Mehr Gruppen, weniger Briten: So läuft die Saison auf dem Campingplatz Schüttehof

Reinhold Kuch am Eingang des Campingplatzes Schüttehof.
Cornelius RückDie Sommerferien haben begonnen, die Campingsaison läuft auf Hochtouren. Doch nicht alle Wochen verliefen erfolgreich, wie Reinhold Kuch, Betreiber des Campingplatzes Schüttehof, berichtet.
„Gestartet sind wir eigentlich gut, im Mai hatten wir 23 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr“, so Kuch. „Auch, weil das Wetter bis Juli deutlich besser war als letztes Jahr.“ Dann kam der Juni – fast ein Monat mit trübem Himmel, Kälte und Regen. „Camping ist natürlich stark wetterabhängig. Im Juli kamen deshalb acht Prozent weniger Gäste als im Vorjahresmonat. Zum Glück wurden wir von so starken Gewittern, wie in Bayern, verschont. Dort mussten einige Campingplätze geräumt werden“, berichtet Kuch. „Der August ist wieder ganz voll – wir sind sehr zufrieden.“
Dauercamper, Touristen und Durchreisende
Besonders viele Gruppen besuchen dieses Jahr den Campingplatz Schüttehof. „Jugendgruppen, Vater-Kind-Gruppen waren da – jetzt kommen 200 Pfadfinder“, erzählt Kuch. Der Campingplatz verfügt über 250 Dauercamperplätze, 100 Touristenplätze und fünf Mobilhomes.
Wanderer und Radfahrer auf der Durchreise übernachten oft in den Holz-Schlaffässern. „Ich glaube, die sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben, das trocken ist“, meint Kuch lachend. Auch Jugendliche mieten die Fässer regelmäßig – teils sogar für bis zu 14 Tage.

Jonathan Hölker, Bezirksleiter der Pfadfinder Breisgau-Hochschwarzwald, erwartet 200 Campbesucher.
Foto: Cornelius RückDie meisten Gäste, so Kuch, kommen aus Deutschland – der Großteil aus Baden-Württemberg. Gruppen reisen auch von weiter her an, etwa aus Hessen. Auf Platz zwei und drei folgen Schweizer und Niederländer. Der Besuch aus Großbritannien hat nachgelassen, erzählt Kuch. „Die Gründe sind mir unklar. Es könnte am EU-Austritt und den Zollkontrollen liegen, aber auch an der wirtschaftlichen Situation dort“, vermutet er.
An schönen Tagen ist das Freibad der Mittelpunkt
Auch das Freibad ist inzwischen wieder gut besucht. „An schönen Tagen ist das der Mittelpunkt des Campingplatzes. Im Juli konnte man die Gäste noch einzeln zählen“, erinnert sich Kuch zurück.