Kirche in Waldachtal
: Zahl der Katholiken rutscht unter 3000er-Marke

Die Zahl der Gemeindemitglieder in Waldachtal/Pfalzgrafenweiler sinkt weiter. Die katholische Gemeinde meldet viele Trauerfälle und nur wenige Taufen sowie 48 Austritte aus der Kirche.
Von
Walter Maier
Oberndorf
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Sie ist ein Wahrzeichen von Lützenhardt: Die im neugotischen Stil von 1903 bis 1905 nach Plänen des aus Oberschwaben stammenden namhaften Stuttgarter Architekten Joseph Cades erbaute Herz-Jesu-Kirche.

Walter Maier

Unter die 3000-Marke ist die Zahl der Gemeindemitglieder in der Katholischen Seelsorgeeinheit Waldachtal/Pfalzgrafenweiler zum Jahresende 2025 gesunken.

3028 Katholiken waren es noch 2024 und inzwischen nur noch 2948 im Jahr 2025. Dies geht aus der Jahresstatistik hervor. Reduziert hat sich deren Zahl in der Herz-Jesu-Gemeinde Lützenhardt um 30, in der St. Agatha Kirchengemeinde Salzstetten um 29 und in der St. Martin Gemeinde Pfalzgrafenweiler um 21.

Kirchenaustritte sowie mehr Todesfälle als Geburten schlagen sich nieder und folgen dem allgemeinen bundesweiten Abwärts-Trend. Registriert waren zum Jahresschluss 2025: Herz-Jesu Lützenhardt mit allen anderen Ortschaften außer Salzstetten: 1227 Katholiken (2024: 1257), St. Martin Pfalzgrafenweiler: 890 (911), St. Agatha Salzstetten: 831 (860). Mit 48 (2024: 33) war die Zahl der Austritte aus der katholischen Seelsorgeeinheit erheblich. Diese teilen sich wie folgt auf: Lützenhardt 14 (20), Pfalzgrafenweiler 21 (8), Salzstetten 13 (5). Eintritte in die Glaubensgemeinschaft gab es keine zu verzeichnen.

Gemeinde berichtet über 18 Taufen

18 Kinder (2024: elf) haben 2025 das Sakrament der Taufe empfangen, was die Neugeborenen in die Gemeinschaft der Kirche integriert. Vier (2024: drei) Täuflinge gab es in Lützenhardt, sechs (2024: drei) in Pfalzgrafenweiler und acht (2024: 17) in Salzstetten. 33 (2024: 25) Erstkommunionkinder - so die Pfarramtssekretärinnen Christiane Schmid, Lützenhardt, und Marlies Störzer, Salzstetten - gingen 2025 zum ersten Mal zum Tisch des Herrn. In der Herz-Jesu-Kirche Lützenhardt feierte die größte Zahl von Kindern in der Seelsorgeeinheit ihren Weißen Sonntag: 15 (2024: neun) konnten ihren großen Festtag begehen. In Pfalzgrafenweiler waren es neun (2024: neun) und in Salzstetten ebenso neun (2024: sieben). Die Erstkommunion, ein weiteres Sakrament in der Katholischen Kirche, symbolisiert die Verbindung mit Jesus und der Gemeinschaft der Gläubigen.

Salzstetten und Heiligenbronn verbesserten die Bilanz der kirchlichen Trauungen: Zehn (2024: ein) Paar schlossen den Bund der Ehe in der St. Agatha-Kirche in Salzstetten (sechs/ 2024: Null) und in der Wallfahrtskirche in Heiligenbronn (vier/ 2024: eine). Keine Hochzeitsglocken läuteten in der Herz-Jesu Gemeinde Lützenhardt als auch in der St. Martin-Gemeinde Pfalzgrafenweiler im Jahr 2025. Nur 2024 trauten sich in Lützenhardt zwei Paare.

Eine große Zahl von Sterbefällen meldet die Seelsorgeeinheit: 35 (2024: 25) Katholiken sind im vergangenen Jahr verstorben. 15 (16) Todesfälle gab es in der Herz-Jesu-Kirchengemeinde Lützenhardt zu betrauern. In Pfalzgrafenweiler waren es elf (zwei) und in Salzstetten neun (sieben).

Der inzwischen 43-jährige indische Ordensgeistliche Pater Joji Mathew hat im Juni 2025 als Pfarrer der katholischen Seelsorgeeinheit Waldachtal/Pfalzgrafenweiler die Nachfolge von Pfarrer Anton Romer angetreten, der in den Ruhestand gegangen ist. Nach wie vor engagiert sich Diakon Toni Babic in der Seelsorgeeinheit.

Marita Walz unterstützt Ordensschwester Küting

Im Wallfahrtsort Heiligenbronn/Waldachtal ist Ordensschwester Martina Küting als Wallfahrtsseelsorgerin seit Mai 2020 tätig. Seit Februar 2026 wird sie von Sozialpädagogin Marita Walz als neue Bildungsreferentin zu „Pastoral der Zukunft“ am traditionsreichen Wallfahrtsort Heiligenbronn in der Gemeinde Waldachtal unterstützt.

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