Nachlass im Stadtarchiv
: Heinz Schmid und seine Sammlung historischer Horber Postkarten

Heinz Schmid war leidenschaftlicher Horber und begeisterter Kleindenkmalschützer. Nun ist sein Nachlass im Stadtarchiv in Horb öffentlich zugänglich.
Von
red
Horb am Neckar
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(ohne Überschrift): Vorsicht: Dieses Foto ist möglicherweise nur für den einstigen Verlag Schwäbisches Tagblatt verwendbar. Heimatkundler Heinz Schmid sitzt vor seiner Sammlung historischer Postkarten. Bild: Hannes Kuhnert

Heimatkundler Heinz Schmid vor seiner Sammlung historischer Postkarten.

Hannes Kuhnert (Archiv)
  • Nachlass von Heinz Schmid ist im Stadtarchiv Horb öffentlich zugänglich.
  • Herzstück: Jahrzehntelang aufgebaute Sammlung historischer Horber Postkarten.
  • Schmid beschrieb jede Karte auf Karteikarten – hoher heimatgeschichtlicher Wert.
  • Kultur- und Museumsverein erwarb das Konvolut: Dauerleihgabe ans Stadtarchiv.
  • Weitere Teile bei GEEK-Vorsitzender in Baiersbronn, Fokus auf Grenzsteine und Kleindenkmale.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Heinz Schmid war leidenschaftlicher Horber und setzte sich stets für die Belange seiner Stadt ein. Wie oft ging er aufs Rathaus und machte dort auf etwas besonders Schützenswertes aufmerksam? Und wer kann sich nicht an seine Diavorträge erinnern, in denen er anhand historischer Ansichtskarten sein reiches heimatkundliches Wissen weitergab?

Im Mai dieses Jahres übernahm das Horber Stadtarchiv einen Teil seines Nachlasses, nachdem Heinz Schmid am 9. Januar im Alter von 93 Jahren gestorben war. In dem Nachlass finden sich heimatkundliche Literatur, Poststempel von Horb und Umgebung und allerlei Aufschriebe und Artikelsammlungen zur Horber Stadtgeschichte. Das Herzstück dieses Fundus stellt jedoch seine über viele Jahrzehnte aufgebaute Sammlung historischer Postkarten mit Horber Motiven dar.

(ohne Überschrift): Vorsicht: Dieses Foto ist möglicherweise nur für den einstigen Verlag Schwäbisches Tagblatt verwendbar. Horb - eine Stadt der Brücken: Vortrag von Heinz Schmid

Ob es um die Entwicklung des Stadtbilds, um bauliche Veränderungen an Gebäuden oder um die zahlreichen Horber Brücken ging – Heinz Schmid hielt Wissenswertes für jede seiner Postkarten auf einer extra Karteikarte fest, was den großen heimatgeschichtlichen Wert dieser Sammlung ausmacht.

Heinz Schmid/privat

Von großem heimatgeschichtlichen Wert

Heinz Schmid hat diese Ansichtskarten allerdings nicht einfach nur erstanden und aufbewahrt, er hat sie auch systematisch beschrieben. So wurde damit immer auch ein Stück Stadtgeschichte dokumentiert: Ob es nun um die Entwicklung des Stadtbilds, um bauliche Veränderungen an Gebäuden oder um die zahlreichen Horber Brücken ging – Heinz Schmid hielt Wissenswertes für jede seiner Postkarten auf einer extra Karteikarte fest, was den großen heimatgeschichtlichen Wert dieser Sammlung ausmacht. Der Horber Kultur- und Museumsverein hat dieses einzigartige Konvolut erworben und stellt es dem Horber Stadtarchiv dankenswerterweise als Dauerleihgabe zur Verfügung.

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Ein anderer Teil seines Nachlasses ging an die Vorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung und Erforschung der Kleindenkmale (GEEK), Frau Dorothea Kühnel, und wird derzeit an ihrem Dienstsitz, dem Gemeindearchiv Baiersbronn in Friedrichstal verwahrt. Als gelernter Vermesser hatte Heinz Schmid beim Horber Vermessungsamt schon früh mit historischen Grenzsteinen zu tun. Die verwitterten Inschriften auf den alten Steinen weckten sein Interesse und so begann er, sich intensiv mit solchen Zeugen der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Kleindenkmale und Grenzsteine erfasst

Sein Engagement für die GEEK ist bemerkenswert. Heinz Schmid scharte eine Arbeitsgruppe um sich und so wurden im Raum Horb schon sehr früh und sehr gründlich alle Grenzsteine auf speziellen Erfassungsbögen dokumentiert. Von den Grenzsteinen war der Weg dann nicht mehr weit zu Kleindenkmalen aller Art, die ebenfalls auf solchen Bögen verzeichnet sind.

Heinz Schmid hat in seinem Leben viel bewegt. Zwar besucht er nun nicht mehr wie viele Jahre dienstagmorgens das Horber Stadtarchiv, doch sein Wissen lebt in seinen Aufzeichnungen und seinem Gesammelten weiter, das jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Dank der Unterstützung des Kultur- und Museumsvereins sind die Sammlungen des Horber Heimatforschers nun im Stadtarchiv für die Öffentlichkeit zugänglich.

Dank der Unterstützung des Kultur- und Museumsvereins sind die Sammlungen des Horber Heimatforschers nun im Stadtarchiv für die Öffentlichkeit zugänglich.

Stadtarchiv Horb

Für Schmid war das Archiv kein staubiger Ort

Für Schmid war das Archiv kein staubiger Ort der Vergangenheit, sondern eine lebendige „zweite Heimat“. Hier verbrachte er unzählige Stunden, sichtete Dokumente und ordnete die Puzzleteile der Horber Historie. Sein Weg nach Horb war durch die Wirren der Nachkriegszeit gezeichnet. Als Kind kam er mit seinen Eltern aus dem ausgebombten Freudenstadt in die Neckarstadt. Es war eine Verbindung, die ein Leben lang halten sollte. Beruflich fand er als Vermessungsingenieur beim Vermessungsamt seine Bestimmung – eine Tätigkeit, die seinen Blick für Details, Koordinaten und die Bedeutung von Grund und Boden schärfte.

Für seine außerordentlichen Verdienste um das Gemeinwohl und die Heimatpflege wurde Heinz Schmid die Landesehrennadel verliehen. Doch er suchte nie das Rampenlicht; ihm ging es um die Sache, um das Bewahren dessen, was sonst im Strom der Zeit untergegangen wäre.