Isabell Dittmann, Vanessa Grosse, Fina Müller und Lina Raible das Ehrenabzeichen.
Für zehn Jahre Garde
wurden Ida Schwarz und Leonie Berndt geehrt. Eine starke Leistung, wusste das Vorstands-Duo, denn die meisten sind von Kindestagen an dabei und ein Großteiler dieser Geehrten ist unter 18 Jahre alt.
Danach überreichte das Vorstands-Duo
den Erwachsenen die Ehrenabzeichen und das Präsent.
Für zehn Jahre Mitgliedschaft
bei den NGG-Gruppen wurden Sven Häfner, Steffi Stadler, Anja Frank, Joachim Lalka, Peter Wolfersperger und Sandra Wolfersperger geehrt.
Eine Ehrung für 25 Jahre
erhielten Benjamin Gluth, Fabian Katz, Sigi Schwarz, Vorsitzender Stephan Wolfersperger, Marina Singer und Vera Häfner.
„Nun kommt eine Ehrung, die ist sehr selten“
, wusste das Vorstands-Duo und gratulierte Rosi Wolfersperger, Karin Hocher und Joachim Bruhnke für 40 Jahre bei der NGG.
Die Ehrung zeige
, dass der Fasnets-Slogan der NGG gelte, ansonsten wären nicht so viele Mitglieder so lange dabei – „denn bei der NGG ischs immer schee.“