Mosthocketse in Göttelfingen
: Blumenduft in der Hochdorfer Straße in Göttelfingen

Wer am lauen Samstagabend das Gelände der Mosthocketse des Musikvereins „Eintracht“ Göttelfingen betrat, erlebte einen ereignisreichen und kulinarischen Abend.
Von
Alexandra Feinler
Eutingen-Göttelfingen
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Die Göttelfinger Mosthocketse mit „EdelTatoo“ vom Kniebis hat wieder zahlreiche Besucher angelockt.

Die Göttelfinger Mosthocketse mit „EdelTatoo“ vom Kniebis hat wieder zahlreiche Besucher angelockt.

Feinler
  • In Göttelfingen startete die 17. Mosthocketse des MV „Eintracht“ mit gutem Besuch.
  • Hausherr und Most-Sommelier Anton Raible präsentierte Apfel-, Birnen- und Holunder-Most.
  • Die Äpfel profitierten vom feuchteren Jahr – fruchtig mit leichter Säure, Holunder roséfarben.
  • Musik kam von „EdelTatoo“ vom Kniebis, die durch die Reihen sangen und Stimmung machten.
  • Beliebt waren Vesperrad, Schälripple mit Mostkraut, Rauchwürste, Ochsenmaulsalat und Backstoikäs.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem gelungenen Auftakt startete am Samstag die 17. Mosthocketse des Musikvereins „Eintracht“ Göttelfingen (MVG). Neben Gästen aus der Nachbarschaft waren auch Besucher aus ganz Deutschland da. Denn Familie Schwarz hatte Freunde aus der Kur wiedergesehen – und auch die freuten sich über die Vielfalt der Mosthocketse, die das Deko- und Orga-Team schon seit Monaten vorbereitet hatte –, allen voran Most-Sommelier und Hausherr Anton Raible.

Der Göttelfinger stellte nicht nur zum 17. Mal das unvergleichliche, historische Areal mit Scheune und früheren Erntemaschinen zur Verfügung. Auch sein Wissen und seinen feinen Gaumen, wenn es um den Most geht, widmete der Göttelfinger wieder seinem MVG-Fest. Mit viel Leidenschaft stellte er die Besonderheiten der verschiedenen Sorten vor: Apfel-, Birnen- sowie Birne-Holunder-Most seien wieder gut gelungen. „Jeder Jahrgang hat seinen eigenen Charakter“, erklärte der Musiker.

Das feuchtere Jahr hat den Äpfeln gutgetan

Während die Apfelernte dieses Mal problemlos verlaufen sei und viele Bäume in Göttelfingen einen tollen Ertrag gehabt hätten – in Raibles Worten: „ein guter Behang“ –, sah es mit der geeigneten Mostbirne anders aus. Einige Birnen habe er probiert, aber er wollte den „räsen“ Geschmack nicht haben. Daher habe er sich für Birnen aus dem Nachbarflecka Baisingen entschieden: „Die waren einfach süßer und schmackhafter“. Das feuchtere Jahr habe den Äpfeln jedoch gutgetan. Der daraus gekelterte Most zeichne sich durch eine fruchtige Note und eine angenehm leichte Säure aus.

Auch die Farbe des Mostes falle jedes Jahr unterschiedlich aus. Der Holunder-Most überzeugte mit einer kräftigen, rötlichen Farbe, die an Roséwein erinnerte. Raible erklärte außerdem, dass Holunder vor der Verarbeitung erhitzt werden müsse, da die rohen Beeren Giftstoffe enthielten.

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Auch draußen vor der Scheune wurde gefeiert.

Auch draußen vor der Scheune wurde gefeiert.

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Dass die Mosthocketse weit mehr ist als nur ein Festwochenende, zeigte sich auch bei den Vorbereitungen. Viele Helfer packten bereits ab Mittwoch mit an, reinigten das Inventar und verwandelten die Scheune mit einer neuen, besonders kreativen Dekoration in eine stimmungsvolle Festlocation. Blumen und zahlreiche weitere Dekorationselemente stammten aus Privatbesitz und wurden so platziert, dass sie Erinnerungen weckten.

Die wurden auch mit den Liedern von Roland und Manuela Epting von EdelTatoo aus dem Kniebis wach. Die beiden beschränkten sich keineswegs auf Polkas, sondern begeisterten das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm, das von Rumba bis zu bekannten Stimmungsliedern reichte. Immer wieder mischten sie sich unter die Gäste, gingen singend zwischen den Tischen hindurch und sorgten so für beste Unterhaltung.

„EdelTatoo“ vom Kniebis sorgte für die musikalische Unterhaltung.

„EdelTatoo“ vom Kniebis sorgte für die musikalische Unterhaltung.

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Besonders laut wurde mitgesungen bei Titeln wie „Hulapalu“ von Andreas Gabalier, Böhmischer Traum oder Fasnetsliedern wie „Fliege mit mir in die Heimat“. Kaum eine Pause legten die beiden ein. Der lang anhaltende Applaus zeigte, wie gut die Mischung beim Publikum ankam.

Selbstgemachtes Vesperrad auf dem Drehbrett

Wenn nicht gerade getanzt oder geschunkelt wurde, genossen die Besucher das selbstgemachte Vesperrad auf dem Drehbrett. Deftige Schlachtspezialitäten wie Leberwurst, Rauchfleisch, Schmalz, aber auch Käse und Essiggurken, Tomaten und Rettich wurden liebevoll platziert. Zwiebeln und Gurken wurden wie Locken auf die Holzstäbe gehängt. Auch Schälripple mit Mostkraut, gerauchte Bratwürste sowie traditionelle Gerichte wie Ochsenmaulsalat und der selten gewordene A'gmachte Backstoikäs wurden gut nachgefragt.

Nach dem erfolgreichen Auftakt freute sich der Musikverein auf den Montagabend mit traditionellem Handwerkervesper.