Ehrenamt in Eutingen
: Jugendrotkreuz pflegt Partnerschaft in Armenien

Das Jugendrotkreuz des Landesverbandes Baden-Württemberg tauschte sich mit dem Armenischen Roten Kreuz bei einem Besuch vor Ort aus.
Von
(red/pm)
Oberndorf
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Eutingens JRKler Mazen Aledilbi (Zweiter von links) ist beim Partnerschaftsprogramm mit Armenien dabei.

DRK Baden-Württemberg

Beim Partnerschafts-Programm stand nicht nur der kulturelle Austausch im Vordergrund, sondern auch ein wichtiges Engagement für Umwelt- und Recyclingthemen.

Unter den sechs Jugendrotkreuzlern aus Baden-Württemberg befand sich auch Mazen Aledilbi, stellvertretender Jugendleiter des DRK-OV Eutingen. Die Reise bot den Teilnehmenden eine Fülle an Eindrücken und spannenden Workshops.

Einer der ersten Programmpunkte führte die Gruppe in den Botanischen Garten von Jerewan. Dort hatten die Teilnehmenden die Chance, sich intensiv mit der einzigartigen Flora des Landes auseinanderzusetzen. Gleichzeitig erhielten sie verschiedene Aufträge, um sich aktiv mit Umweltschutzmaßnahmen und der Bedeutung der Pflanzenvielfalt auseinanderzusetzen. Die Workshops waren nicht nur lehrreich, sondern vermittelten den Jugendlichen auch, wie wichtig der Erhalt der Natur ist.

Lernangebote für Kinder aus Sozialunterkünften

Neben den umweltpädagogischen Aktivitäten besuchte das Jugendrotkreuz auch den Smiley Club in Jerewan. Er ist das Sozialprojekt der Jugend im Armenischen Roten Kreuz. In diesem werden Kinder aus geflüchteten Familien oder Kindern aus benachteiligten Familien, die in Sozialunterkünften untergebracht sind, mit Freizeit und Lernangeboten gefördert.

Eine kulturelle Besonderheit erlebte die Gruppe bei einem Töpferkurs: Unter fachkundiger Anleitung bastelten die Jugendlichen ihre eigenen Gegenstände aus Ton – eine kreative Tätigkeit, die gleichzeitig tief in der armenischen Tradition verwurzelt ist.

Ein weiterer Höhepunkt war die Erfahrung, das traditionelle armenische Brot Lavasch zu backen. Die Jugendlichen lernten nicht nur die Schritte dieses besonderen Handwerks, sondern durften das frische, ofenwarme Brot anschließend auch verkosten. Diese Einblicke in die armenische Küche zeigten eindrucksvoll, wie eng Tradition und Alltag in der Region miteinander verwoben sind.

Die Reise war auch eine Gelegenheit, Armeniens kulturelle Vielfalt hautnah zu erleben. Der Besuch des Jerewan-Museums vermittelte wertvolle historische und kulturelle Hintergründe. Auf dem berühmten Vernissage-Basar konnten die Jugendlichen die lebendige Kunst- und Handwerksszene Armeniens entdecken und kleine Schätze als Erinnerungsstücke erwerben.

Ein weiterer bedeutender Programmpunkt war der Besuch der größten Moschee Armeniens. Die prächtige Architektur und die friedliche Atmosphäre hinterließen bei der Gruppe einen bleibenden Eindruck und trugen zum Verständnis der religiösen Vielfalt des Landes bei. Auch die Erkundung der Stadt Jerewan selbst war ein großes Highlight. Die jungen Menschen genossen es, durch die Straßen zu schlendern, die Vielfalt der Stadt zu bewundern und das Leben in Armenien zu erleben.

„Es war eine Reise, die wir nie vergessen werden“, so die Teilnehmenden des Jugendrotkreuzes. Die Kombination aus Umweltbildung, kulturellen Erfahrungen und der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen in Armenien hat bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der internationale Austausch gefiel allen.

Einsatz für Umwelt- und Kulturprojekte

Mit vielen neuen Erkenntnissen und inspirierenden Erinnerungen kehrte die Gruppe nach Baden-Württemberg zurück – und ist motiviert, sich weiterhin für Umwelt- und Kulturprojekte einzusetzen.

Diese Reise war nicht nur eine Horizonterweiterung, sondern auch eine Bestätigung, wie wichtig es ist, sich für eine nachhaltige Zukunft und ein respektvolles Miteinander einzusetzen.

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