Inklusives Event
: Empfingen ist Wheelsoccer-Hauptstadt

In der Tälesee-Halle fand das fünfte „Wheelsoccer-Tryout“ statt – ein inklusives Rollsport-Wochenende für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, egal ob mit oder ohne Behinderung.
Von
Jürgen Baiker
Oberndorf
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Das Wheelsoccer-Wochenende in der Empfinger Tälesee-Halle stößt auf großes Interesse.

Baiker

Nina Klein-Wiele und Chris Kaufmann waren für die Rundum-Organisation, Anmeldungen der Teilnehmer und die Veranstaltung, zuständig, Romy Pawallek für die Moderation.

Alle Teilnehmer spielten und trainierten im Rollstuhl beziehungsweise E-Rolli und für Fußgänger standen zahlreiche Leihrollstühle zum Ausprobieren bereit. Erfahrene Trainer des Deutschen Rollstuhlsportverbandes (DRS) begleiteten das gesamte Wochenende.

Mit dem Trainer Lothar Hallmayer hatte unsere Redaktion Gelegenheit zu einem längeren Gespräch und Austausch. Wie schon erwähnt, war es die fünfte Veranstaltung: einmal im DGH in Wiesenstetten, einmal in Bad Imnau, und dreimal in der Tälesee-Halle. Auch in Zukunft wird es in der Tälesee-Halle bleiben, denn die Zahl der Anmeldung zu diesem Event hat sich von Termin zu Termin laufend gesteigert.

Mehr als 200 Anmeldungen

Aktuell waren es 190 Anmeldungen, die sich im Lauf des Events auf 236 Anmeldungen erhöhten. Sie kamen aus Veringenstadt, Villingen-Schwenningen, aus Tuttlingen, Schwarzwald, Darmstadt, ja eigentlich aus ganz Deutschland. Auch die neun Übungsleiter kamen unter anderem aus Nürnberg, Westerwald, Köln und anderen Orten. Ein Zeichen, dass sich dieses Event in Empfingen einen exzellenten Namen gemacht hat.

Der KreisLetter
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Für die „Fußgänger“ – unter anderem Eltern, Opa und Oma, Geschwister der Rollstuhlkinder – gab es 76 Rollstühle, die ausprobiert werden konnten – ein nicht einfaches Unterfangen. Auch der Mitarbeiter des Schwarzwälder Boten durfte einen Rollstuhl ausprobieren. Dabei ging es eine Rampe hinab und hinauf. Das Alter der Rollstuhlkinder war mit zweieinhalb bis 15 Jahren sehr weit gefächert. Ja es war erstaunlich, wie souverän schon die Kleinen mit ihren Rollstühlen hantierten, so Nala, drei Jahre alt, und dabei Geschwindigkeiten erzeugten, die einem „Fußgänger“ viel Mühe machten, hinterher zu kommen.

Am Samstag gab es ein sehr umfangreiches Angebot, so Aufwärm- und Kennenlernspiele. Rollstuhlfahrtraining, Wheelsoccer-Schnuppertraining, Hindernisparcours. Auch Boccia und Tennis kann man als Rollstuhlfahrer spielen.

Cheerleader treten auf

Ein Highlight war der Showtanz einer Cheerleader-Gruppe. Auch hier sind Rollstühle nicht unbedingt ein Hindernis, um Spaß an diesem Sport zu haben.

Am Sonntag stand ein Wheelsoccer-Spaßturnier und weitere erfolgreiche Spielererlebnisse für alle Beteiligten auf dem Programm.

Lothar Hallmayer sagt: „Es ist wichtig, Rollstuhlfahrer an Sportarten teilnehmen zu lassen beziehungsweise sie zu den verschiedensten Angebote zu bringen, denn damit kann man auch notwendige Physioanwendungen verringern.“

Die Firmen Brillinger und Wurster hatten einen Infostand. Wurster konnte auch gleich kleinere Reparaturen vornehmen. Zudem wurden von der Firma Wurster auch Rollstühle mit kleinen Lampen versehen, damit man beim „Spazierengehen“ die Rollstühle besser sieht.

Die Bewirtung wurde am Samstag von der Klasse 7c der Eyachtalschule Haigerloch übernommen, am Sonntag durch die Veranstalter selbst.

Geld für Wheelsoccer

Spende
Während des Wheelsoccer-Events überreichte Edgar Schwind, Vorsitzender des Vereins „Von Mensch zu Mensch“ einen Scheck über 3000 Euro, bestehend aus 1500 Euro von „Von Mensch zu Mensch“ und 1500 Euro vom Betriebsrat der Firma Homag Schopfloch. Schwind betonte, dass der Verein seit seiner Gründung 2004 mit einer Million Euro viele Familien, vor allem Kinder, unterstützt habe. Jeder Euro, auch die Mitgliedsbeiträge, kommen Hilfsprojekten zugute.