Mitmachen und Mitreden
: Horb feiert die Demokratie – das steckt hinter der „Langen Nacht“

Ausstellungen, Theater, Lesungen, Musik, Flashmob und Pub-Quiz: Bei der Langen Nacht der Demokratie wird die Horber Innenstadt zur Bühne für Freiheit, Mitsprache und gesellschaftliches Miteinander.
Von
red/pm
Horb
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Die Improvisationstheatergruppe „Improtent“ entwickelt Geschichten, Szenen und Lieder aus dem Moment.

Die Improvisationstheatergruppe „Improtent“ entwickelt Geschichten, Szenen und Lieder aus dem Moment.

Theater
  • Horb plant die „Lange Nacht der Demokratie“: Fokus auf Freiheit und Mitsprache.
  • Start um 18 Uhr in der Markthalle mit Flashmob und Verlosung für Demografie-Symbole.
  • Mehrere Ausstellungen ab 18.30 Uhr, u. a. „Mütter des Grundgesetzes“ und Reichsbanner.
  • Im Steinhaus ab 19.30 Uhr Improtheater, Lesungen und Musik, dazu „Gesichter Afghanistans“.
  • Weitere Angebote: Performance im Kulturhaus, Pub-Quiz ab 21 Uhr und Lichtinstallation.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Demokratie diskutieren, erleben und auch feiern: In Horb dreht sich am Freitag, 2. Oktober, einen Abend lang alles um Freiheit, Mitsprache und gesellschaftliches Miteinander. Bei der „Langen Nacht der Demokratie“ gibt es an zahlreichen Orten in der Innenstadt Ausstellungen, Theater, Musik, Lesungen und Mitmachangebote. Der Eintritt zu vielen Veranstaltungen ist frei.

Los geht es bereits um 18 Uhr in der Markthalle auf dem Flößerwasen. Bei einem Flashmob lautet die Herausforderung, mindestens 100 Menschen zusammenzubringen. Wer ein Symbol für Demokratie mitbringt, kann zudem an einer Verlosung teilnehmen.

Von den „Müttern des Grundgesetzes“ bis Afghanistan

Ab 18.30 Uhr öffnen mehrere Ausstellungen. Im Kulturhaus Kloster geht es um die vier Frauen, die 1948/49 als Mitglieder des Parlamentarischen Rats an der Entstehung des Grundgesetzes beteiligt waren. Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ stellt ihre Arbeit und ihr Engagement vor.

Im Museum Jüdischer Betsaal widmet sich eine Ausstellung dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold und dessen Kampf für die Demokratie zwischen 1924 und 1933. Um 19 Uhr führt Kulturwissenschaftler Carsten Kohlmann durch die Schau.

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Im Steinhaus zeigt der afghanische Fotograf Wali Soroush seine „Gesichter Afghanistans“. Seine Bilder sollen ein Land jenseits von Taliban und islamischem Fundamentalismus zeigen. Im EDV-Vereinsheim wiederum werden unter dem Titel „Frieden machen“ Menschen vorgestellt, die sich in Kriegs- und Konfliktregionen für Frieden einsetzen.

Theater, Lesungen und ein Pub-Quiz

Auch auf der Bühne wird Demokratie zum Thema. Die Improvisationstheatergruppe „Improtent“ entwickelt ab 19.30 Uhr im Steinhaus spontan Geschichten, Szenen und Lieder aus den Impulsen des Publikums. Ebenfalls dort lesen Michael Jacob und Helmut Loschko kritische und anregende Beiträge zur Frage „Brauchen wir eine bessere Demokratie?“. Für die musikalische Begleitung sorgt „Soulplay“.

Im Kulturhaus Kloster bringen Pina Bucci und Ute Gerlach ab 20.30 Uhr die Performance „Ich war, ich bin, ich werde sein“ auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht das Treffen zweier Frauen aus unterschiedlichen Epochen.

Literarisch und musikalisch wird es auch bei „Bücher am Neckar“: Johann Reißer liest aus seinem Roman „Pulver“, Martin vom Ende singt Lieder der Demokratie von 1848 bis heute. Dazu gibt es antiquarische Bücher zum Thema.

Wer es spielerischer mag, kann ab 21 Uhr im Marmorwerk beim Demokratie-Pub-Quiz mitmachen. Am Marktplatz wiederum liefert eine Lichtinstallation Denkanstöße zur Frage „Was ist Demokratie?“ – von Aristoteles bis in die Gegenwart.

Auch die Jüngsten spielen eine Rolle: Im Familienzentrum spricht Andrea Gerth ab 19 Uhr bei „Kinderstube der Demokratie“ darüber, wie Kinder früh echte Wahlmöglichkeiten erhalten und Mitbestimmung erfahren können.