Guinessbucheintrag aus Bierlingen: Mit Mäskle ältester Weltrekordhalter

Gerold Weschenmoser hat es wieder ins Guinessbuch der Weltrekorde geschafft.
Marzell SteinmetzGanz überraschend ist das für den Bierlinger nicht: Das Weltrekord-Zertifikat wurde bereits im Dezember 2024 in englischer Sprache ausgestellt. Was ihn aber ganz besonders freute, ist, dass im Guinessbuch mit den brandneuen Rekorden noch ein Bild veröffentlich wird.
Es zeigt das Bierlinger Rathaus und rund um den Schäferbrunnen etwa 20 Leute mit Fasnetsmasken, zwei davon auf einem Bulldog. Weschenmoser steht lachend rechts im Vordergrund, seine Porträt-Maske in der rechten Hand. Die Narrengruppe hatte er spontan für den Fotografen organisiert. Die Aufnahme ist jedoch nicht ganz neu: Sie entstand bereits im Jahr 2005. Macht nichts: Das Bierlinger Rathaus hat sich äußerlich seither nicht verändert. Jetzt ist es in der ganzen Welt bekannt, stellt Weschenmoser mit Stolz fest.
Weschenmoser hat 5635 verschiedene Masken
Die Unterschrift zu dem Bild lautet: „Am 24. Dezember 2024 besaß Gerold Weschenmoser 5635 verschiedene Masken. Die Objekte, die er seit 1957 angehäuft hat, stammen aus aller Welt. Er kaufte sie selbst oder mithilfe von Freunden und Bekannten. Gerold Weschenmosers Fundus an Gesichtsbedeckungen ist in seinem eigenen Museum in Starzach zu sehen.“ Hinzuzufügen ist, dass es sich bei seiner Sammlung ausschließlich um Miniaturmasken handelt. In dieser Kategorie ist er der älteste Weltrekordhalter.

Gerne zeigt Gerold Weschenmoser Besuchern seine Sammlung.
Foto: Marzell SteinmetzSeit 1957 sammelt der heute 73-Jährige, nachdem ihm seine Mutter Hilde das erste Mäskle geschenkt hatte. Das war der Saubloder-Hans aus seiner Heimatstadt Vöhrenbach im Südschwarzwald. Von seiner Mutter hat er auch die Leidenschaft für die Fasnet geerbt.
1996 reichten 1787 Miniaturmasken für den ersten Eintrag ins Guinessbuch. Seither ist die Mäskle-Kollektion immer größer geworden, zumal Miniaturen aus der ganzen Welt hinzukamen. Heute werde es immer schwieriger, neue zu erwerben, bedauert Weschenmoser. Kaum eine Narrenzunft leistet es sich, Mini-Masken als Eintritt für ihre Umzüge herstellen zu lassen. Das sei einfach auch zu teuer geworden, räumt Weschenmoser ein. Dennoch ist es ihm gelungen, 18 weitere Exponate aus dem Südschwarzwald zu erwerben. Der jetzige Weltrekord wäre somit schon gar nicht mehr aktuell.
Um die Guiness-Urkunde zu erhalten, musste vorher eine exakte Zählung stattfinden. Zwei Anwälte aus Horb und Tübingen hatten das im Bierlinger Mäsklemuseum übernommen. Die Regel sieht vor, dass die Masken dreimal gezählt werden mussten, mindestens zweimal mit dem gleichen Resultat. Weschenmoser durfte nicht dabei sein. Die Zählung war für ihn eine Zitterpartie, umso größer die Erleichterung über die Anerkennung des neuen Weltrekords mit dem Eintrag ins Guinessbuch 2026.
Ob er nochmals einen Versuch macht? Weschenmoser sagt – allerdings mehr oder weniger halbherzig - nein. Sein Museum ist schon randvoll. Auf jeden Fall sammelt er nach wie vor, die Zahl 6000 wäre sein Wunschziel. 700 weitere Mäskle werde er in seinem Museum dann auch noch irgendwie unterbringen.
Der Rekord hält bereits seit 30 Jahren ununterbrochen
2026 kann er gleich dreimal feiern: Seit ununterbrochen 30 Jahren ist er Guiness-Weltrekordler, 1996 hat wurde das Mäskle-Museum in Bierlingen eingerichtet, und so lange gibt es auch die freie Starzacher Fasnetsgruppe „Stumpacher Maale und Weible“, die Weschenmoser gegründet hat.