Spektakulärer Raupenkran: Der Technik-Gigant an der Hochbrücke Horb verabschiedet sich

An der Horber Hochbrücke arbeitet der Technik-Gigant: Ein 850 Tonnen Raupenkran. Jetzt brachte der riesige Raupenkran LR 1700-1 das letzte Grobblech in die Höhe.
Juergen LueckEs regnet in Strömen. Jürgen Poppitz läuft vorbei und sagt: „Ich muss noch ein Foto vom Technik-Giganten machen.“ Denn bald müssen die Horber Abschied nehmen vom Raupenkran LR 1700-1.
Erik Lang, Leiter des Straßenbaureferats Süd des RP Karlsruhe: „Donnerstag wird er das letzte Grobblech einheben. Wir wollten eigentlich früher fertig sein, doch am Montag und Dienstag war es in der Höhe zu windig.“
Der Technik-Gigant. 543 PS. Höchstgeschwindigkeit: 1,2 km/h. 850 Tonnen schwer, kann mit seinem 165 Meter langen Ausleger bis zu 700 Tonnen tragen. Seitdem er in Horb an der Hochbrücken-Baustelle ist, ist er zum Liebling der Baustellen-Besucher geworden.
Trotz Giganten-Technik braucht der LR 1700-1 Hilfe
Doch bei seiner vorletzten Tat hatte der Technik-Gigant einen Assistenten. Warum das? Bauleiter Rainer Gumz: „Der Raupenkran stand für das Blech Richtung Nordstetten zu weit weg – 96 Meter. Deshalb wurde ihm für diese Aufgabe noch ein 650-Tonnen-Autokran zur Seite gestellt.“ Doch die letzte Tat – das Grobblech direkt über ihm einzuheben – meisterte der Technik-Gigant am Donnerstagnachmittag alleine.

Das letzte Grobblech mit der Traverse gegen das Durchbiegen an der Hochbrücke schafft der LR 1700-1 wieder allein.
Foto: Jürgen PoppitzEin spektakulärer Einsatz. Bauleiter Jörg Pfeifle: „Hersteller Liebherr hat hier jetzt eine Videokamera installiert – für einen Film.“
Kaum hat Gigant das Blech oben, machen Bauarbeiter weiter
Doch heißt das jetzt Abschied nehmen? Rainer Gumz: „Noch nicht. Wir haben an jeder Achse (Pfeiler bzw. Pylon) einen festen roten Kran. Den mussten wir für den LR 1700-1 abbauen. Jetzt soll er uns helfen, diesen Kran wieder aufzubauen. Wenn es noch passt, kann er gleich die Querträger mit einbauen.“ Dieser Einsatz soll spätestens am Wochenende vorbei sein.

Kaum hat der Riesen-Raupenkran das Grobblech abgelegt, installieren die Bauarbeiter die Gestelle für die Verschalung.
Foto: Juergen LueckKaum hat der Raupenkran das Grobblech abgelegt, fangen die Bauarbeiter von Porr an, große rote „Gestelle“ mit Abstand neben dem Blech zu installieren. Gumz: „Das sind die Gerüste für die Verschalung.“
Es geht also zügig voran auf der Hochbrücken-Baustelle. Kann man den Raupenkran noch länger bewundern? Gumz: „Ja. Es dauert ja zwei Wochen, ihn abzubauen. Dann wird er mit 55 Schwertransportern nach und nach abtransportiert.“ Ein Wiedersehen wird es im nächsten Jahr geben, wenn der Raupenkran LR 1700-1 am Sportplatz für seinen nächsten Einsatz an der Hochbrücke Horb aufgebaut werden wird.
