Nabu Waldachtal
: Naturfotografie als „Malerei der Schöpfung mit Licht“

Rund 40 Besucher sind am Freitagabend ins Bürgerhaus Oberwaldach gekommen, um auf Einladung des Nabu Waldachtal in die faszinierende Welt der heimischen Natur einzutauchen.
Von
red/pm
Waldachtal-Oberwaldach
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Nabu-Vorsitzender Stefan Greza (von links) begrüßte Naturfotograf Klaus Mehret aus dem Kraichgau zu dessen Vortrag „Von der Ästhetik in der Natur“ im Bürgerhaus Oberwaldach.

Nabu-Vorsitzender Stefan Greza (von links) begrüßte Naturfotograf Klaus Mehret aus dem Kraichgau zu dessen Vortrag „Von der Ästhetik in der Natur“ im Bürgerhaus Oberwaldach.

Annette Rieger
  • Vortrag in Oberwaldach: Naturfotograf Klaus Mehret zeigte rund 200 Aufnahmen heimischer Arten.
  • Seine Grundsätze: nicht in Mittagssonne, Tieren auf Augenhöhe begegnen, keine Fotos um jeden Preis.
  • Beispiele faszinierten Publikum – von Skorpionsfliege bis Gelbband-Langhornmotte mit langen Fühlern.
  • Warnung vor Eingriffen: Zugefütterte Störche bleiben im Winter und fressen viele Reptilien und Insekten.
  • Eindrucksvolle Momente wie Ringelnatter mit Frosch sorgten für Betroffenheit und viel Beifall.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Naturfotograf Klaus Mehret aus Untergrombach bei Bruchsal zeigte rund 200 Aufnahmen von Pflanzen, Insekten, Schmetterlingen und Säugetieren – und vermittelte dabei nicht nur fotografisches Wissen, sondern vor allem Respekt vor der Natur.

Seit 41 Jahren widmet sich Mehret neben seinem früheren Beruf als Mechaniker der Fotografie. Für gelungene Naturaufnahmen hat er klare Grundsätze: Nicht in der harten Mittagssonne fotografieren, Tieren möglichst auf Augenhöhe begegnen und vor allem „keine Fotos um jeden Preis“ machen. Erst auf Augenhöhe, so Mehret, entstehe eine Beziehung zum Motiv.

Warnung vor menschlichem Eingreifen

Auch nach Jahrzehnten entdeckt der Naturfotograf im Kraichgau immer wieder Arten, die ihm zuvor noch nicht begegnet waren. Dazu zählt etwa die Skorpionsfliege. Beim Vortrag rätselte das Publikum bei vielen Motiven mit: Ist das ein Aaskäfer, ein winziger Wollschweber oder eine andere Art? Staunen löste die männliche Gelbband-Langhornmotte aus, deren Fühler die Flügel um ein Vielfaches überragen und der Wahrnehmung von Duftstoffen dienen.

Mehret zeigte zugleich, wie empfindlich natürliche Gleichgewichte sein können. Am Beispiel von Störchen, die mancherorts zugefüttert werden und deshalb auch im Winter bleiben, warnte er vor menschlichen Eingriffen: „Es ist meist nicht gut, wenn der Mensch eingreift.“ Die Tiere fänden dann auch außerhalb ihrer üblichen Zeiten reichlich Nahrung und nähmen unter anderem Schlangen, Blindschleichen und Insekten in großer Zahl auf.

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Eindrucksvoll war auch eine Aufnahme einer Ringelnatter, die einen Frosch erbeutet hatte. Was das Foto nicht hören ließ, schilderte Mehret dem Publikum: Der Frosch habe minutenlang laut um sein Leben geschrien. „Das ist schwer auszuhalten“, sagte der Fotograf.

Bei aller Dramatik überwiegt für ihn die Faszination. Die Vielfalt und Schönheit der Natur sei immer wieder beeindruckend. Das Publikum dankte Mehret mit viel Beifall. Ein Besucher brachte den Eindruck des Abends schließlich auf den Punkt: „Das ist nicht bloß Fotografie. Das ist Malerei der Schöpfung mit Licht!“