Horb a. N.: Engagement in Schule und Gemeinde prägt sein Berufsleben

Seinen 70. Geburtstag feiert Walter Burgbacher am heutigen 5. März. Foto: Straub
Schwarzwälder BoteHorb. Viele kennen Walter Burgbacher als Lehrer oder waren selbst seine Schüler. Nun feiert das engagierte Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde seinen 70. Geburtstag und blickt dankbar auf erfüllte Jahre zurück. Fast 40 Jahre war Walter Burgbacher Lehrer an der Horber Realschule. Nicht nur in dieser Zeit – besonders nach Klassenfahrten – habe er oft gesagt: "Gott sei Dank." Aufgewachsen in einem pietistisch geprägten Elternhaus in Schömberg bei Neuenbürg habe auch später der christliche Glaube sein Leben geprägt.
Burgbacher stammt aus einer Handwerkerfamilie. Sein Neffe führt in der alten Heimat bereits in der vierten Generation die Schreinerei. Aufgewachsen ist Burgbacher mit vier Geschwistern. Durch seine Eltern habe er früh gelernt, was "Multi-Kulti" heißt und diese offene Einstellung auch in seinem Leben fortgesetzt. Sein Abitur machte er am Internat in Mössingen. Nach der Schule erwog Burgbacher eine Ausbildung als Flugingenieur. Nach seinem Zivildienst in einem Kinderheim der Gustav-Werner-Stiftung in Reutlingen, entschied er sich für die pädagogische Laufbahn und studierte in Reutlingen Englisch, Geschichte und Gemeinschaftskunde. Später machte er zudem ein Ausbildung zum Religionslehrer. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt er: "Das war ein wichtiger Schritt für mich." Oft habe er Elternsprechtage mit dem Satz begonnen: "Hallo, ich bin Walter Burgbacher und unterrichte das wichtigste Fach." Viele Eltern hätten dann beispielsweise an Englisch gedacht. Im Religionsunterricht würden allerdings die wichtigen Fragen des Lebens besprochen werden, ist sich Burgbacher sicher.
Auf seine Zeit als Lehrer von 1976 bis 2014 an der Realschule Horb, blickt Burgbacher sehr zufrieden zurück. Er sei schnell angekommen, da er auf eine "richtig tolle Klasse" und ein "junges und engagiertes Kollegium" getroffen sei. Zudem habe er über die Jahre wichtige Begegnungen und Gespräche mit seinen Schülern erlebt. Vor allem bei Schulausfahrten unter anderem immer wieder nach London habe er viele eindrückliche Erfahrungen gemacht.
Dass er die Möglichkeit dazu hatte, fast jedes Jahr an diesen Ausfahrten teilzunehmen, habe er seiner Frau Ingrid zu verdanken, die sich zu Hause um die vier Kinder kümmerte. "Wir hatten 1976 geheiratet, kurz bevor wir nach Horb gekommen waren", blickt Burgbacher zurück. Die erste Zeit in Horb mit den kleinen Kindern sei eine echte Herausforderung gewesen. Tochter Christiane ist 1977 geboren, ein Jahr später der Sohn Daniel, 1979 dann Annette und 1982 Kerstin. Mittlerweile erwartet die Familie das zehnte Enkelkind.
Die Familie sei sehr schnell nach dem Umzug in Kontakt zur evangelischen Kirchengemeinde gekommen. Besonders die Familien Walz und Elwert hätten sie sehr freundlich empfangen. Bereits 1977 war Walter Burgbacher dann in den Kirchengemeinderat gewählt worden, aus dem im vergangenen Jahr ausschied. Lange war er auch Vorsitzender des Kirchengemeinderats. "Es ist immer gut aufzuhören, solange andere noch sagen: ›Schade, dass er geht.‹", erklärt er lachend die Gründe für seinen Rückzug und betont: "Es muss einen Wechsel geben, damit andere zum Zug kommen."
Sein Engagement für die Kirchengemeinde hat der 70-Jährige jedoch nicht aufgegeben. Unter anderem kümmert er sich weiterhin als Administrator um die Homepage, ist Mitarbeiter des Redaktionsteams für den Gemeindebrief und spielt im Musik-Team Saxofon. Zudem unterstützt er zusammen mit seiner Frau das zweimal jährliche stattfindende Frauenfrühstück. Gemeinsam engagieren sich beide auch in einem Hausbibelkreis, der sich hauptsächlich mit Alltagsthemen befasst.
Neben der Musik und der Kirchengemeinde galt Burgbachers Begeisterung auch dem Skifahren. Rund 20 Jahre begleitete er Skifreizeiten des EJW Sulz und wurde Skiübungsleiter.
Seinen 70. Geburtstag feiert Burgbacher im Kreise seiner Familie und Freunden im evangelischen Gemeindehaus.
