Kinderfasnet in Rohrdorf
: Jugend bringt Stimmung auf die Gass’

Fröhlich, charmant, bunt und eigentlich viel zu kurz, das sind die Attribute, mit dem man den jährlichen Kinderumzug von „Bibbeleshausen“ auf den kleinsten Nenner bringen kann.
Von
Peter Morlok
Oberndorf
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Jedes Jahr ein prächtiges Bild: Die Jugend der Rohrdorfer Narrenzunft.

Morlok

Narrenzünfte und Laufgruppen aus der Raumschaft pilgerten nach Rohrdorf, um den Flecken in eine Hochburg närrischer Ausgelassenheit zu verwandeln.

Am Freitagnachmittag zeigte die Jugend bei ihrem mehr als gut besuchten Kinderfasnetsumzug und der anschließenden Party im Gemeindesaal wieder einmal, dass auch der Narrensamen schon ordentlich feiern kann. In Eutingens vielleicht schönstem Ortsteil Rohrdorf wird auch in diesem Jahr wieder Fasnet gefeiert, als gäbe es kein Morgen. Dies lockte sogar den wohl mächtigsten und dümmsten Mann der Welt, den Amerikaner Donald „Duck“ Trump ins beschauliche Rohrdorf. Von seinem Privatpiloten ließ er sich auf dem nahe gelegenen Flugplatz absetzen um sich mal eine echt „Big Parade” anzugucken.

„Knack, knack, knack“

Mit einem ordentlichen Böllerschuss, der auch noch den letzten Mittagsschläfer weckte, wurde der kleine, aber wieder einmal sehr farbenfrohe Umzug fast pünktlich gegen 14 Uhr gestartet.

Und wie jedes Jahr marschierten die Mädchen von der Nachwuchsgarde in ihren schicken roten Uniformen im Gleichschritt hinter dem Täfelesbub her, und dicht hintereinander folgten die närrischen Formationen.

Für Musik war gesorgt

Die Narren regieren seit Donnerstag den Ort und die erste und wichtigste Amtshandlung war, den Kinderumzug mit anzuführen. Mit viel „Eierknacker, knack, knack, knack“ waren die Rohrdorfer Weißnarren mit ihren mit Hafer und Eiern gefüllten Körben unterwegs und die derben Mauerholzleut durften hier natürlich auch nicht fehlen. Oft gehört und immer wieder gerne genommen ist die „Tiger-Band“ aus Weitingen, die seit vielen Jahren Gast beim Kinderumzug in Rohrdorf ist. Getreu dem Motto „Und ist der Umzug noch so klein, ein bisschen Gugga-Musik, die muss sein“ waren auch die Lombakapell aus Klein Paris (Ergenzingen), die Fleckahuper, mit dabei und wie immer schickten die Ergenzinger auch eine kleine Delegation ihrer Blätzlesbuaba, Lausbühlhexen, Lerchenfänger und Stricker vorbei. So war jede ihrer Masken zumindest einmal vertreten.

Stimmung auf der Gass’

Unten an der Kurve runter zum Sportplatz startete der Umzug, und je näher er dem Epizentrum der Geselligkeit, dem Platz vor der Festhalle kam, je wilder und lauter wurde das Treiben. Wilde Hexen, geheimnisvolle Wesen, Musiker und Gardemädchen – sie alle marschierten gestern Nachmittag bei eher suboptimalem Wetter ein Stück die Hauptstraße entlang und brachten Stimmung auf die Gass’.

In der Halle wurde dann mit Brauchtumstanz und Unterhaltungsprogramm weitergefeiert. Für viele der Kinder war es ein Tag, den sie gerne in Erinnerung behalten werden.

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